Magdalena Neuner

Magdalena Neuner
Magdalena Neuner Biathlon
Magdalena Neuner beim Empfang in Wallgau, April 2011
Verband DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 9. Februar 1987
Geburtsort Garmisch-Partenkirchen
Deutschland
Karriere
Beruf Zollbeamtin
Verein SC Wallgau
Trainer Bernhard Kröll
Aufnahme in den
Nationalkader
2003
Debüt im Weltcup 2006
Weltcupsiege 36 (24 Einzelsiege)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 2 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 10 × Gold 3 × Silber 0 × Bronze
JWM-Medaillen 7 × Gold 4 × Silber 0 × Bronze
EM-Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
SWM-Medaillen 3 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
DM-Medaillen 8 × Gold 4 × Silber 2 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Gold 2010 Vancouver Verfolgung
Gold 2010 Vancouver Massenstart
Silber 2010 Vancouver Sprint
IBU Biathlon-Weltmeisterschaften
Gold 2007 Antholz Sprint
Gold 2007 Antholz Verfolgung
Gold 2007 Antholz Staffel
Gold 2008 Östersund Massenstart
Gold 2008 Östersund Staffel
Gold 2008 Östersund Mixed-Staffel
Silber 2009 Pyeongchang Staffel
Gold 2010 Chanty-Mansijsk Mixed-Staffel
Gold 2011 Chanty-Mansijsk Sprint
Gold 2011 Chanty-Mansijsk Massenstart
Gold 2011 Chanty-Mansijsk Staffel
Silber 2011 Chanty-Mansijsk Verfolgung
Silber 2011 Chanty-Mansijsk Mixed-Staffel
IBU Biathlon-Europameisterschaften
Bronze 2006 Langdorf Staffel
IBU Sommerbiathlon-Weltmeisterschaften
Gold 2009 Oberhof Sprint
Gold 2009 Oberhof Verfolgung
Gold 2009 Oberhof Mixed-Staffel
Weltcup-Bilanz
Gesamtweltcup 1. (2007/2008, 2009/2010)
Einzelweltcup 1. (2008/2009)
Sprintweltcup 1. (2007/2008, 2010/2011)
2. (2008/2009, 2009/2010)
Verfolgungsweltcup 1. (2009/2010)
2. (2006/2007)
Massenstartweltcup 1. (2007/2008, 2009/2010)
2. (2010/2011)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Einzel 1 0 1
Sprint 10 3 8
Verfolgung 6 5 1
Massenstart 7 1 2
Staffel 12 5 0
letzte Änderung: 18. September 2011

Magdalena Neuner (* 9. Februar 1987 in Garmisch-Partenkirchen) ist eine deutsche Biathletin.

Als mehrfache Juniorenweltmeisterin debütierte sie Anfang 2006 im Weltcup. Ihren ersten von insgesamt 24 Einzelsiegen feierte sie am 5. Januar 2007 im Sprintrennen von Oberhof. Einen Monat später errang sie bei den Weltmeisterschaften drei Titel und wurde damit jüngste Dreifachweltmeisterin sowie zweitjüngste deutsche Weltmeisterin nach Petra Behle. Sie verbesserte ihre Bilanz in den Folgejahren um sieben weitere Titel und ist seit 2011 mit zehn Gold- und drei Silbermedaillen erfolgreichste Athletin in der Geschichte der Weltmeisterschaften. Als jüngste Siegerin seit Bestehen der Internationalen Biathlon-Union (IBU) gewann sie den Gesamtweltcup 2007/2008. Bei ihrer ersten Teilnahme an Olympischen Winterspielen wurde sie im Februar 2010 Doppelolympiasiegerin. Mit dem erneuten Triumph im Weltcup 2009/2010 krönte sie ihre bislang erfolgreichste Saison als erste Deutsche, die die Gesamtwertung zum zweiten Mal gewinnen konnte.

Neuner gilt seit Jahren als eine der stärksten Läuferinnen im Weltcup. Auf der anderen Seite verhinderten unbeständige Schießleistungen oftmals noch bessere Platzierungen. Neuners Erfolge lösten ein großes Medieninteresse aus und steigerten binnen kurzer Zeit ihre Popularität in Deutschland. Zahlreiche Sponsorenanfragen machten sie zu einer begehrten Werbeträgerin. Sie erhielt diverse Auszeichnungen und wurde 2007 zur Sportlerin des Jahres gewählt.

Inhaltsverzeichnis

Karriere

Anfänge

Bereits im Alter von vier Jahren stand Magdalena Neuner auf Alpinski.[1] Sie wurde Mitglied im Heimatverein SC Wallgau, der zum Skigau Werdenfels als Regionalverband des Bayerischen Skiverbandes gehört. Neuner sammelte in den Folgejahren erste Erfahrungen mit weiteren Wintersportarten und gewann achtjährig ihren ersten Wettbewerb im Skilanglauf. 1996 nahm sie an einem Biathlon-Probetraining teil und fand Gefallen an diesem Sport.

Schon früh deutete sich ihr Talent an, als Neuner von 1999 bis 2002 vier Jahre hintereinander die Gesamtwertung des Schülercups im Biathlon für sich entscheiden konnte.[1] Die danach folgende Jugendklasse eingerechnet, erreichte sie eine Serie von über 30 Siegen in Folge.[2] Nach dem Abschluss der St.-Irmengard-Realschule[3] in ihrem Geburtsort Garmisch-Partenkirchen beendete sie im Alter von 16 Jahren die Schulausbildung, um sich fortan auf ihre sportliche Karriere zu konzentrieren. Am 1. August 2003 wurde sie in das Zoll-Ski-Team, eine Sportfördergruppe des Bundesfinanzministeriums, aufgenommen und schloss die Ausbildung zur Zollhauptwachtmeisterin ab.

Erfolge als Juniorin und Weltcupdebüt (2003 bis 2006)

Neuner beim Weltcup in Antholz, Januar 2006

Noch als Jugendliche klassifiziert, gewann Neuner Mitte Dezember 2003 beim Deutschlandpokal in Martell alle drei Rennen und erfüllte damit die Leistungsnorm der Juniorinnen.[4] Remo Krug, damals Trainer des Perspektivkaders, nominierte sie daraufhin für den C2-Kader im Europacup der Juniorinnen. Eine Woche später absolvierte sie in Obertilliach ihr erstes Europacuprennen. Nach Platz 11 im Sprint und Platz 14 im Einzel gelangen ihr in Brusson und Méribel vier Siege und ein zweiter Rang, mit denen sie sich für die Juniorenweltmeisterschaften Ende Januar 2004 in Haute-Maurienne qualifizierte. Dort setzte sie sich mit zweimal Gold und einmal Silber erstmals bei internationalen Titelkämpfen durch und ließ Sportlerinnen wie Jekaterina Jurjewa und Helena Ekholm (geb. Jonsson) hinter sich, die wenige Jahre danach auch zu Konkurrentinnen im Weltcup werden sollten.

Die Leistungen aus dem Debütjahr bestätigte sie bei den darauf folgenden Juniorenweltmeisterschaften 2005 in Kontiolahti und 2006 in Presque Isle mit insgesamt drei weiteren Gold- und Silbermedaillen. Mitte September 2005 trat sie zum ersten Mal bei Deutschen Meisterschaften an und erreichte als bestes Einzelergebnis Platz acht in der Verfolgung. Bei den im Sommer auf Rollski ausgetragenen Wettbewerben gewann sie auch in den drei Folgejahren keinen Titel auf nationaler Ebene.

Nachdem Neuner im Europacup der Juniorinnen 2004/2005 nur drei Rennen bestritt, wechselte sie für die Europacupsaison 2005/2006 zu den Seniorinnen. Im Dezember 2005 platzierte sie sich in fünf von sechs Wettbewerben unter den besten zehn und gewann in Rosenau beide Rennen. Ihren ersten Weltcupauftritt hatte Neuner ebenfalls in der Saison 2005/2006. Nach den ersten Erfolgen im Europacup wollte Bundestrainer Uwe Müßiggang sie bereits zwei Jahre früher im Weltcup starten lassen; ihre Eltern sowie ihre Heimtrainer Bernhard Kröll und Herbert Mayer äußerten aber noch Bedenken.[2] Verlief ihr Debüt am 13. Januar 2006 mit Platz 41 beim Sprint in Ruhpolding als Ersatz für die verletzte Uschi Disl noch enttäuschend,[5] so erreichte sie acht Tage später bei der Verfolgung von Antholz den elften Platz. Wenige Wochen danach steigerte sie sich beim Sprintrennen in Kontiolahti am 16. März 2006 ein weiteres Mal und belegte Rang vier. Geschwächt von einer Erkältung[6] holte sie zuvor bei ihren einzigen Europameisterschaften im bayerischen Langdorf Bronze mit der Staffel, gewann ihr letztes Europacuprennen in Martell und kam trotz sieben ausgelassener Wettbewerbe in der Gesamtwertung auf Rang sechs.

Mehrfache Weltmeisterin (2006/2007)

In ihrer ersten Weltcupsaison nur sporadisch eingesetzt, gehörte Neuner beim Biathlon-Weltcup 2006/2007 zu den gesetzten Starterinnen in der deutschen Mannschaft. Insbesondere ihre läuferischen Qualitäten verhalfen ihr wiederholt zu vorderen Platzierungen; schon als 19-Jährige bestimmte sie die Laufzeiten im Weltcup mit.[7] Am 5. Januar 2007 gelang ihr beim Sprint in Oberhof der erste Weltcupsieg, 17 Sekunden vor ihrer Teamkollegin Andrea Henkel. Bei zwei Schießfehlern gab einmal mehr die Laufleistung den Ausschlag: Der Gesamtdritten Martina Beck (geb. Glagow) nahm sie in der Spur eine Minute und 17 Sekunden ab, Henkel hatte als Laufzweite einen Rückstand von 34 Sekunden. Im Vorfeld des zwei Tage danach stattfindenden Verfolgungsrennens unterlief Neuner ein Fehler: Sie vergaß vor dem Start, das beim Einschießen benutzte leere Magazin wieder mit Patronen aufzufüllen, und musste beim ersten Liegendanschlag auf ein Ersatzmagazin zurückgreifen.[8] Trotz der daraus resultierenden Probleme erkämpfte sie mit Platz drei einen weiteren Podestplatz.

Nach beständigen Leistungen bei den nachfolgenden Weltcups in Ruhpolding und Pokljuka wurde Neuner Mitte Januar 2007 von Bundestrainer Uwe Müßiggang für die Weltmeisterschaften 2007 im italienischen Antholz nominiert. Bei den Juniorenweltmeisterschaften trat sie trotz Startberechtigung wegen terminlicher Überschneidungen nicht an. Gleich die erste WM-Entscheidung war der nächste sportliche Höhepunkt ihrer jungen Karriere. Am 3. Februar gewann sie als Neuling den Weltmeistertitel im Sprint; zu diesem Zeitpunkt war dies erst ihr zweiter Weltcupsieg. Der Vorsprung auf die zweitplatzierte Schwedin Anna Carin Zidek (geb. Olofsson) betrug 2,3 Sekunden bei gleichem Schießergebnis mit zwei Fehlern. Neuner glich ihre um 14 Sekunden schlechtere Laufzeit diesmal durch schnellere Schießzeiten aus. Nur einen Tag später holte sie ebenfalls den Titel im Verfolgungsrennen. Nach einem 14. Platz im Massenstart sicherte sie sich zum Abschluss der WM zusammen mit Martina Beck, Andrea Henkel und Kati Wilhelm in der Staffel ihre dritte Goldmedaille. Sie wurde damit erfolgreichste Sportlerin dieser Weltmeisterschaften und zu diesem Zeitpunkt jüngste Dreifachweltmeisterin. Jüngste deutsche Weltmeisterin blieb Petra Behle, die 1988 in Chamonix – zwei Monate nach ihrem 19. Geburtstag – Gold im Sprint gewann.

Zum Saisonende setzte Neuner ihre Erfolgsserie mit vier Siegen bei den Weltcuprennen am Holmenkollen in Oslo und in Chanty-Mansijsk fort. Innerhalb kurzer Zeit avancierte sie zum Shooting Star des Wintersports in Deutschland und wurde von den Medien sowie zahlreichen Sponsoren umworben.[5] Im weiteren Verlauf des Jahres nahm sie mehrere Auszeichnungen entgegen und gewann im Dezember 2007 die Wahl zur Sportlerin des Jahres.

Gesamtweltcupsiegerin (2007/2008)

Neuner im gelben Trikot der Führenden im Gesamtweltcup in Oslo, März 2008

Im Biathlon-Weltcup 2007/2008 knüpfte Neuner an die Erfolge des Vorjahres an. Nach verhaltenem Saisonbeginn bei den ersten zwei Weltcupstationen zeigte ihre Leistungskurve mit Platz drei im Sprint und dem Sieg mit der Staffel Mitte Dezember 2007 in Pokljuka stetig nach oben. Beim Heimweltcup in Oberhof wurde sie am 5. Januar 2008 im Sprintrennen zunächst Dritte und gewann am Folgetag den Massenstart. Eine Woche später war sie in Ruhpolding an einem weiteren Erfolg der Staffel beteiligt. Ende Januar 2008 nahm Neuner kurz vor ihrem 21. Geburtstag in Ruhpolding zum letzten Mal an Juniorenweltmeisterschaften teil und hielt die Konkurrenz mit Goldmedaillen beim Sprint und in der Verfolgung auf Distanz. Auf einen Einsatz beim abschließenden Einzelwettkampf verzichtete sie, um sich gemeinsam mit der Mannschaft auf die bevorstehenden Titelkämpfe im schwedischen Östersund vorzubereiten.

In den ersten beiden Rennen der Weltmeisterschaften 2008 verhinderten erneut Schießfehler ein besseres Resultat. Nach Platz 17 im Sprint steigerte sich Neuner in der Verfolgung, kam jedoch aufgrund des großen Rückstandes vom Vortag nicht über den sechsten Rang hinaus. Auf eigenen Wunsch[9] wurde sie erstmals in der Mixed-Staffel eingesetzt und legte mit einer nahezu fehlerfreien Leistung den Grundstein zur ersten Goldmedaille für Deutschland in dieser Disziplin. Beim anschließenden Massenstart lieferte sie sich in der letzten Runde ein Duell mit Tora Berger und konnte sich kurz vor dem Ziel noch um wenige Sekunden absetzen. Den Schlusspunkt unter ihre zweite WM setzte sie durch einen soliden Lauf in der erfolgreichen Staffel und wiederholte mit insgesamt drei Titeln ihre Bilanz vom Vorjahr.

Die gute Form aus Östersund konnte Neuner für die nachfolgenden Weltcups in Asien konservieren. Im südkoreanischen Pyeongchang, wo erstmals ein Biathlon-Weltcup ausgetragen wurde, feierte sie im Sprintrennen mit ihrem zehnten Weltcupsieg ein kleines Jubiläum. Bei der anschließenden Verfolgung bog sie als Führende kurz nach dem Start in die falsche Richtung ab und hatte Mühe, sich auf dem im Vergleich zum Sprint geänderten Streckenverlauf zu orientieren. Bei diesem Missgeschick verlor sie etwa 20 Sekunden und wurde von der unmittelbar nach ihr startenden Sandrine Bailly überholt. Als Sechste hielt Neuner den Abstand zu der gegen Saisonende härtesten Konkurrentin um den Gesamtweltcup in Grenzen.[10] In Chanty-Mansijsk sicherte sich Neuner im vorletzten Massenstartrennen mit einem zweiten Platz vorzeitig die kleine Kristallkugel für den Weltcup in dieser Disziplin. Nach dem Gewinn der zweiten Trophäe für den Disziplinenweltcup im Sprint beim Saisonfinale in Oslo übernahm sie zum ersten Mal in ihrer Karriere das gelbe Trikot der Gesamtweltcupführenden. Im abschließenden Massenstart krönte sie die Saison mit dem Sieg im Gesamtweltcup als jüngste Titelträgerin seit Gründung der IBU im Jahr 1993.(a)

Etablierung in der Weltspitze (2008/2009)

Neuner beim Weltcup in Trondheim, März 2009

Neuners Vorbereitung auf die Saison 2008/2009 wurde von krankheitsbedingten Trainingsausfällen beeinträchtigt. Durch eine bakterielle Infektion und die damit verbundene Einnahme von Antibiotika musste sie wenige Wochen vor dem Weltcupauftakt auf den wichtigen Kaderlehrgang im finnischen Muonio verzichten und begann verspätet mit der intensiven Trainingsphase.[11] Aufgrund der durchwachsenen Vorbereitung präsentierte sich Neuner zu Beginn der Saison nicht in der aus den Jahren zuvor gewohnten konditionellen Verfassung. Ein verbessertes Schießen verhalf ihr dennoch bereits in den ersten beiden Rennen der Weltcupsaison zu Podiumsplatzierungen, jeweils einem dritten Platz im Einzel und Sprint von Östersund. Beim zweiten Weltcup in Hochfilzen führten schlechte Schießergebnisse zu einem Leistungsabfall. Nach diesen Resultaten fand sie vorübergehend keine Berücksichtigung bei der Staffelbesetzung, erkämpfte auf der anderen Seite mit einem siebten Platz im Einzel des dritten Weltcups das rote Trikot der Disziplinenführenden. Nach der Weihnachtspause zeigte sich die Laufform in den beiden Heimweltcups von Oberhof und Ruhpolding stark verbessert. In Ruhpolding gewann Neuner alle drei ausgetragenen Rennen. Nachdem sie zum ersten Mal als Schlussläuferin der siegreichen Frauenstaffel eingesetzt wurde, setzte sie sich gegen ihre Teamkollegin Kati Wilhelm sowohl im Sprint als auch in der Verfolgung durch. In Antholz verhinderte ein schlechtes Stehendschießen in allen drei Rennen eine vordere Platzierung. Insbesondere der Massenstart endete mit einem Rückschlag: Nach fehlerfreien Vorstellungen in den ersten drei Schießeinlagen verfehlte sie in Führung liegend alle fünf Scheiben und fiel auf Platz sieben zurück.

Zum Auftakt der Weltmeisterschaften 2009 in Pyeongchang erreichte Neuner Platz acht im Sprint und Platz elf in der Verfolgung. Nachdem sie beim Einzel zugunsten von Kathrin Hitzer pausieren musste[12], war auch ein Einsatz in der Mixed-Staffel wegen einer leichten Erkältung nicht möglich. Die Erfolgsgeschichte der beiden Vorjahre konnte sie damit nicht mehr fortsetzen. Dennoch verschaffte ihr der zweite Platz mit der Staffel zum Abschluss der WM das erhoffte Edelmetall. Mit einem vierten Platz im letzten Einzelrennen der Saison im kanadischen Whistler Olympic Park sicherte sich Neuner erstmals den Weltcup in dieser Disziplin und belegte im darauf folgenden Sprint den zweiten Platz. In Trondheim zeigte die Formkurve im Schießen erneut nach unten. Mit Platzierungen im Mittelfeld verlor sie den Kontakt zu den beiden Führenden im Gesamtweltcup Helena Jonsson und Kati Wilhelm. Im Weltcupfinale von Chanty-Mansijsk steigerte sich Neuner und holte in der Verfolgung den dritten Saisonsieg. Nach acht Schießfehlern und Platz zwölf im letzten Massenstartrennen beendete sie die Saison im Gesamtweltcup auf Rang vier.

Doppelolympiasiegerin und zweiter Gesamtweltcupsieg (2009/2010)

Neuner auf dem Podium im Whistler Olympic Park nach dem Sieg im Massenstart bei den Olympischen Winterspielen, Februar 2010
Neuner bei der Siegerehrung im Whistler Medals Plaza

Während des sommerlichen Aufbautrainings nahm Neuner im September 2009 sowohl an den Deutschen Meisterschaften als auch an den erstmals in Deutschland ausgetragenen Weltmeisterschaften im Sommerbiathlon teil. Nachdem sie bei den nationalen Titelkämpfen die ersten beiden Erfolge ihrer Karriere mit der bayerischen Staffel und im Massenstart verbuchte, gewann sie bei der WM in Oberhof mit der Mixed-Staffel, dem Sprint und der Verfolgung alle drei Rollski-Wettbewerbe.

Infolge eines grippalen Infektes, den sie sich kurz vor Saisonauftakt während des Trainingslehrganges zugezogen hatte, musste Neuner den ersten Weltcup der Saison 2009/2010 in Östersund auslassen.[13] In Hochfilzen führte der Trainingsrückstand noch zu Platzierungen im Mittelfeld. Mit verbesserter Lauf- und Schießleistung gelangen ihr bei der dritten Weltcupstation in Pokljuka die ersten Podestplätze der Saison. Rang drei im Sprint und der damit erfüllten teaminternen Qualifikationsnorm für die Olympischen Winterspiele folgte Platz zwei in der Verfolgung. Nach dem Jahreswechsel zwang sie eine Rückenverletzung beim Aufwärmen unmittelbar vor dem Sprintrennen in Oberhof zur vorzeitigen Abreise.[14] Während Neuner eine Woche später in Ruhpolding im Sprint und Massenstart jeweils Platz drei erreichte, zeigte sie mit zwei Strafrunden bei ihrem Staffeldebüt Schwächen am Schießstand. Ihre bislang beste Saisonleistung lieferte sie beim sechsten Weltcup in Antholz ab. Für die beiden Siege im Einzel und Sprint sowie Rang zwei in der Verfolgung gaben erneut Laufbestzeiten den Ausschlag. Der Auftakterfolg im Einzel war zugleich der erste Weltcupsieg in dieser Disziplin.

Bei ihrem ersten olympischen Wettkampf im Whistler Olympic Park gewann Neuner am 13. Februar 2010 mit einem Rückstand von 1,5 Sekunden hinter der Siegerin Anastasiya Kuzmina die Silbermedaille im Sprint. Drei Tage später wurde sie Olympiasiegerin in der Verfolgung. Mit dieser Goldmedaille übernahm Deutschland als erfolgreichste Nation bei Olympischen Winterspielen den ersten Platz im ewigen Medaillenspiegel vor Russland.[15] Nach Platz zehn im Einzel wurde Neuner am 21. Februar 2010 im Massenstart erneut Olympiasiegerin und übernahm das gelbe Trikot der bis dahin im Gesamtweltcup führenden Helena Jonsson. Nach dem Sieg erklärte Neuner den Verzicht auf den Start in der Biathlonstaffel.[16] Bereits Mitte November 2009 zog Bundestrainer Jochen Behle vor dem Hintergrund durchwachsener Leistungen der Spezialistinnen zu Saisonbeginn[17] die Aufbietung Neuners in der olympischen Skilanglaufstaffel in Betracht.[18] Beim Gewinn der Silbermedaille unter Beteiligung der ebenfalls laufstarken Biathletin und Langläuferin Miriam Gössner kam Neuner nicht zum Einsatz.

Nach einer von Presseterminen gekennzeichneten Wettkampfpause meldete sich Neuner mit konstant guten Leistungen zurück. In Kontiolahti verkürzte sie den Rückstand in der Mixed-Staffel um fast eine Minute und legte somit die Basis für den am Ende zweiten Platz hinter der Staffel Norwegens. Im gelben Trikot der Gesamtweltcupführenden erreichte Neuner einen Tag später im Sprintrennen trotz zweier Schießfehler Platz fünf beim ersten Weltcupsieg der Weißrussin Darja Domratschawa. Mit Rang zwei in der Verfolgung baute sie ihren Vorsprung gegenüber Helena Jonsson in der Gesamtwertung aus und sicherte sich bereits vor dem letzten Verfolgungsrennen der Saison den Sieg in der Disziplinenwertung. Mit dieser Trophäe komplettierte Neuner ihre Erfolgsbilanz im Weltcup. Der Dreifacherfolg von Teamkollegin Simone Hauswald in Oslo leitete vor der letzten Weltcupstation einen Zweikampf um die Gesamtwertung ein. Durch ihren fünften Saisonsieg beim finalen Massenstartrennen in Chanty-Mansijsk wiederholte Neuner als erste Deutsche den Erfolg im Gesamtweltcup und gewann zudem die zweite Disziplinenwertung.[19] Tags darauf feierte sie zum Abschluss ihrer bislang erfolgreichsten Saison bei der Biathlon-Mixed-Staffel-Weltmeisterschaft zusammen mit Simone Hauswald, Simon Schempp und Arnd Peiffer ihre siebte Goldmedaille bei Weltmeisterschaften.

Rekordhalterin bei Weltmeisterschaften (2010/2011)

Nach dem Karriereende von Kati Wilhelm wurde Neuner gemeinsam mit Andrea Henkel neue Mannschaftssprecherin.[20] Bei den Deutschen Meisterschaften in Oberhof gewann sie im September 2010 hinter der außer Konkurrenz startenden Schweizerin Selina Gasparin ihren ersten nationalen Titel im Einzel. Zusammen mit Michael Greis und Andreas Birnbacher war sie auch in der bayerischen Mixed-Staffel erfolgreich.

Aufgrund einer Erkältung verpasste Neuner wie im Vorjahr den Auftakt in die Saison 2010/2011 in Östersund.[21] In Hochfilzen meldete sie sich nach überstandener Krankheit mit zwei siebten Plätzen in Sprint und Verfolgung zurück. Nach den Rücktritten von Kati Wilhelm, Martina Beck und Simone Hauswald führte sie außerdem die mit Kathrin Hitzer, Sabrina Buchholz und Andrea Henkel neu formierte Frauenstaffel auf Rang eins. Im Sprintrennen von Pokljuka verbuchte sie trotz zweier Schießfehler den ersten Saisonsieg und gleichzeitig 20. Einzelerfolg ihrer Weltcupkarriere. Im neuen Jahr folgten zwei weitere Podiumsplätze bei den Sprints in Oberhof und Ruhpolding. Mit Platz 16 beim Einzelrennen in Ruhpolding beendete Neuner ihre Serie von 29 aufeinanderfolgenden Top-Ten-Platzierungen im Weltcup – darunter 18 Podestränge –, die sie seit dem Sprint in Pokljuka am 19. Dezember 2009 erreicht hatte. Ein Infekt zwang Neuner zu einer erneuten Pause bei den ersten beiden Wettkämpfen des sechsten Weltcups in Antholz. Beim abschließenden Massenstart kam sie auf Platz sechs.

Eine stabile Laufform sowie eine Leistungssteigerung beim Schießen sorgten im Februar 2011 bei den zwei Weltcupstationen in den Vereinigten Staaten für weitere Podestplätze. In Presque Isle war Neuner mit Kathrin Hitzer, Alexander Wolf und Daniel Böhm im letzten Mixed-Staffelrennen vor den Weltmeisterschaften erfolgreich. In der Verfolgung verbesserte sie sich bei schwierigen Windverhältnissen am Schießstand nach Platz sechs im Sprint auf Rang vier. Eine Woche später lief sie in Fort Kent bei allen drei Wettkämpfen auf das Podium und erreichte dabei im Massenstart mit nur einem Schießfehler den zweiten Saisonsieg.

Neuner mit ihren zehn WM-Goldmedaillen beim Empfang in Wallgau, April 2011

Bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 2011 in Chanty-Mansijsk errang Neuner Medaillen in fünf der sechs ausgetragenen Wettbewerbe. Zum Auftakt belegte sie mit der Mixed-Staffel den zweiten Platz und wurde im Sprint nach fehlerfreier Schießleistung erneut Weltmeisterin. In der Verfolgung verpasste sie in Führung liegend mit zwei Schießfehlern am letzten Anschlag einen weiteren Sieg und musste sich der Finnin Kaisa Mäkäräinen geschlagen geben. Nach Rang fünf im Einzel wurde sie mit dem Titel im Massenstart erfolgreichste deutsche WM-Teilnehmerin vor Petra Behle.[22] Einen Tag später gewann sie mit der Staffel ihre zehnte Goldmedaille und löste die Russin Jelena Golowina als Rekordhalterin bei Weltmeisterschaften ab.[23]

Mit ihrem fünften Einzelsieg der Saison beim letzten Sprintrennen in Oslo gewann Neuner zum zweiten Mal in ihrer Karriere die Wertung in dieser Disziplin. Zwei Tage danach musste sie mit der Verfolgung den insgesamt fünften Einzelwettkampf der Saison aus Krankheitsgründen absagen. Damit konnte sie nicht mehr in den Kampf um die Gesamtwertung eingreifen, nachdem der Rückstand auf die spätere Gesamtweltcupsiegerin Kaisa Mäkäräinen zwischenzeitlich nur noch 22 Punkte betragen und die IBU die Streichresultate abgeschafft hatte. Von der Erkältung geschwächt, scheiterte sie im abschließenden Massenstart mit der achtbesten Laufzeit auch beim Versuch, die Führung im Disziplinenweltcup zu verteidigen. Neuner wurde von Darja Domratschawa um acht Punkte distanziert und erreichte Rang fünf im Gesamtweltcup.

Saison 2011/2012

Bei den Deutschen Meisterschaften 2011 in Langdorf und Ruhpolding lag Neuner mit Sprint, Verfolgung und Massenstart in drei von vier Einzelrennen vorne und belegte an der Seite ihrer Trainingspartnerin Miriam Gössner sowie Förderkaderathletin Christina Maierhofer mit der bayerischen Staffel Rang drei. Einen weiteren Titel holte sie mit Florian Graf und Daniel Graf in der Mixed-Staffel. Mit 101 von 120 möglichen Punkten gewann sie zum ersten Mal die abschließende Pokalwertung vor Tina Bachmann und Nadine Horchler.

Schauwettkämpfe

Am 30. Dezember 2005 startete Neuner erstmals beim Biathlon-City-Sprint in Garmisch-Partenkirchen. Die Marktgemeinde richtete zum zehnten Jubiläum des Skilanglaufrennens einen zusätzlichen Wettkampf im Biathlon aus.[24] Abgesehen von einer erkältungsbedingten Pause im Jahr 2007 war Neuner in den Folgejahren regelmäßige Teilnehmerin des Wettbewerbes in ihrem Geburtsort. Bei der Premiere lief Neuner mit ihrem männlichen Partner Marcel Lorenz als Zweite ins Ziel.[25] Dieselbe Platzierung wiederholte sie im darauf folgenden Jahr zusammen mit dem österreichischen Biathleten und damaligen Freund Franz Perwein. 2008 war sie zunächst mit Toni Lang erfolgreich, bevor 2009 und 2010 zwei weitere Siege an der Seite von Matthias Bischl folgten.[26]

Beim 2. ENTEGA-Team-Biathlon in Bürstadt kam Neuner am 6. Juni 2010 mit ihrem Skilanglaufpartner Tobias Angerer auf Rang drei.[27]

An der seit 2002 alljährlich stattfindenden World Team Challenge in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen nahm Neuner zum ersten Mal Ende Dezember 2006 teil. Als drittbestes deutsches Team belegte sie mit Staffelpartner Michael Rösch hinter den Siegern Ole Einar Bjørndalen und Linda Grubben Rang sechs.[28] Ende März 2011 musste sie den Start aufgrund gesundheitlicher Probleme kurzfristig absagen.

Am 7. August 2011 lief Neuner bei ihrer ersten Teilnahme am City-Biathlon in Püttlingen auf Platz zwei.[29]

Leistungsentwicklung

Skilauf

Neuner mit Skating-Technik in Antholz, Januar 2009
Laufleistung von Neuner (Weltcup exkl. Staffelrennen), Stand: nach der Saison 2010/2011, Quelle: IBU

Neuner zählt zu den schnellsten Läuferinnen im Weltcupfeld und erreichte in 61 von insgesamt 126 Einzelrennen im Weltcup (48 Prozent) die beste Laufzeit (Schießzeiten und Strafrunden nicht mitgezählt). Mit ihrer guten Lauftechnik und Kondition ist sie in der Lage, je nach Disziplin und Kontrahentin mehrere Schießfehler zu kompensieren. Bei den Weltmeisterschaften 2008 gewann sie den Massenstart mit vier Fehlschüssen gegen Tora Berger, die die Scheiben nur einmal nicht traf. Neuner war auf der Strecke fast eine Minute schneller, egalisierte damit die drei zusätzlichen Strafrunden und kam mit einem knappen Vorsprung ins Ziel. In der Saison 2007/2008 belegte sie sowohl im Verfolgungs- als auch im Massenstartrennen von Antholz mit jeweils sechs Schießfehlern noch Platz vier.

Schon in der Jugendzeit hielt sie dem Niveau höherer Altersklassen sowie gleichaltriger männlicher Trainings- und Wettkampfpartner stand.[2] Bei ihren ersten Einsätzen als Seniorin im Europacup konnte sie sich insbesondere mit starker Konkurrenz aus Russland um Anna Bulygina und Oksana Neupokojewa messen. Ihre Laufleistungen blieben auch nach dem Wechsel in den Seniorenbereich konstant hoch; in der Saison 2005/2006 lief sie in vier von zehn Europacuprennen Bestzeit.

Anders verlief dagegen das Weltcupdebüt im Januar 2006: Teamkollegin Kati Wilhelm hatte auf der kurzen Sprintdistanz über eine Minute Vorsprung in der Spur. Neuner kam auf der Strecke auf Platz 23 und stürzte beim Zieleinlauf.[2] Auch andere gute Läuferinnen wie Uschi Disl, Andrea Henkel, die Französin Sandrine Bailly und die Schwedin Anna Carin Zidek – in den Folgejahren eine der stärksten Konkurrentinnen – konnten sich zu dieser Zeit noch recht deutlich absetzen. Beim vorletzten Weltcup in Kontiolahti verringerten sich die Zeitabstände. Neuner erreichte bei der Verfolgung mit Rang vier ihre beste Laufplatzierung in der Saison; im ersten Weltcupjahr kam sie in vier von zehn Wettbewerben unter die besten zehn. Zu Beginn der Folgesaison 2006/2007 offenbarte sie einen erneuten Leistungsschub und holte ihre erste von insgesamt sieben Laufbestzeiten (29 Prozent) beim Sprint von Östersund. Nur in einem Saisonrennen war sie nicht in den Top Ten. Mit ihren Laufergebnissen orientierte sie sich nunmehr ausschließlich an der Weltspitze. Das Steigerungspotential war aber noch nicht ausgeschöpft. Den Gesamtweltcupsieg 2007/2008 verdankte Neuner ihrer dominanten läuferischen Verfassung während der gesamten Saison. Sie war konstant unter den drei Laufbesten, in 19 von 25 Wettbewerben (76 Prozent) belegte sie zudem Platz eins. In der Endabrechnung gaben die im Vergleich zu anderen Topathletinnen erheblich schlechteren Schießergebnisse nicht mehr den Ausschlag.

In der Saison 2008/2009 lieferten wiederum Anna Carin Zidek, aber auch die erstarkte Russin Swetlana Slepzowa über einen längeren Zeitraum vergleichbare Leistungen ab. Lediglich an formstarken Tagen konnte ein erweiterter Kreis um Läuferinnen wie Kati Wilhelm, Andrea Henkel oder die Chinesin Wang Chunli ein ähnlich hohes Tempo gehen. Der Weltcupbeginn war zunächst von umgekehrten Vorzeichen geprägt: Nachdem die Saisonvorbereitung durch mehrere Krankheiten beeinträchtigt war, sprangen beim Auftakt in Östersund nur Laufplatzierungen zwischen Platz 14 und 21 heraus. Selbst ein perfektes Schießresultat im Sprint und nur ein Fehler beim Einzel glichen die physischen Defizite nicht vollständig aus. Nach dem Jahreswechsel zeigte Neuner wieder die gewohnten Stärken und lieferte in 14 der verbliebenen 18 Wettbewerbe die Laufbestzeit ab. Dieser Leistungsverlauf wiederholte sich aufgrund krankheits- oder verletzungsbedingter Ausfälle in ähnlicher Weise bei den ersten Wettkämpfen der Saison 2009/2010. In der zweiten Saisonhälfte lag sie bei den Weltcups in Antholz, Kontiolahti und Chanty-Mansijsk in allen Einzelrennen vorn und lief Bestzeit in neun der letzten 15 Wettbewerbe. Trotz ausgelassener Rennen wegen Erkältungen zum Saisonauftakt in Östersund sowie später in Antholz und Oslo untermauerte Neuner in der Saison 2010/2011 ihre Laufstärke mit Bestzeiten in 12 von 21 Einzelwettkämpfen.

Schießen

Neuner beim stehenden Anschlag in Trondheim, März 2009
Schießleistung von Neuner (Weltcup inkl. Staffelrennen ohne Mixed), Stand: nach der Saison 2010/2011, Quelle: IBU

Mit 77 Prozent durchschnittlicher Trefferquote seit ihrem Weltcupdebüt belegt Neuner einen Platz im Mittelfeld. Während eine Quote von 88 Prozent im liegenden Anschlag vergleichbar mit den Leistungen der weltbesten Schützinnen unter den Biathletinnen ist, bedeutet ein Mittel von 66 Prozent im stehenden Anschlag nur eine Platzierung auf den hinteren Rängen des Starterfeldes.

Ihre besten Schießresultate hatte Neuner 2009/2010 und 2010/2011 mit einer Gesamtquote von jeweils 81 Prozent, ihr schlechtestes Ergebnis in der Saison des ersten Gesamtweltcupsieges 2007/2008 mit 73 Prozent. Die Treffgenauigkeit lag damit etwa zehn Prozent unterhalb der Vergleichswerte der Siegerinnen aus den Vorjahren (Andrea Henkel: 84 Prozent, Kati Wilhelm: 87 Prozent und Sandrine Bailly: 81 Prozent). Helena Ekholm schaffte in der Saison 2008/2009 einen Schnitt von 89 Prozent. Bei ihren Erfolgen profitierte Neuner demnach überwiegend von ihrer Laufstärke. Ausnahme bildete der Weltcupsieg 2008/2009 in der schießlastigen Einzeldisziplin, für den sie eine überdurchschnittliche Quote von 88 Prozent benötigte.

Seit Beginn ihrer Profilaufbahn schoss Neuner in fünf Rennen fehlerfrei, zuletzt zweimal nacheinander in der Mixed-Staffel und im Sprint bei den Weltmeisterschaften 2011 in Chanty-Mansijsk. Die schlechteste Bilanz mit insgesamt neun Schießfehlern verbuchte sie bei der Verfolgung in Hochfilzen im Dezember 2008. Den folgenschwersten Leistungsabfall hatte Neuner beim Massenstart von Antholz im Januar 2009: Mit 15 Treffern und über 50 Sekunden Vorsprung auf die Zweitplatzierte verfehlte sie beim zweiten Stehendschießen alle Scheiben und fiel nach fünf Strafrunden auf Platz sieben zurück.

Neuners unbeständige Schießleistungen sind charakteristisch für den bisherigen Karriereverlauf und wurden wiederholt in den Medien thematisiert. Eigenen Äußerungen zufolge trug die Fixierung der Öffentlichkeit auf diese Schwäche neben fehlender Erfahrung mit dazu bei, dass sie den Stresssituationen im Wettkampf trotz stabiler Trainingsergebnisse nicht durchgängig gewachsen war.[30] Im Dezember 2006 lief Neuner erstmals in einem Weltcuprennen mit Ohrenstöpseln, um sich am Schießstand besser konzentrieren zu können. Diese Methode wendete sie seitdem häufiger bei den publikumswirksamen Veranstaltungen im eigenen Land an.[31] Im Sommer 2008 nahm Neuner Sondertraining beim früheren Weltmeister der Sportschützen Rudi Krenn[32] und ließ sich neben technischen Korrekturen am Anschlag im darauf folgenden Jahr einen neuen Schaft bauen[33]. Darüber hinaus arbeitete sie zeitweise mit einem Mentaltrainer zusammen[30][34] und praktizierte gemeinsam mit der Mannschaft durch Musik unterstützte Entspannungsverfahren nach der Methode der Audiovisuellen Wahrnehmungsförderung (AVWF)[33][35]. In der Saison 2009/2010 verbesserte Neuner die Quote im stehenden Anschlag im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozentpunkte auf 71 Prozent und in der Folgesaison um drei weitere Prozentpunkte. Da sich die Quote im Liegendschießen in der Saison 2010/2011 um dieselbe Prozentzahl verringerte, ist tendenziell eine Annäherung der Leistungen in beiden Anschlägen zu konstatieren (14 Prozent Abstand gegenüber 20 Prozent in den beiden Vorjahren und 27 Prozent in der Saison 2007/2008).

Persönliches

Neuner in Wallgau, Mai 2009
Unterschrift von Neuner

Neuner, von ihrem Umfeld kurz „Lena“ genannt, lebt seit ihrer Kindheit in Wallgau. Sie hat als Zweitälteste drei Geschwister, von denen die jüngere Schwester Anna (* 1994) ebenfalls Biathletin ist.[3] Im Sommer 2007 zog Neuner vom elterlichen Heim in eine eigene Wohnung im Haus ihrer Großmutter.[30]

Privat interessiert sich Neuner besonders für das Stricken. Neben ihrem offiziellen Webauftritt führt sie eine weitere Internetseite rund um ihr Hobby, die von einem Sponsor bereitgestellt wurde.[5] 2010 und 2011 veröffentlichte sie die beiden Handarbeitsbücher Sieger-Maschen und Strickfilzen mit Magdalena Neuner und steuerte für das Werk Easy style: Stricken für Einsteigerinnen einen Strickkurs auf DVD bei. Außerdem nehmen sportliche Betätigungen wie Radfahren, Wandern und Schwimmen bei der 165 cm großen Athletin während der Freizeit einen hohen Stellenwert ein.[32] Neuner spielt zuweilen Harfe im Kreise ihrer Familie. Die Vorliebe für Musik ist auch familiären Ursprungs; ihr Vater dirigiert die örtliche Blasmusikkapelle, ihr älterer Bruder spielt in der Gruppe Die 3-einigen Musikanten und ihr Cousin in der Punkband Beeswax.[31]

Nach eigenen Äußerungen sind Magdalena Forsberg und Martina Beck ihre sportlichen Vorbilder[36], zu denen sie auch Ole Einar Bjørndalen und Skirennläufer Bode Miller zählt.[37][38] Beck war bis zu ihrem Karriereende im März 2010 Neuners Trainingspartnerin am Stützpunkt in Mittenwald und Kaltenbrunn.[39] Zu ihren Freundinnen gehören auch aktive Teamkolleginnen aus derselben Trainingsgruppe wie Miriam Gössner und Nadine Horchler, mit denen sie während der Weltcupsaison zeitweise das Hotelzimmer teilt.[40][41]

Seit 2008 engagiert sich Neuner für die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.[42] Sie war zudem Mitglied im Kuratorium der Münchener Bewerbungsgesellschaft während der Kandidatur für die Olympischen Winterspiele 2018 sowie Städtebotschafterin für Augsburg bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011. Eine ungewöhnliche Patenschaft übernahm sie Ende Mai 2008 für einen neugeborenen Elch nach einem Besuch der Elchfarm Moose Garden am Rande der Weltmeisterschaften von Östersund.[43]

Seit November 2011 führt Neuner einen Blog auf der deutschen Webpräsenz des Sportfernsehsenders Eurosport.[44]

Öffentliche Wahrnehmung

Bereits Neuners erster Weltcupsieg im Januar 2007 rief ein großes Medienecho hervor.[45] Zu jener Zeit galt sie in Expertenkreisen als aufstrebendes Talent, obgleich die Werbewirtschaft schon frühzeitig von ihrem Vermarktungspotential überzeugt war.[46] Einen Monat später setzte die Resonanz nach den drei WM-Titeln von Antholz neue Maßstäbe in der ohnehin beim Publikum beliebten Wintersportart. Nicht nur die Interviewwünsche bei Fernsehanstalten, Tageszeitungen und Nachrichtenmagazinen stiegen sprunghaft an, in kürzester Zeit kamen über 80 seriöse Sponsorenanfragen zusammen.[5] Die Boulevardpresse gab der Sportlerin Beinamen wie „Laufwunder“, „Gold-Lena“ und „Turbo-Neuner“. Andere Medien zogen Parallelen zu den Karriereverläufen von Steffi Graf und Franziska van Almsick.[46] Mit Fanklubs in Ländern wie Russland und Tschechien erreichte ihre Popularität auch das Ausland.[47]

Bodenständigkeit und Natürlichkeit gepaart mit Professionalität und Eloquenz sind Eigenschaften, die im Zusammenhang mit ihrem Auftreten wiederholt genannt wurden und ihr Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit prägten. Um die Begehrlichkeiten der Wirtschaft nach den ersten großen Erfolgen nicht ausufern zu lassen, wählte Neuner zusammen mit ihrem damaligen Manager Stephan Peplies den Weg der „sanften Vermarktung“.[5] Die Auswahl der Sponsoren orientierte sich anfangs maßgeblich an der Eignung eines Produktes im Hinblick auf ihre Persönlichkeit. Nach den WM-Erfolgen von Östersund und dem Sieg im Gesamtweltcup erreichte das öffentliche Interesse im Frühjahr 2008 einen weiteren Höhepunkt.[47] Der gesteigerte Marktwert verhalf ihr zu neuen Werbeverträgen, unter anderem mit einer Großbank und einem Strickgarnhersteller. Sie stand zudem Modell bei Fotoshootings und drehte Werbespots für eine Telefonauskunft sowie ein Computerspiel. Kurz vor den Olympischen Winterspielen 2010 wechselte sie das Management und startete eine Zusammenarbeit mit Stefan Schwarzbach, Sprecher des Deutschen Skiverbandes, und der von ihm gegründeten Agentur Triceps.[48] Seit März 2010 wirbt sie neben anderen deutschen Biathleten für eine Brauerei, die auch als Premiumsponsor im Biathlon-Weltcup fungiert. Mit dieser Neuausrichtung vollzog Neuner nach eigener Aussage einen Imagewechsel.[49] Gab sie noch im Februar 2007 vor Journalisten eine abschlägige Antwort auf eine Anfrage des Magazins Playboy, so zeigte sie sich im Juni 2010 bei einer Werbekampagne eines Textilherstellers für Unterwäsche in körperbetonter Pose.[50] Im September 2011 repräsentierte sie den Olympiastützpunkt Bayern als offiziellen Partner bei einer Werbeaktion für die Produkte eines Babynahrungsherstellers.[51]

Über die Wettkämpfe hinaus hatte Neuner Fernsehauftritte bei Stern TV sowie in mehreren Ausgaben der Sportsendung Blickpunkt Sport des Bayerischen Rundfunks. Am 17. Dezember 2007 wurde die Sendung aus ihrem Heimatort Wallgau übertragen. An der Seite ihrer Teamkolleginnen gab sie im 2007 erschienenen Dokumentarfilm Mit den Waffen einer Frau – Gold im Visier! Einblicke in den Trainings- und Wettkampfalltag. Gemeinsam mit Kati Wilhelm und Andrea Henkel war sie am 29. März 2008 Wettpatin bei der ZDF-Fernsehshow Wetten, dass..? und am 6. März 2010 alleiniger Studiogast in der ZDF-Sportsendung das aktuelle sportstudio.

Anfang November 2011 übernahm Neuner eine Gastrolle in vier Folgen der ARD-Fernsehserie Sturm der Liebe.[52]

Auszeichnungen und Ehrungen

Auszeichnung Sportlerin des Jahres 2007, ausgestellt im Wallgauer Rathaus, Mai 2011
Fair-Play-Plakette 2010
Magdalena-Neuner-Loipe in Wallgau, Februar 2010

Als 17-jährige Juniorin gewann Neuner am 5. Juli 2004 den Bayerischen Sportpreis in der Kategorie Herausragende Nachwuchssportlerin, überreicht von der damaligen Kultusministerin Monika Hohlmeier.[53] Nach ihren ersten Erfolgen bei Weltmeisterschaften folgten im Jahr 2007 weitere Ehrungen mit überregionaler Bedeutung, die sie 2008 zum Teil verteidigte. Der Deutsche Skiverband benannte im Oktober 2007 zum ersten Mal seit seiner Gründung zwei Preisträger in derselben Disziplin. So erhielt Neuner zusammen mit Gesamtweltcupsiegerin Andrea Henkel den Goldenen Ski, die höchste Auszeichnung des DSV.[54] Im Folgejahr wurden beide Athletinnen abermals gemeinsam geehrt, nachdem Neuner ihre Mannschaftskollegin als Beste im Gesamtweltcup abgelöst hatte.[55]

Anfang November 2007 siegte Neuner im dritten Anlauf bei der Wahl zur Juniorsportlerin des Jahres, die von der Stiftung Deutsche Sporthilfe veranstaltet wird.[56] Mit 97 von 100 möglichen Jury-Punkten erreichte sie ein fast einstimmiges Ergebnis, das im Jahr darauf mit 99 Punkten noch übertroffen wurde.[57] Neben Björn Kircheisen ist sie die zweite Athletin, deren Leistungen mit zwei Titeln in aufeinander folgenden Jahren gewürdigt wurden. Zum Ausklang des Sportjahres wählten die deutschen Sportjournalisten Neuner zur Sportlerin des Jahres.[58] Bei der Gala am 22. Dezember 2007 hatte sie als dritte siegreiche Biathletin hintereinander mit insgesamt 3410 Punkten über 1000 Punkte Vorsprung vor der Zweitplatzierten Franka Dietzsch. Die Laudatio hielt ihr Verwandter Albert Neuner, ebenfalls Biathlet beim SC Wallgau. Bei der Wahl im Jahr 2008 belegte sie mit 1545 Punkten hinter Britta Steffen und Britta Heidemann den dritten Rang.

Für ihren Startverzicht in der olympischen Biathlonstaffel 2010 zugunsten von Teamkollegin Martina Beck erhielt Neuner die Fair-Play-Plakette von der Deutschen Olympischen Gesellschaft.[59] Bei der Schlussfeier trug sie die deutsche Fahne.[60] Der damalige Bundespräsident Horst Köhler verlieh Neuner am 30. April 2010 zusammen mit den anderen deutschen Medaillengewinnern das Silberne Lorbeerblatt.[61] Gemeinsam mit den bayerischen Medaillengewinnern nahm sie am 17. Juli 2010 aus den Händen von Laudator Ottfried Fischer zum zweiten Mal nach 2004 den Bayerischen Sportpreis in Empfang.[62] Bereits vor Beginn der Olympischen Winterspiele und einen Tag nach ihrem 23. Geburtstag eröffneten Vertreter der Gemeinde Wallgau in der Nähe des Elternhauses eine nach ihr benannte Langlaufloipe.[63] Bürgermeister Hansjörg Zahler zeichnete Neuner anlässlich eines Empfangs am 5. März 2010 mit der Ehrenbürgerschaft aus.[64] Bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres am 19. Dezember 2010 kam sie mit einem Rückstand von nur 36 Stimmen hinter Skirennläuferin Maria Höfl-Riesch auf den zweiten Platz.[65] Ende Oktober 2011 wurde sie nach 2007, 2008 und 2010[66] zum vierten Mal mit dem Goldenen Ski geehrt.[67]

Darüber hinaus lag Neuner auch bei Leser- und Zuschauerwahlen vorn. Sie gewann unter anderem fünfmal den Winterstar (2007, 2008, 2010 und 2011 in der Kategorie Beste Sportlerin sowie 2007 in der Kategorie Beste Mannschaft), der vom Bayerischen Fernsehen vergeben wird.[68] Die von der Deutschen Sporthilfe geförderten Athleten wählten sie im Februar 2010 und März 2011 jeweils zur Sportlerin des Monats.[69][70] Die Sport-Bild kürte sie sowohl in einer internen Wertung als auch bei einer repräsentativen Umfrage zur Sportlerin des Jahres 2010.[71][72] Weitere Preise internationaler Fachjurys aus Trainern und Journalisten kamen über die Jahre hinzu.

Bilanz im Weltcup und bei Titelkämpfen

Weltcupplatzierungen

Die Tabelle zeigt die erreichten Platzierungen im Einzelnen.

  • Platz 1.–3.: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Staffel: inklusive Mixed-Staffel
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz 1 10 6 7 12 36
2. Platz 3 5 1 5 14
3. Platz 1 8 1 2 12
Top 10 9 35 26 20 19 109
Punkteränge 12 49 37 25 19 142
Starts 13 50 38 25 19 145
Stand: nach der Saison 2010/2011

Weltcupsiege

Alle Siege bei Biathlon-Weltcups, getrennt aufgelistet nach Einzel- und Staffelrennen. Durch Anklicken des Symbols im Tabellenkopf sind die Spalten sortierbar.

Einzelrennen Staffelrennen
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 5. Januar 2007 DeutschlandDeutschland Oberhof Sprint
2. 3. Februar 2007 ItalienItalien Antholz(ws1) Sprint
3. 4. Februar 2007 ItalienItalien Antholz(ws1) Verfolgung
4. 10. März 2007 NorwegenNorwegen Oslo Verfolgung
5. 11. März 2007 NorwegenNorwegen Oslo Massenstart
6. 15. März 2007 RusslandRussland Chanty-Mansijsk Sprint
7. 17. März 2007 RusslandRussland Chanty-Mansijsk Verfolgung
8. 6. Januar 2008 DeutschlandDeutschland Oberhof Massenstart
9. 16. Februar 2008 SchwedenSchweden Östersund(ws2) Massenstart
10. 28. Februar 2008 Korea SudSüdkorea Pyeongchang Sprint
11. 6. März 2008 RusslandRussland Chanty-Mansijsk Sprint
12. 16. Januar 2009 DeutschlandDeutschland Ruhpolding Sprint
13. 18. Januar 2009 DeutschlandDeutschland Ruhpolding Verfolgung
14. 28. März 2009 RusslandRussland Chanty-Mansijsk Verfolgung
15. 20. Januar 2010 ItalienItalien Antholz Einzel
16. 22. Januar 2010 ItalienItalien Antholz Sprint
17. 16. Februar 2010 KanadaKanada Vancouver(ws3) Verfolgung
18. 21. Februar 2010 KanadaKanada Vancouver(ws3) Massenstart
19. 27. März 2010 RusslandRussland Chanty-Mansijsk Massenstart
20. 18. Dezember 2010 SlowenienSlowenien Pokljuka Sprint
21. 13. Februar 2011 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Fort Kent Massenstart
22. 5. März 2011 RusslandRussland Chanty-Mansijsk(ws5) Sprint
23. 12. März 2011 RusslandRussland Chanty-Mansijsk(ws5) Massenstart
24. 17. März 2011 NorwegenNorwegen Oslo Sprint
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 11. Februar 2007 ItalienItalien Antholz(ws1) Staffel
2. 16. Dezember 2007 SlowenienSlowenien Pokljuka Staffel
3. 9. Januar 2008 DeutschlandDeutschland Ruhpolding Staffel
4. 12. Februar 2008 SchwedenSchweden Östersund(ws2) Mixed-Staffel
5. 17. Februar 2008 SchwedenSchweden Östersund(ws2) Staffel
6. 21. Dezember 2008 OsterreichÖsterreich Hochfilzen Staffel
7. 14. Januar 2009 DeutschlandDeutschland Ruhpolding Staffel
8. 14. März 2009 KanadaKanada Vancouver Staffel
9. 28. März 2010 RusslandRussland Chanty-Mansijsk(ws4) Mixed-Staffel
10. 11. Dezember 2010 OsterreichÖsterreich Hochfilzen Staffel
11. 5. Februar 2011 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Presque Isle Mixed-Staffel
12. 13. März 2011 RusslandRussland Chanty-Mansijsk(ws5) Staffel
(ws1) Biathlon-Weltmeisterschaften 2007
(ws2) Biathlon-Weltmeisterschaften 2008
(ws3) Olympische Winterspiele 2010
(ws4) Biathlon-Mixed-Staffel-Weltmeisterschaft 2010
(ws5) Biathlon-Weltmeisterschaften 2011

Weltcupwertungen

Kristallkugeln für Gesamt- und Disziplinenweltcups und Auszeichnung Sportlerin des Jahres 2007

Ergebnisse bei Biathlon-Weltcups (Disziplinen- und Gesamtweltcup) gemäß Punktesystem

Saison Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Gesamt
Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz
2005/06 65 33. 65 30. 34 30. 164 34.
2006/07 34 25. 285 4. 283 2. 114 10. 720 4.
2007/08 33 20. 326 1. 232 5. 186 1. 818 1.
2008/09 129 1. 358 2. 231 5. 146 8. 891 4.
2009/10 114 6. 334 2. 256 1. 216 1. 933 1.
2010/11 99 14. 404 1. 221 6. 228 2. 952 5.

Olympische Winterspiele

Goldmedaille bei der Verfolgung der Olympischen Winterspiele 2010

Ergebnisse bei Olympischen Winterspielen

Olympische Winterspiele Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel
Jahr Ort
2010 KanadaKanada Vancouver 10. Silber (2.) Gold (1.) Gold (1.) DNS

Weltmeisterschaften

Goldmedaille beim Sprint der Weltmeisterschaften 2011

Ergebnisse bei Biathlon-Weltmeisterschaften

Weltmeisterschaft Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Mixed-Staffel
Jahr Ort
2007 ItalienItalien Antholz DNS 1. 1. 14. 1. DNS
2008 SchwedenSchweden Östersund DNS 17. 6. 1. 1. 1.
2009 Korea SudSüdkorea Pyeongchang DNS 8. 11. 7. 2. DNS
2010 RusslandRussland Chanty-Mansijsk 1.
2011 RusslandRussland Chanty-Mansijsk 5. 1. 2. 1. 1. 2.

Juniorenweltmeisterschaften

Goldmedaille bei der Verfolgung der Juniorenweltmeisterschaften 2008

Ergebnisse bei Biathlon-Weltmeisterschaften der Junioren

Weltmeisterschaft Einzel Sprint Verfolgung Staffel
Jahr Ort
2004 FrankreichFrankreich Haute-Maurienne DNS 1. 2. 1.
2005 FinnlandFinnland Kontiolahti 4. 1. 2. 2.
2006 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Presque Isle 7. 2. 1. 1.
2007 ItalienItalien Martell DNS
2008 DeutschlandDeutschland Ruhpolding DNS 1. 1. DNS

Europameisterschaften

Ergebnisse bei Biathlon-Europameisterschaften

Europameisterschaft Einzel Sprint Verfolgung Staffel
Jahr Ort
2006 DeutschlandDeutschland Langdorf DNS 29. 13. 3.

Sommerbiathlon-Weltmeisterschaften

Ergebnisse bei Sommerbiathlon-Weltmeisterschaften (Rollski)

Weltmeisterschaft Sprint Verfolgung Mixed-Staffel
Jahr Ort
2009 DeutschlandDeutschland Oberhof 1. 1. 1.

Deutsche Meisterschaften

Ergebnisse bei Deutschen Meisterschaften im Biathlon (Rollski)

Deutsche Meisterschaft Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Mixed-Staffel
Jahr Orte
2005 Ruhpolding, Altenberg, Oberhof 14. 20. 8. DNS 2. 3.
2006 Altenberg, Oberhof, Ruhpolding 14. 11.(dm1) 15. 4.
2007 Oberhof, Altenberg, Ruhpolding 2. 6. 8. DNS DNS
2008 Ruhpolding, Langdorf, Oberhof 5. 5.(dm2) 4. 2. (3.)(dm3)
2009 Ruhpolding, Altenberg 5. 5. 5. 1. 1.
2010 Oberhof, Willingen 1. 5. 5. 2. DNS 1.
2011 Langdorf, Ruhpolding 9. 1. 1. 1. 3. 1.
(dm1) 2006 wurden zwei weitere Sprintrennen über die normale Distanz von 7,5 Kilometer ausgetragen, die nicht Teil des offiziellen Wettkampfprogrammes waren. Beim ersten Sprint unter Staffelbedingungen waren pro Schießeinlage bis zu drei Nachlader erlaubt. Beim zweiten sogenannten Formel-1-Sprint fand zusätzlich eine schießlastige Qualifikation als Vorkampf statt. Neuner belegte in den Rennen die Plätze neun und 14.
(dm2) Beim 2008 ebenfalls ausgetragenen Formel-1-Sprint kam Neuner auf Platz sieben.
(dm3) Die Staffel wurde nicht offiziell gewertet, da die Läuferinnen nicht demselben Landesverband angehörten.

Literatur

Werke

  • Magdalena Neuner, Nicolas Olonetzky: Sieger-Maschen. Stricken mit Magdalena Neuner. 1. Auflage. Frechverlag, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-7724-6730-1 (144 Seiten).
  • Magdalena Neuner: Strickfilzen mit Magdalena Neuner. 1. Auflage. Frechverlag, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-7724-6754-7 (96 Seiten).

Artikel

Interviews

Videos

Anmerkungen

(a) Jüngste Weltcupsiegerin aller Zeiten ist Jiřina Pelcová, die am 22. November 1969 geboren wurde und den Titel in der Saison 1989/1990 noch zu Zeiten des Vorgängerverbandes UIPMB im Alter von 20 Jahren gewann. Wird die offiziell noch als Europacup bezeichnete Saison 1982/1983 zusätzlich als Wettbewerb der weltbesten Athleten gewertet, dann liegt die 1963 geborene Gesamtsiegerin Gry Østvik in der Altersstatistik ebenfalls vor Neuner.

Weblinks

 Commons: Magdalena Neuner – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wikinews Wikinews: Magdalena Neuner – in den Nachrichten

Einzelnachweise

  1. a b Magdalena Neuner – Vita. In: magdalena-neuner.de. Triceps, abgerufen am 16. September 2010.
  2. a b c d Paul und Margit Neuner: Magdalenas Werdegang. In: magdalena-strickt.de. LANA GROSSA, abgerufen am 16. September 2010.
  3. a b Magdalena Neuner (SC Wallgau). In: bsv-ski.de. Bayerischer Skiverband, 12. September 2002, abgerufen am 13. Juli 2009.
  4. Ulli Spengler: Deutschlandpokal Martell. In: bsv-ski.de. Bayerischer Skiverband, 28. Dezember 2003, abgerufen am 13. Juli 2009.
  5. a b c d e Helen Ruwald: Eine selbst gestrickte Karriere. In: Tagesspiegel, 25. November 2007
  6. Nadine Gärtner: Magdalena Neuner – Deutschlands Hoffnung für die Zukunft. In: LIVE-Wintersport.com. Movetec, 21. März 2006, abgerufen am 13. Juli 2009.
  7. IBU DATACENTER / Schedule. In: biathlonworld.com. IBU International Biathlon Union, abgerufen am 13. Juli 2009 (englisch, PDF Files: Competition Analysis).
  8. Uwe Jentzsch, dpa: Henkel und Greis verteidigen „Gelb“. In: Tagesspiegel, 7. Januar 2007
  9. „Mit dem Schießen müsste es gehen“. In: kicker online. Olympia-Verlag, 7. Februar 2008, abgerufen am 13. Juli 2009.
  10. Kathleen Lindau: Sieg für Sandrine Bailly in der Verfolgung. In: biathlon2b.com. XNX, 1. März 2008, abgerufen am 3. Juni 2010.
  11. Sport-Informations-Dienst: Magdalena Neuners Zwangspause ist vorbei. In: FOCUS Online. TOMORROW FOCUS Portal, 19. November 2008, abgerufen am 13. Juli 2009.
  12. Deutsche Presse-Agentur: Auszeit für Neuner bei Biathlon-WM. In: FOCUS Online. TOMORROW FOCUS Portal, 16. Februar 2009, abgerufen am 13. Juli 2009.
  13. Sport-Informations-Dienst: Ohne Neuner in den ersten Weltcup. In: FOCUS Online. TOMORROW FOCUS Portal, 2. Dezember 2009, abgerufen am 20. Dezember 2009.
  14. Sport-Informations-Dienst: Neuner sagt für den Oberhofer Massenstart ab. In: FOCUS Online. TOMORROW FOCUS Portal, 9. Januar 2010, abgerufen am 24. Januar 2010.
  15. Sport-Informations-Dienst: Neuner gewinnt Gold. In: sueddeutsche.de. 16. Februar 2010, abgerufen am 20. Februar 2010.
  16. Neuner verzichtet nach zweitem Gold auf Staffelstart. In: Spiegel Online – Sport, 22. Februar 2010
  17. Sport-Informations-Dienst: Behle rechnet mit den Frauen ab. In: RP ONLINE. RP ONLINE, 4. Januar 2010, abgerufen am 24. Januar 2010.
  18. Sport-Informations-Dienst: Behle kann sich Neuner bei Olympia vorstellen. In: FOCUS Online. TOMORROW FOCUS Portal, 12. November 2009, abgerufen am 24. Januar 2010.
  19. Neuner gewinnt Gesamtweltcup zum zweiten Mal. In: WELT ONLINE, 27. März 2010
  20. Sport-Informations-Dienst: Keine Freifahrt für Gold-Lena. In: ABENDZEITUNG München Online. Verlag DIE ABENDZEITUNG, 18. Oktober 2010, abgerufen am 8. Oktober 2011.
  21. Sport-Informations-Dienst: Kranke Neuner fehlt wieder beim Weltcup-Auftakt. In: FOCUS Online. TOMORROW FOCUS Portal, 26. November 2010, abgerufen am 13. Dezember 2010.
  22. Sport-Informations-Dienst: Neuner gewinnt neuntes WM-Gold im Massenstart. In: FOCUS Online. TOMORROW FOCUS Portal, 12. März 2011, abgerufen am 12. März 2011.
  23. Sport-Informations-Dienst: Sport News Neuner erfolgreichste Biathletin der WM-Geschichte. In: zeit.de. ZEIT Online, 13. März 2011, abgerufen am 17. März 2011.
  24. Viktoria Franke: Stars bei City-Sprint in Garmisch. In: biathlon.xc-ski.de. XNX, 21. Dezember 2006, abgerufen am 19. Februar 2011.
  25. Christian Fellner: Biathlon-Citysprint in Garmisch-Partenkirchen. In: bsv-ski.de. Bayerischer Skiverband, 31. Dezember 2005, abgerufen am 19. Februar 2011.
  26. City-Biathlon. Ski-Club Garmisch, 3. Januar 2011, abgerufen am 19. Februar 2011.
  27. 2. ENTEGA-Team-Biathlon in Bürstadt. Der Magistrat der Stadt Lorsch, 6. Juni 2010, abgerufen am 19. Februar 2011.
  28. Bjoerndalen und Grubben auf Schalke wieder unschlagbar. In: LIVE-Wintersport.com. Movetec, 30. Dezember 2006, abgerufen am 28. März 2011.
  29. City-Biathlon: Brunet siegt bei Frauen, Neuner bei Premiere Zweite. biathlon-online.de, 7. August 2011, abgerufen am 7. August 2011.
  30. a b c Alexandra Gross: Magdalena Neuner und ihre schwierigste Saison. In: WELT ONLINE, 1. Dezember 2007
  31. a b Christian Tretbar: Mit Musik zum Sieg. In: Tagesspiegel, 24. Dezember 2007
  32. a b Robert Dunker: Magdalena Neuner ist ein Volltreffer. In: WELT ONLINE, 8. Dezember 2008
  33. a b Klaus Vestewig: Magdalena Neuner kehrt nach Zwangspause neuorientiert zurück. In: tagblatt.de. Schwäbisches Tagblatt, 15. Januar 2010, abgerufen am 4. Februar 2010.
  34. Magdalena Neuner: „Vor Olympia gibt es keine Experimente“. biathlon-online.de, 17. September 2009, abgerufen am 3. Juni 2010.
  35. Biathlon-WC Antholz: Musik im Ohr. biathlon-online.de, 22. Januar 2010, abgerufen am 3. Juni 2010.
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  37. Sport-Informations-Dienst: Der große Triumph der Magdalena Neuner. In: RP ONLINE. RP ONLINE, 16. März 2008, abgerufen am 13. Juli 2009.
  38. Sport-Informations-Dienst: Neuner träumt von Bode Miller. In: RP ONLINE. RP ONLINE, 9. Februar 2010, abgerufen am 8. Oktober 2011.
  39. Patrick Reichelt: „Ein absoluter Traum“. In: merkur-online.de. Münchener Zeitungs-Verlag, 14. April 2009, abgerufen am 31. Oktober 2010.
  40. Was Gössner an ihrer Kollegin Neuner bewundert. In: WELT ONLINE, 4. März 2011
  41. Nadine Horchler startet im Weltcup. In: Waldeckische Landeszeitung/Frankenberger Zeitung, 7. März 2011
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  45. Die fesche neue Zugnummer. In: merkur-online.de. Münchener Zeitungs-Verlag, 12. Januar 2007, abgerufen am 13. Juli 2009.
  46. a b In einer Liga mit Graf und Becker? In: merkur-online.de. Münchener Zeitungs-Verlag, 5. Februar 2007, abgerufen am 13. Juli 2009.
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  51. Olympiastützpunkt verordnet Stars Babynahrung. In: Berliner Kurier, 27. September 2011
  52. Lena Meyer: Biathletin Neuner zu Gast in „Sturm der Liebe“. In: merkur-online.de. Münchener Zeitungs-Verlag, 3. November 2011, abgerufen am 3. November 2011.
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  55. Henkel, Neuner und Wolf erhalten „Goldenen Ski“ des DSV. biathlon-online.de, 16. Oktober 2008, abgerufen am 3. Juni 2010.
  56. Magdalena Neuner ist Juniorsportlerin des Jahres. biathlon-online.de, 10. November 2007, abgerufen am 3. Juni 2010.
  57. Magdalena Neuner verteidigt „Juniorsportler“-Titel. biathlon-online.de, 1. November 2008, abgerufen am 3. Juni 2010.
  58. Neuner, Hambüchen und DHB ausgezeichnet. In: Süddeutsche Zeitung, 22. Dezember 2007
  59. Fair Play Medaille an Magdalena Neuner vergeben. biathlon-online.de, 7. Juni 2010, abgerufen am 10. Juni 2010.
  60. Sport-Informations-Dienst: Magdalena Neuner trägt die deutsche Fahne. In: FOCUS Online. TOMORROW FOCUS Portal, 27. Februar 2010, abgerufen am 3. Juni 2010.
  61. Olympioniken erhalten Silbernes Lorbeerblatt. Deutscher Olympischer Sportbund, 30. April 2010, abgerufen am 8. Oktober 2011.
  62. Große Ehre für WM-Torjäger Müller. In: merkur-online.de. Münchener Zeitungs-Verlag, 17. Juli 2010, abgerufen am 17. Juli 2010.
  63. Neue Loipe – Auf den Spuren von „Gold-Lena“. Tourist-Information Wallgau, 10. Februar 2010, abgerufen am 17. Februar 2010.
  64. Sport-Informations-Dienst: Neuner wünscht sich die Normalität zurück. In: FOCUS Online. TOMORROW FOCUS Portal, 5. März 2010, abgerufen am 5. März 2010.
  65. Vettel und Riesch sind Sportler des Jahres. In: Süddeutsche Zeitung, 19. Dezember 2010
  66. Sport-Informations-Dienst: Neuner und Riesch mit Goldenem Ski ausgezeichnet. In: zeit.de. ZEIT Online, 27. Oktober 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010.
  67. Sport-Informations-Dienst: Deutscher Skiverband verleiht Goldenen Ski. In: FOCUS Online. TOMORROW FOCUS Portal, 28. Oktober 2011, abgerufen am 28. Oktober 2011.
  68. Markus Lüttgens: Magdalena Neuner zum vierten Mal mit dem „WinterStar“ ausgezeichnet. biathlon-online.de, 21. März 2011, abgerufen am 22. März 2011.
  69. Magdalena Neuner ist „Sportlerin des Monats“ Februar. Stiftung Deutsche Sporthilfe, 2010, abgerufen am 7. April 2011.
  70. Magdalena Neuner ist „Sportlerin des Monats“ März. Stiftung Deutsche Sporthilfe, 2011, abgerufen am 7. April 2011.
  71. SPORT BILD-Award 2010: Fußball-Nationalspieler Thomas Müller wird „Sportler des Jahres“. In: axelspringer.de. Axel Springer, 1. September 2010, abgerufen am 1. September 2010.
  72. Vettel, Neuner, Klopp und die DFB-Elf sind Helden des Jahres. In: sportbild.bild.de. BILD digital, 14. Dezember 2010, abgerufen am 20. Dezember 2010.

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