Deutsche Burschenschaft

Deutsche Burschenschaft
Das Wappen der Deutschen Burschenschaft

Die Deutsche Burschenschaft (DB) ist ein Korporationsverband von Studentenverbindungen in Deutschland und Österreich. Ihr gehören 120 Burschenschaften aus über 50 Hochschulstädten mit zusammengenommen etwa 1.300 aktiven Mitgliedern und etwa 10.000 Alten Herren an.[1][2]

Die Deutsche Burschenschaft entstand 1881 als Allgemeiner Deputierten-Convent (ADC) und erhielt ihren heutigen Namen 1902. Sie führt sich zurück auf die Ideen, die mit der Gründung der Urburschenschaft in Jena 1815 verbunden waren.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Wartburg in Eisenach – Symbol der burschenschaftlichen Bewegung (Photochromdruck um 1895)

Vorgeschichte

Zur Vorgeschichte der Deutschen Burschenschaft siehe auch: Burschenschaft

Die Burschenschaften entstanden nach den Befreiungskriegen gegen Napoleon. 1815 wurde in Jena die sogenannte Urburschenschaft gegründet, auf deren Ideen sich heute noch die meisten Burschenschaften berufen. 1818 wurde durch Burschenschaften aus 14 Universitätsstädten die Allgemeine Deutsche Burschenschaft gegründet, die alle bisherigen Studentenverbindungen ablösen sollte. Dieses Ziel der Vereinigung aller Studenten konnte letztlich aber nicht erreicht werden, da sich zum einen die burschenschaftliche Bewegung gleichzeitig zu ihrer Ausbreitung stark diversifizierte und zum anderen die überwiegende Zahl der Corps weiterhin an ihren alten Traditionen festhielt.

In der Zeit der Demagogenverfolgung zerfiel die Allgemeine Deutsche Burschenschaft, und Teile der burschenschaftlichen Bewegung radikalisierten sich. Erst nach der Deutschen Revolution von 1848/49 und dem Ende der Demagogenverfolgung schien die Gründung eines burschenschaftlichen Dachverbandes wieder möglich zu sein.

Die Gründung des ersten deutschen Nationalstaates 1871 kam durch mehrere Kriege zustande, die von schweren Wirtschaftskrisen begleitet waren. Innenpolitisch bedeutete die Reichseinigung einerseits einen enormen Schub für die Burschenschaften, die sich dem nationalen Einheitsgedanken verpflichtet hatten. Sie konnten nun selbstbewusst auftreten und Mitglieder werben. Andererseits veränderte die neue Situation die burschenschaftliche Bewegung im Deutschen Reich nachhaltig. Nach der Erfüllung der wichtigsten burschenschaftlichen Forderung wandelte sie sich von einer revolutionären Bewegung zu einer staatstragenden. Anders in Österreich, wo die Burschenschaften weiterhin fester Bestandteil der deutschnationalen und deutschfreiheitlichen Opposition blieben. In dieser Zeit gleichen sich viele Burschenschaften im Reich den Corps an, einige wenige wandelten sich sogar um und traten dem KSCV bei.

Der Allgemeine Deputierten-Convent

Das Burschenschaftsdenkmal in Eisenach vor seiner Einweihung im Jahr 1902

Die Geschichte des Dachverbandes Deutsche Burschenschaft beginnt im Jahr 1881 mit der Gründung des Allgemeinen Deputierten-Conventes. In den Jahrzehnten zuvor waren immer wieder kurzlebige Dachverbände entstanden, die aber nie die Mehrheit der Burschenschaften in sich vereinigen konnten und jeweils nach wenigen Jahren an inneren Streitigkeiten zerbrachen (Allgemeine Burschenschaft (1850), Eisenacher Burschenbund (1864), Eisenacher Konvention (1870), Eisenacher Deputierten-Convent (1874)).

Am 20. Juli 1881 luden schließlich die drei Jenaer Burschenschaften erneut nach Eisenach ein. Dort gründeten 35 Burschenschaften einen Dachverband, der den unverbindlich gehaltenen Namen Allgemeiner Deputierten-Convent (ADC) erhielt. Die Aufnahme von Burschenschaften aus Österreich wurde zunächst mit der Begründung abgelehnt, dass „der A.D.C. als solcher grundsätzlich die aktive Beteiligung an politischen Fragen verwerfe und diese den einzelnen Burschenschaften überlasse.“[3] Zwei Jahre später erstand als liberale Gegengründung der Reformburschenschaften der Allgemeine Deutsche Burschenbund.

1887 erschien als Verbandsorgan der DB erstmals die Zeitschrift Burschenschaftliche Blätter.

Nach 1880 nahm bei fast allen Dachverbänden der Korporationen im deutschen Kaiserreich und im österreichischen Kaiserreich der Antisemitismus zu. Der außerordentliche Burschentag des Jahres 1896 verlangte ein Bekenntnis seiner Mitglieder zu Deutschtum und Christentum. Die Alten Herren konnten diesen Trend, der sich auch noch nach dem Ersten Weltkrieg fortsetzte, nicht bremsen.[4]

Als 1890 die Vereinigung Alter Burschenschafter (VAB) gegründet wurde, gewannen die Alten Herren erstmals größeren Einfluss auf die Entwicklung eines burschenschaftlichen Dachverbandes. Neben dem Burschentag wurde seitdem parallel ein Altherrentag ausgerichtet. Am 22. Mai 1902 wurde in Eisenach das Burschenschaftsdenkmal eingeweiht. Im selben Jahr änderte der ADC seinen Namen in Deutsche Burschenschaft. Im Ersten Weltkrieg fielen etwa 3.500 Mitglieder der DB.

Weimarer Republik

Zunächst - etwa von der militärischen Niederlage bis zum Abschluß des Versailler Vertrages, lehnte die Burschenschaft das politische System der demokratischen Republik nicht völlig ab.[5] Besonders enttäuscht zeigten sich die Burschenschafter darüber, dass der Friede von St. Germain ihre Hoffnungen auf den Anschluß Österreichs zunichte gemacht hatte. Sie hatten als ein äußeres Zeichen für ein kommendes großdeutsches Reich die Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold begrüßt.[6]

Ausdruck des großdeutschen Selbstverständnisses der DB war ihr Zusammenschluss mit der Burschenschaft der Ostmark (BdO) im Jahre 1919, dem 1907 gegründeten Dachverband der österreichischen Burschenschaften,[7] wodurch die DB zum größten Korporationsverband anwuchs,[8] wozu auch die Aufnahme von Burschenschaften an Technischen Hochschulen beitrug.[9]

Der Burschenschafterturm bei Linz wurde 1917 von der Burschenschaft der Ostmark erworben. 1928 wurde er zum „Anschlußdenkmal“ der DB ausgebaut.

Nachdem die DB sich eine Weile aktiv für die Unterstützung der Regierung eingesetzt hatte – "allerdings nicht, um das Weimarer System zu festigen, sondern um den 'Bolschewismus' abzuwehren, beanspruchte sie nach 1924 eine führende Rolle in der völkischen Bewegung.“[10]

Schon auf dem Burschentag 1919 sprach die DB sich gegen die Übernahme von Schwarz-Rot-Gold als Reichsfarben aus, wodurch sie den Wandel der alten Position bekräftigte.[11] Sie trat damit in den "Flaggenstreit" ein, der "den Gegensatz zwischen den staats- und verfassungstragenden Kräften einerseits und den die Republik ablehnenden Gegnern bis zum Ende Weimars bestimmen (sollte)."[12] Das Symbol ihrer mittlerweile hundertjährigen Tradition sah sie durch die Übernahme durch die von ihr abgelehnte Republik in Frage gestellt. Die plötzliche Abschaffung der noch kurz zuvor im Krieg ‚ehrenvoll getragenen’ schwarz-weiß-roten Fahne widerspreche dem ‚soldatischen Empfinden’ eines deutschen Burschenschafters. Spöttisch wurde dies von Kritikern auf den Punkt gebracht, die Deutsche Burschenschaft lehne die schwarz-rot-goldene Fahne der Republik ab, ihr eigenes schwarz-rot-goldenes Band betrachte sie als ‚rein privates Vereinsemblem’.[13]

Folglich feierte sie auch nicht den Verfassungstag, sondern den Tag der Gründung des Kaiserreichs ("Reichsgründungstag") als „dies academicus“. Sie legte dies erstmals auf dem Eisenacher Burschentag 1920 fest.[14]

Dort beschloss sie auch einstimmig,[15] „die Burschenschaft steht auf dem Rassestandpunkt, deshalb dürfen nur deutsche Studenten arischer Abstammung aufgenommen werden. Der Burschentag verpflichtet die einzelnen Burschenschaften, ihre Mitglieder so zu erziehen, daß eine Heirat mit einem jüdischen oder farbigen Weib ausgeschlossen ist oder daß bei solcher Heirat der Betreffende ausscheidet."[16] Dabei mag "der Druck des österreichischen Antisemitismus", der besonders aggressiv war, in Gestalt der "Ostmark-Burschenschaften" eine wesentliche Rolle gespielt haben.[17]

Als Teil der rassevölkischen Bewegung definierte die Burschenschaft die deutsche Volksgemeinschaft auf rassischer Grundlage und schloss folglich Juden aus, so wie sie nichtjüdische Österreicher einschloss.[18] Die DB sah "die Juden als Inbegriff all dessen in der Weimarer Republik ..., was abgelehnt wurde.“[19]

Im Rückblick bewertet der Burschenschafts-Historiker Kaupp den Beschluss als "Durchbruch des verhängnisvollen Rassenantisemitismus.“[20] Einige Alte Herren empfanden den Eisenacher Beschluss als tiefe Entwürdigung und wiesen ihn entschieden zurück. Der Völkerrechtler und Pazifist Hans Wehberg (1885–1962) schrieb einen kritischen Artikel und sammelte Unterschriften gegen diesen Beschluss. Etwa 100 Alte Herren unterstützten ihn aktiv. Das war eine kleine Minderheit.[21] Der Berliner Burschenschafter und Historiker Friedrich Meinecke (1862–1954) warnte 1925 vor der antisemitischen „Verirrung und Verwirrung“: „Eine gute politische Sache wird dadurch gewiß nicht schlechter, daß sie auch von Juden vertreten wird.“[22] Der „Wehberg-Protest“ wurde vom Gesamtverband "scharf kritisiert“.[23]

Politisch war die DB ein Teil des nationalistisch-völkischen "vaterländischen" Lagers, das seit Anbeginn die demokratische Republik ablehnte und bekämpfte. Die Burschenschaften werden von dem Historiker Ingo Haar als einer der „Wehrverbände“ eingeschätzt, "die zwischen 1918 und 1923 zum aktivsten Element der antirepublikanischen Wehrverbände gehörten“.[24]

Folgende Mitgliedschaften gab es u. a.:

  • Mittelstelle für Jugendgrenzlandarbeit des annexionistischen Deutschen Schutzbunds für das Grenz- und Auslandsdeutschtum. Die Mitarbeit war Teil intensiver grenzlandpolitischer Aktivitäten, für die in der DB ein Westamt für burschenschaftliche Grenzlandarbeit, geleitet von Wolfgang Ispert, und ein Ostamt, geleitet von Walter Raschert, zuständig waren. Ispert überführte 1932 diese interne Struktur in die NSDAP.[25]
  • seit Beginn der 1920er Jahre Hochschulring Deutscher Art (HDA bzw. DHR), der sich als "völkisches Gewissen" verstand, den "übertriebenen Parlamentarismus" der DSt ablehnte und nach "Führerprinzip" organisiert war.[26]
  • Kampfbund für deutsche Kultur, der den "Boden für die Idee Adolf Hitlers auf kulturellem Felde gewinnen" wollte.[27]
  • seit 1929 Reichsausschuß für das Volksbegehren gegen den Youngplan.[28] Dort „(hatten sich) erstmals ... die republikfeindlichen Parteien und Verbände ... zusammengeschlossen",[29] unter diesen NSDAP und DNVP. Nach dem Scheitern des Volksbegehrens gründete der Vaterländische Ausschuß der DB zusammen mit NSDStB, HJ, Jungstahlhelm, Stahlhelm Studentenring, DHR und Kyffhäuser-Verband der Vereine deutscher Studenten eine „Aktion der Jugend“ gegen den Young-Plan.[30]

Seit 1920 durfte ein Burschenschafter der DB nicht zugleich in KPD oder SPD Mitglied sein, seit 1929 auch nicht mehr im Zentrum. Stattdessen sollte er die Verbände unterstützen, die der ‚Wehrhaftigkeit mit größerem Erfolg dienen als unser eigener Verband, also Stahlhelm, Nationalsozialisten, Oberland usw.’ "Richtungspolitik statt Parteipolitik" war auf die Ausrichtung auf DNVP und NSDAP reduziert.[31]

Die Deutsche Burschenschaft (wie auch andere studentische Verbände) teilte die Sympathieerklärungen des Deutschen Hochschulrings für den Hitler-Ludendorff-Putsch und dessen Opfer.[32] Der Schriftleiter Edgar Stelzner der Burschenschaftlichen Blätter bekundete unmittelbar nach dem Putsch zu den wegen Hochverrats angeklagten Vereinigungen NSDAP, Bund Oberland und Reichskriegsflagge: "Wir bekennen mit Stolz, dass in diesen Verbänden sich Burschenschafter befinden. Burschenschafter sind heute mit Zuchthaus bedroht, weil sie diesen Verbänden Treue auf dem Weg zur deutschen Freiheit halten.“[33]

Die Deutsche Burschenschaft konnte zu Beginn der 1930er Jahre auf eine ns-freundliche Tradition bereits seit dem Beginn der 1920er Jahre zurückblicken. 1930 stellte sie bei einer Besprechung des Hitler-Buches „Mein Kampf“ in den Burschenschaftlichen Blättern Übereinstimmung der Ansichten und direkte Parallelen fest.[34] Zugleich bemühte man sich jedoch um Unterscheidung, „indem man den Burschenschaften aufgrund ihrer nationalen Tradition das Urheberrecht am Nationalsozialismus zusprach und beiden Gruppen verschiedene Aufgabengebiete zuwies: den Burschenschaften die kulturellen, den Nationalsozialisten die politischen. Das sollte aber keine Verschiedenheit der Ziele bedeuten. Grundsätzliche Differenzen gab es kaum, es ging nur um Prioritäten. Meist war die Übereinstimmung komplett – aber man beharrte auf burschenschaftlicher Eigenständigkeit.“[35]

Schriftleiter des Verbandsorgans war seit 1928 bis 1932 oder 1933 Harald Laeuen. Er betrachtete es als seine Aufgabe, „an der geistigen Vorbereitung des Neubaues des Reiches zu arbeiten“, nachdem er die bestehende demokratische Republik ablehnte.[36]

Die Studentenorganisation der NSDAP war der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund (NSDStB). Es gab eine erhebliche organisatorische Schnittmenge. „Ungefähr die Hälfte der nationalsozialistischen Studenten [waren] auch Mitglieder einer Korporation“ (so in Würzburg die überwiegende Mehrheit, in Erlangen zeitweise mehr als drei Viertel, in Königsberg etwa die Hälfte), darunter viele im größten Korporationsverband, der DB.[37] Viele waren auch in der SA. Schriftleiter Laeuen reagierte 1932 in den Burschenschaftlichen Blättern mit Empörung auf das SA-Verbot, die zahlreichen Doppelmitgliedschaften hervorhebend.[38]

Im Verhältnis der DB zu NS-Organisationen gab es anders als gegenüber Linksparteien und Zentrum nie einen Unvereinbarkeitsbeschluss. Die Burschenschaften bejahten wie die Mehrheit der studentischen Verbände den „völkischen Nationalismus ..., widersprachen [aber] dem Alleinvertretungsanspruch der Nationalsozialisten.“[39]

Auf dem Burschentag von 1932 brach darüber ein Konflikt aus. Die DB beschloss, ihre Mitglieder sollten sich für einen Selbstaustritt entscheiden, falls sie Anweisungen von außerhalb der DB stehenden Personen annehmen würden.[40] Ein Schreiben des NSDStB an nationalsozialistische Delegierte des Burschentags war bekannt geworden. Diese wurden angewiesen, bestimmte Anträge zu stellen und zu unterstützen. Der Burschentag verwahrte sich gegen die „Anmaßung einer Befehlsgewalt über Burschenschafter“. Kurz vor der Machtübernahme durch NSDAP, DNVP und Stahlhelm ("Kabinett Hitler") wurde dann gemeinsam mit anderen Gruppen die Hochschulpolitische Arbeitsgemeinschaft studentischer Verbände (Hopoag) als „Völkische Front“ und „völkische Opposition“ gegen den Führungsanspruch des NSDStB gegründet. Dabei ging es ausdrücklich nicht um weltanschauliche Gegensätze, sondern um die Macht in der DSt. Man grenzte sich gegen die NSDAP mit dem Vorwurf ab, die NSDAP sei rom- und freimaurerhörig.[41]

Zeit des Nationalsozialismus

Die „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten wurde von der Führung der DB begrüßt;[42] in den Burschenschaftlichen Blättern hieß es dazu: „Was wir seit Jahren ersehnt und erstrebt und wofür wir im Geiste der Burschenschaft von 1817 jahraus, jahrein an uns gearbeitet haben, ist Tatsache geworden.“[43] Auch der Allgemeine Deutsche Waffenring (ADW), dem die DB angehörte, gab seiner Befriedigung über die „nationale Erhebung“ Ausdruck. Die „politischen Verhältnisse“ in Deutschland hätten sich „erfreulicherweise grundlegend geändert.“[44]

Noch im Frühjahr 1933 wurde die Deutsche Studentenschaft (DSt), die bereits seit 1931 vom NSDStB dominiert wurde, vollends gleichgeschaltet, die Hopoag aufgelöst. Zunächst versuchte die Führung der DSt, die Korporationsverbände zu umwerben, und bekannte sich zu den Werten des Korporationsstudententums. Noch im Jahr 1933 stellten die neuen Machthaber zudem die Mensur offiziell straffrei.[45]

Die DB wurde, wie alle Korporationsverbände, von den nationalsozialistischen Machthabern zur Einführung des Führerprinzips gezwungen.[46] Die Burschenschaften in Österreich und der Tschechoslowakei schieden daraufhin aus der DB aus und reaktivierten die Burschenschaft der Ostmark (BdO). Die Amtsträger der DB übertrugen die Führung der DB für die Dauer eines Jahres Otto Schwab, der einige Monate zuvor Mitglied der NSDAP geworden war. Der Burschentag genehmigte dieses Vorgehen und entrechtete sich dadurch selbst.

Der ebenfalls gleichgeschaltete ADW gab sich ein neues Bundesgesetz, nach dem alle angeschlossenen Verbände von ihren Mitgliedern bis zum 28. Februar 1934 die „Judenfreiheit“ auf einem Formular nachweisen sollten. Allerdings sollte hier nach den Vorschriften des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums verfahren werden. Einige Verbände, darunter die DB, forderten, stattdessen die weitergehenden Grundsätze der NSDAP für die Aufnahme von Parteimitgliedern zu übernehmen. Ein im September 1934 vom Führer der DSt Andreas Feickert angekündigter Plan sah den Einbezug von Studenten in den Reichsarbeitsdienst und die Einführung von „Wohnkameradschaften“ des NSDStB vor. Nur wenige Verbände unterstützten diese Vorstellung, darunter auch hier vor allem solche, deren Führer nach einem Mittel suchten, ihre Loyalität und Zusammenarbeit mit der neuen Regierung zum Ausdruck zu bringen. Zu ihnen gehörte die DB unter Otto Schwab. Die DB, so erklärte ihr Führer das neue Selbstverständnis, beanspruche, „in Zukunft innerhalb der Hochschule die gleiche Stellung und Haltung einnehmen“ zu wollen „wie etwa die NSDAP im Staat“.[47] Er war bestrebt, die DB zu einem „einheitlichen nationalsozialistischen Bund mit straffer Führung bei weitestgehender Reduzierung des Einflusses der einzelnen Burschenschaften zu machen“.[48]

Die DB isolierte sich und verließ in der Folge mit anderen Verbänden am 27. Oktober 1934 den ADW.[49] Feickerts Plan war jedoch nicht mit der Regierung abgesprochen und wurde nicht umgesetzt. Neben diesem Plan löste auch die verbindliche Vorschrift, alle Juden und Freimaurer aus den Reihen der Verbindungen auszuschließen, wachsenden Unmut und Gegenwehr einiger Burschenschaften aus. Auch die vielen anderen Eingriffe in die Rechte der einzelnen Mitgliedsverbindungen – darunter der nicht mehr verwirklichte Plan, einheitliche Mützen und Einheitsfarben für alle Burschenschaften einzuführen – führten zu einer Entfremdung zwischen vielen Mitgliedsbünden und der sich dem System anbiedernden Führung der DB. Ende des Jahres 1934 gründeten schließlich aus der DB ausgeschlossene und ausgetretene Burschenschaften den Verband Alte Burschenschaft, der zuletzt 35 Burschenschaften vereinigte, die sich mit der nationalsozialistischen Gleichschaltung der DB nicht einverstanden erklärten.[48]

Mit weiteren aus dem ADW ausgetretenen Verbänden schloss sich die DB am 15. Dezember 1934 in Berlin zum Völkischen Waffenring zusammen, der sich bereits im April 1935 wieder auflöste.[50]

Die gleichgeschaltete DB und der NSDStB schlossen am 5. Oktober 1935 das Plauener Abkommen, das die geordnete und geschlossene Überführung der Burschenschaften der DB in Kameradschaften des NSDStB vorsah.[46] Der Nachfolger Schwabs als „Führer der Deutschen Burschenschaft“, Hans Glauning, sah in der Ankopplung an den NSDStB fälschlicherweise eine Möglichkeit, die DB am Leben zu erhalten, nachdem andere Korporationsverbände sich mit politischer Neutralität schon nicht hatten halten können. Am 18. Oktober 1935 löste sich die DB gemäß diesem Abkommen mit einem an das Wartburgfest erinnernden Festakt auf und übergab ihre Fahnen an den NSDStB. Die Alte Burschenschaft hatte sich bereits zwei Tage zuvor in Berlin aufgelöst, da die hochschulpolitische Lage sich weiter verschlechtert hatte. Bereits am 27. Januar 1936 wurde das Plauener Abkommen bei der Feier des zehnjährigen Jubiläums des NSDStB einseitig für nichtig erklärt und das vollständige Verschwinden der alten Formen des studentischen Verbindungslebens gefordert.[51] Bereits als Kameradschaften in den NSDStB übernommene Burschenschaften wurden daraufhin für aufgelöst erklärt. Alle Mitglieder mussten fortan einer neu zu beantragenden Kameradschaft einzeln beitreten, der alte Namen durfte nicht übernommen werden, das Verbindungshaus wurde zwangsweise dem NSDStB überschrieben.

Im März 1936 verbot Rudolf Heß schließlich allen Studenten der NSDAP die Mitgliedschaft in einer studentischen Verbindung, ein öffentliches Aktivenleben wurde dadurch unmöglich.[46] Nicht alle Burschenschaften der DB wandelten sich in Kameradschaften um, viele entschieden sich stattdessen für eine offizielle Auflösung. Ende 1936 gab es im Deutschen Reich schließlich keine aktive Burschenschaft mehr. Die 1933 aus der DB ausgeschiedenen Burschenschaften der BdO wurden als letzte Burschenschaften nach dem Anschluss Österreichs 1938 bzw. der Errichtung des Reichsprotektorats Böhmen und Mähren 1939 ebenfalls aufgelöst.

Wiedergründung 1950

Diejenigen Burschenschaften, deren Universitätsstädte östlich der Oder-Neiße-Linie, in der Tschechoslowakei oder in der DDR lagen, mussten nach dem Krieg einen Neuanfang im Westen Deutschlands wagen oder mit dort ansässigen Burschenschaften fusionieren.

Die 1945 von den alliierten Militärregierungen erlassenen Vereinsverbote betrafen auch die Studentenverbindungen. Dieses Verbot wurde in der Bundesrepublik erst 1950 offiziell wieder aufgehoben. In diesem Jahr gründete sich die DB wieder. Seitdem setzen sich viele ihrer Mitglieder auf zahlreichen Tagungen, Seminaren, und in den Burschenschaftlichen Blättern intensiv und selbstkritisch mit der eigenen Geschichte auseinander. Die DB bekennt sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland und hat sich von jeder Form des Antisemitismus distanziert. 1958 nahm sie den Fall Zind – eines Mitglieds, das sich antisemitisch geäußert hatte – zum Anlass, sich erneut zu Artikel 1 des Grundgesetzes zu bekennen und sich „mit Nachdruck von jedem Antisemitismus und Rassenwahn zu distanzieren“. Die Verbrechen des Dritten Reiches „verpflichten jeden Deutschen, alles in seinen Kräften stehende zu tun, um zur Verständigung unter den Völkern beizutragen.“ Die DB „bekräftigt daher ihren Willen, auch in Zukunft antisemitischen Tendenzen, wo immer sie auftreten, energisch entgegenzutreten.“ Dieser Beschluss ist bis heute für alle Burschenschafter der DB bindend.[52]

Das Farbentragen und die Mensur waren in den ersten Jahren des Bestehens freigestellt. Das Farbentragen setzte sich aber schnell allgemein wieder durch. 1953 wurde die Bestimmungsmensur durch ein Gerichtsurteil des BGH endgültig von jeder internen „Ehrenreinigung“ gelöst und somit legalisiert. Seit dem Burschentag von 1954 wurde darum wieder von allen Mitgliedern das Schlagen einer Mensur verlangt.[53] In diesem Jahr hatte die DB etwa 26.000 Mitglieder, davon über 4.000 Aktive.[54]

Burschenschaftliche Gemeinschaft und Historischer Kompromiss

Auf dem Burschentag von 1961 fand ein Antrag auf Fusion der bis dahin rein bundesdeutschen DB mit dem Dachverband der österreichischen Burschenschaften Deutsche Burschenschaft in Österreich (DBÖ) keine Mehrheit. Daraufhin gründeten mehrere Burschenschaften eine neue Arbeitsgemeinschaft innerhalb von DB und DBÖ: die Burschenschaftliche Gemeinschaft (BG). Ziel dieser Neugründung war es, auch österreichischen Bünden die Möglichkeit zu schaffen, Mitglied der DB zu werden. Gleichzeitig führte das durch die Studentenbewegung der 1960er Jahre veränderte Gesellschaftsklima bei vielen Burschenschaften zu dem Wunsch, das überlieferte studentische Brauchtum dem Zeitgeist anzupassen und die Pflichtmensur wieder abzuschaffen.

Die scharfen Auseinandersetzungen in diesen beiden Fragen führten die DB in eine tiefe Krise, die auch eine Spaltung des Verbandes möglich erscheinen ließ. Der Spiegel berichtete über den Burschentag von 1970:[55]

„Bei fortschrittlicher gesinnten Bünden, die fortan keine Mensuren mehr schlagen wollen, wird denn auch seit letzter Woche die Gründung eines Gegenverbandes ernsthaft erwogen. Mit-Initiator Jürgen Gutknecht: ‚Wir werden doch immer unglaubwürdiger, wenn wir in dem Verein noch drinbleiben.‘ Gutknechts Konzept: Auf Basis des ‚Neuen Landauer Kreises‘ (NLK) einer im Vorjahr gegründeten Arbeitsgruppe, der Politik mehr gilt als Pauken, soll ‚möglichst schnell ein eigener Verband‘ entstehen. ‚Denn bei den jetzigen Mehrheitsverhältnissen‘, prophezeit der NLK-Sprecher, ‚wird sich auch 1971 nichts ändern.‘“

Anträge auf Vertagung oder Auflösung der DB zeugen von der Handlungsunfähigkeit des Verbandes in dieser Zeit. 1970 wurde darum ein Satzungsausschuss eingesetzt, der zum Burschentag 1971 eine Kompromisslösung präsentieren konnte, die vier wesentliche Änderungen beinhaltete:[56]

„Die Bestimmungsmensur wird den einzelnen Verbindungen zukünftig freigestellt sein. Im Gegenzug dafür können die Burschenschaften aus Österreich bis zum 31. August 1972 in die DB eintreten. Darüber hinaus wird der volkstumsbezogene Vaterlandsbegriff in die Grundsätze verankert und bei Aufgabe bzw. Verstoß gegen die Grundsätze wird die sog. Selbstausschlußklausel wirksam.“

Eine unter den Aktivitates durchgeführte schriftliche Probeabstimmung über diesen sogenannten Historischen Kompromiss ergab, dass auf dem Burschentag die nötige 3/4-Mehrheit nicht zu erwarten war. In den Burschenschaftlichen Blättern war zu den Gründen zu lesen:[57]

„Versucht man die Gründe derjenigen zu analysieren, die den Vorschlag des Satzungsausschusses abgelehnt haben, so stößt man in erster Linie auf zwei Motive: Eine ‚konservative Gruppe‘ möchte auf jeden Fall die Bestimmungsmensur als Verbandsprinzip erhalten […] Ihre Antipode, eine ‚liberale Gruppe‘, ist gegen die Aufnahme der Burschenschaften der DBÖ, von der sie die Stärkung der konservativen Kräfte, vor allem in politischer Hinsicht, befürchtet.“

Auf dem folgenden Burschentag, der vom 6. bis zum 8. Oktober in Landau stattfand, waren auch mehrere Burschenschaften anwesend, die zuvor durch vom Rechtsausschuss festgestellten Selbstausschluss aus der DB ausgeschieden waren, jedoch durch einstweilige Verfügungen die Teilnahme am Burschentag erstritten hatten und somit stimmberechtigt waren. Der Vorschlag des Satzungsausschusses verfehlte zunächst die benötigte 3/4-Mehrheit, woraufhin der Burschentag für einige Stunden vertagt wurde, um anschließend über einen Antrag des Süddeutschen Kartells auf Auflösung der DB zu diskutieren.[58] Während dieser Pause stellte der Verhandlungsleiter allerdings fest, „daß die einstweilige Verfügung, mit der sich Alemannia Freiburg die Zulassung verschafft hat(te), nicht rechtskräftig zugestellt“ worden war. Die Burschenschaft wurde von der Teilnahme am Burschentag ausgeschlossen, die vorangegangene Abstimmung war ungültig.[58] Nach Wiederaufnahme der Diskussion wurde schließlich dem vierten verhandelten Abänderungsantrag genau mit der benötigten 3/4-Mehrheit zugestimmt.[58] Der lange befürchtete Bruch zwischen konservativen und liberalen Burschenschaften war somit – zumindest vorerst – vermieden worden.

Viele Burschenschaften aus Österreich traten noch 1971 durch Erklärung der DB bei, die Wiener Burschenschaften Libertas und Vandalia (heute: Olympia) noch am Tag der Abstimmung, andere zu einem späteren Zeitpunkt über ein ordentliches Aufnahmegesuch nach Zustimmung des Burschentages.

Anders als ursprünglich vorgesehen, löste die BG sich im Anschluss an den Kompromiss nicht wieder auf. Viele Burschenschaften traten jedoch 1971 aus der BG aus. Durch den Beitritt der österreichischen Burschenschaften wurde der Einfluss der BG auf die DB dennoch gestärkt. Teilweise wird der Kompromiss als der Punkt angesehen, ab dem der Einfluss der BG, dem „Träger rechter Ideologie“, auf die DB überhand nahm: „Da 10 Jahre später mit dem ‚historischen Kompromiss‘ dem Gründungsziel der BG nachgekommen wurde, entwickelte sich diese ‚latent-aggressive‘ burschenschaftliche ‚Arbeitsgemeinschaft‘ weiter zur heute beherrschenden Gruppierung innerhalb der DB.“[59]

Die BG fordert von ihren Mitgliedsbünden unter anderem zwei Pflichtpartien, wodurch die Mitarbeit fakultativ-schlagender Burschenschaften ausgeschlossen ist. Bis in die späten 1990er Jahre galt innerhalb der BG Fraktionszwang. Dadurch gelang es ihr, auf die Besetzung der Führungsorgane der DB und andere Entscheidungen des Burschentages Einfluss zu nehmen. Zum Beispiel konnte die BG die Aufnahme von Burschenschaften in die DB durch ihre Sperrminorität verhindern, da für diese eine Zweidrittelmehrheit benötigt wird.

Abspaltung der NeuenDB

Der Historische Kompromiss konnte die grundsätzlichen internen Konflikte um den gesamtpolitischen Kurs der DB nicht lösen. Mehrere Burschenschaften konnten sich entweder mit dem volkstumsbezogenen Vaterlandsbegriff oder der Abschaffung der Pflichtmensur nicht abfinden und traten in den folgenden Jahren aus der DB aus, darunter die Burschenschaften des Süddeutschen Kartells.

Der Burschentag von 1973 beschloss mehrheitlich, keine Kriegsdienstverweigerer mehr in DB-Burschenschaften aufzunehmen. Die Stärkung der „Wehrbereitschaft“ wurde nun als „selbstverständliche Pflicht“ jedes Burschen aus dem Vaterlands-Prinzip abgeleitet. Nur bereits anerkannte Verweigerer durften noch Mitglied bleiben, um einen Konflikt mit dem Lebensbundprinzip zu vermeiden. Einen Verstoß von DB-Mitgliedsbünden dagegen legte der Rechtsausschuss der DB als „automatischen Selbstausschluss“ aus. Dies führte dazu, dass die DB fortan immer wieder einzelne Burschenschaften ausschloss, die weiterhin Kriegsdienstverweigerer aufnahmen. 1996 hob der Rechtsausschuss der DB diese Entscheidung wieder auf. Ob eine Verbindung Kriegsdienstverweigerer aufnimmt, ist seitdem dem jeweiligen Bund überlassen.[60]

Einer der Hauptkonfliktpunkte war der Abstimmungsmodus. In der DB gilt traditionell jeweils eine Stimme pro nicht vertagter Altherrenschaft und Aktivitas, was kleine Burschenschaften bei Abstimmungen mitgliederstarken Burschenschaften gleichstellt. Gleichzeitig werden die Mitgliedsbeiträge nach der Anzahl der Mitglieder berechnet, wodurch sich einige „große“ Bünde benachteiligt sahen. Änderungsanträge scheiterten aber jeweils an der Sperrminorität der BG. Die lange schwelenden Konflikte um die Pflichtmensur, die Aufnahme von nichtdeutschen Studenten, die Begrenzung der Dachverbandsmitgliedschaft auf das bundesdeutsche Staatsgebiet einerseits oder auf den deutschen Kulturraum andererseits (volkstumsbezogener oder staatsbezogener Vaterlandsbegriff), sowie um die Aufnahme von Kriegsdienstverweigerern führten 1996 schließlich zum Austritt mehrerer Mitgliedsburschenschaften. Einige der ausgetretenen Burschenschaften schlossen sich mit anderen dachverbandsfreien Burschenschaften zur Neuen Deutschen Burschenschaft (NeueDB) zusammen. Auch danach gingen die Auseinandersetzungen in der DB um ihren gesamtpolitischen Kurs weiter.[61]

1999 öffnete sich die DB gegenüber Studenten an Fachhochschulen und nahm die acht Burschenschaften der Deutschen Hochschulburschenschaft (DHB) auf.

Tradition: Farben, Wahlspruch und Hymne

Die Farben der DB: Schwarz-Rot-Gold

Die Farben Schwarz-Rot-Gold

Die Farben der Deutschen Burschenschaft sind seit ihrer Gründung die erstmals von der Urburschenschaft verwendeten Farben Schwarz-Rot-Gold, die seit dem Hambacher Fest als deutsche Nationalfarben gelten und 1848, 1919 und 1949 jeweils zu offiziellen Staatsfarben wurden.[62]

Der Wahlspruch Ehre, Freiheit, Vaterland

Zirkel der DB („Großer Burschenschafterzirkel“), zusammengesetzt aus den Anfangsbuchstaben des Wahlspruchs Ehre, Freiheit, Vaterland!

Siehe auch: Prinzipien von Studentenverbindungen

Der Wahlspruch der DB wurde bereits von der Urburschenschaft geführt und lautet Ehre, Freiheit, Vaterland.[63] Die Mitgliedsburschenschaften sind zur Achtung dieser drei Grundsätze verpflichtet.

Gemäß der Verfassung der DB fordert der Grundsatz der Ehre „von jedem Burschenschafter eine lautere, aufrechte und wahrhaftige Haltung im Denken, Reden und Handeln. Die unantastbare Würde des Menschen zu achten und zu schützen, ist seine unbedingte Pflicht“.[64]

Der Grundsatz der Freiheit besteht für die DB aus der persönlichen, der politischen und der akademischen Freiheit und „fordert von jedem Burschenschafter, daß er sich die innere Freiheit des Geistes selbst erwirbt. Der Burschenschafter soll frei von Vorurteilen, unabhängig und selbständig im Denken sowie freimütig und tatkräftig in der Vertretung der eigenen Meinung sein“.[65]

Das Vaterland versteht die DB im Unterschied zu anderen Korporationsverbänden unabhängig von politischen Grenzen. Dieses umfasst nach ihrer Auffassung den gesamten deutschen Sprach- und Kulturraum: „Die Burschenschaft bekennt sich zum deutschen Vaterland als der geistig-kulturellen Heimat des deutschen Volkes. Unter dem Volk versteht sie die Gemeinschaft, die durch gleiches geschichtliches Schicksal, gleiche Kultur, verwandtes Brauchtum und gleiche Sprache verbunden ist“.[66] Dem Vaterland-Prinzip zufolge können − anders als bei anderen studentischen Dachverbänden − nur Menschen, die dem deutschen Kulturkreis angehören, Mitglied in einer DB-Burschenschaft werden (siehe auch: Aufnahmevoraussetzungen und Mitgliedschaft).

Das Burschenschafterlied

Inoffizielle Hymne der Deutschen Burschenschaft ist Schwört bei dieser blanken Wehre, auch Burschenschafterlied genannt.[67] Das Lied ist auf dem Wahlspruch der Burschenschaft Ehre, Freiheit, Vaterland aufgebaut. Verfasst wurde der Text 1879 von Rudolf Baumbach. Das Lied wurde noch im selben Jahr Sieger in einem Wettbewerb für österreichische Studentenlieder. Die Vertonung übernahm Hans Treidler.

Organisation, Aufbau und Funktion

Das Burschenschaftsdenkmal in Eisenach, dem traditionellen Tagungsort der Burschentage

Organe, Amtsträger und Ausschüsse

Das oberste Organ der DB ist der Burschentag, die Vollversammlung der einzelnen Mitgliedsburschenschaften. Er legt die politischen und organisatorischen Grundsätze des Verbandes fest, wählt die anderen Organe der DB und entscheidet über Bestrafungen und Finanzfragen. Jede Burschenschaft und jede Altherrenschaft haben dabei jeweils eine Stimme. Der Burschentag findet seit der Wiedervereinigung wieder alljährlich in Eisenach statt. In den Jahren der Deutschen Teilung tagte der Burschentag in verschiedenen Städten der Bundesrepublik. Häufigster Tagungsort war dabei Landau in der Pfalz.

Die Vorsitzende Burschenschaft organisiert und leitet den Burschentag und die Verbandstagungen, ist für die Durchführung der Beschlüsse des Burschentages sowie für die Pressearbeit verantwortlich. Sie wird jedes Jahr ein Jahr im voraus vom Burschentag gewählt. In der Zeit zwischen zwei Burschentagen nimmt der Hauptausschuss einige Funktionen des Burschentages wahr, allerdings müssen seine Entscheidungen nachträglich durch diesen bestätigt werden. Der Rechtsausschuss überprüft die Einhaltung der Verfassung der DB durch die anderen Organe.

Neben diesen Organen hat die DB noch sechs ständige Amtsträger: den Schatzmeister, zwei Kassenprüfer, den Schriftleiter der Burschenschaftlichen Blätter, den Beauftragten für Leibesübungen und den Pressereferenten. Weiterhin gibt es den Ausschuss für burschenschaftliche Arbeit (AfbA) und den Hochschulpolitischen Ausschuss (HpA).

Verband der Vereinigungen Alter Burschenschafter (VVAB)

1890 wurde in Marburg die erste Vereinigung Alter Burschenschafter (VAB) gegründet. Seitdem entstanden in verschiedenen Städten insgesamt über 100 VAB. Diesen treten die Alten Herren bei, die nach Abschluss ihres Studiums mit der DB verbunden bleiben und an ihrem Wohnort weiterhin burschenschaftliche Arbeit leisten wollen. Die VAB sind im Verband der Vereinigungen Alter Burschenschafter (VVAB) organisiert. Die Leitung des VVAB wird von einer regelmäßig wechselnden VAB übernommen.[68]

Arbeitsabkommen und Kartelle

Die DB gehört dem dachverbandsübergreifenden Convent Deutscher Akademikerverbände an und unterhält ein Freundschafts- und Arbeitsabkommen mit dem Bund Chilenischer Burschenschaften.[69]

Innerhalb der DB gibt es sogenannte Kartelle, das sind freundschaftlich oder politisch begründete Zusammenschlüsse von Mitgliedsbünden, beispielsweise das Schwarz-Rot-Goldene Kartell, das Grün-Weiß-Rote Kartell oder den Rheinischen Ring, außerdem den mit einer Fraktion vergleichbaren verbandspolitischen Interessenverband Burschenschaftliche Gemeinschaft (BG).

Politische Arbeit

Die DB ist einer der wenigen korporativen Dachverbände mit dezidiert politischen Zielen. Diese basieren bei der DB auf ihrem Wahlspruch Ehre, Freiheit, Vaterland. Hauptziel der politischen Arbeit der DB ist die „politische Bildung junger Burschenschafter zur Verwirklichung burschenschaftlicher Ideale“.[70] Seit ihrem Bestehen setzt sich die DB für die „enge Verbundenheit aller Teile des deutschen Volkes in Freiheit“ ein. Sie hielt daher auch in der Zeit der Teilung Deutschlands infolge des Zweiten Weltkriegs am Ziel der Wiedervereinigung fest.[71] Seitdem setzt sie sich für die „uneingeschränkte kulturelle Entfaltung und Selbstbestimmung“ aller Völker in einem freien Europa ein.[72] Die DB betätigt sich auch hochschulpolitisch. So fordert sie seit 2005 eine Abschaffung der Studiengebühren.[73]

Parteipolitisch sieht sich die DB neutral: „In Verfolgung der burschenschaftlichen Ideale gibt es für die Deutsche Burschenschaft keine Bindung an eine bestimmte politische Partei oder politische Gruppe.“[72] In Österreich stehen die Burschenschaften traditionell dem Dritten Lager nahe, was sich in zahlreichen Doppelmitgliedschaften mit FPÖ und BZÖ bemerkbar macht. In Deutschland gibt es eine solche traditionelle Verbundenheit nicht, Burschenschafter finden sich in allen größeren Parteien der alten Bundesrepublik.

Am 27. März 2006 beschloss der Parteivorstand der SPD die Unvereinbarkeit einer gleichzeitigen Mitgliedschaft in einer Burschenschaft der Burschenschaftlichen Gemeinschaft und in der SPD.[74] Im Juni 2007 wertete das Landgericht Berlin den Ausschluss eines Burschenschafters aus der SPD aufgrund dieses Beschlusses als willkürlich und hob ihn wegen Verstoßes gegen das Parteiengesetz auf.[75]

In der Öffentlichkeit wird der DB häufig eine politische Nähe zur NPD unterstellt. Auf eine kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Die Linke antwortete die Bundesregierung, ihr lägen dazu keine Erkenntnisse vor.[76]

Aufnahmevoraussetzungen und Mitgliedschaft

Mitglied in Burschenschaften, die der DB angehören, können nur männliche deutsche Studenten werden. Seit 1999 steht die Mitgliedschaft auch Fachhochschülern offen. Den einzelnen Mitgliedsburschenschaften ist es jedoch freigestellt, auch schärfere Aufnahmekriterien festzulegen. Viele Burschenschaften nehmen beispielsweise keine Kriegsdienstverweigerer auf, andere auch weiterhin keine Fachhochschüler. Eine Mitgliedschaft von nichtdeutschen Studenten hat der Rechtsausschuss in einem Gutachten vom 1. November 1958 für unvereinbar mit den Grundsätzen der DB erklärt:[77]

„Da jede Einzelburschenschaft die Grundsätze der Deutschen Burschenschaft anerkannt hat und verpflichtet ist, an der gemeinsamen Verwirklichung dieser Grundsätze mitzuwirken (Art. 1 Abs. 1 VerfDB), darf sie nur solche Mitglieder aufnehmen, die persönlich in der Lage sind, die Grundsätze der DB nicht nur anzuerkennen, sondern auch zu verwirklichen. […]
Ein nichtdeutscher Student ist nicht in der Lage, an der vollen Verwirklichung der Grundsätze der DB mitzuwirken. Mag er auch sonst ein freier und ehrlicher Bursch sein, so kann er daneben die höchste Lebensverpflichtung eines jeden Burschenschafters, für sein deutsches Vaterland zu leben und zu kämpfen, nicht erfüllen.“

Eine Mitgliedschaft von Ausländern ist demnach zulässig, wenn eine Zugehörigkeit zum deutschen Volkstum vorliegt. Wegen des volkstumsbezogenen Vaterlandsbegriffs ist die Staatsangehörigkeit unerheblich.[78] Die Bestimmungen für eine Mitgliedschaft sind mitverantwortlich für kontroverse Diskussionen innerhalb der DB und Austritte einiger Burschenschaften. Der Rechtsausschuß der DB bekräftigte 2011:

„Die Deutsche Burschenschaft versteht unter dem deutschen Volk die Gemeinschaft, die durch gleiches geschichtliches Schicksal, gleiche Kultur, verwandtes Brauchtum und gleiche Sprache verbunden ist (Art. 9 VerfDB). Die deutsche Volkszugehörigkeit ist danach an verschiedene Merkmale wie Abstammung, Sprache, Erziehung, Kultur und Bekenntnis geknüpft. Die Abstammung ist somit ein wesentliches, aber nicht das alleinige Merkmal zur Beurteilung der Volkszugehörigkeit. Es ist möglich, dass ein Abkömmling deutscher Volkszugehöriger durch Assimilierung an ein fremdes Volkstum seine deutsche Volkszugehörigkeit verliert. Umgekehrt ist auch denkbar, dass ein Abkömmling fremder Volkszugehöriger durch Assimilation die deutsche Volkszugehörigkeit erwirbt.“

Kritik

In der bundesdeutschen Öffentlichkeit wird die Deutsche Burschenschaft teilweise als Verband mit unklarem Verhältnis zum Rechtsextremismus gesehen. In Österreich wird Burschenschaften allgemein ein starker Bezug zum deutschnationalen Lager und die ablehnende Haltung zur Idee einer österreichischen Nation vorgeworfen. Besonders die Wiener akademische Burschenschaft Olympia und die Burschenschaft Brixia Innsbruck stehen dabei im Fokus der Kritik. In den 1960er Jahren waren Mitglieder dieser Burschenschaften, die später in die DB aufgenommen wurden, in terroristische Aktivitäten in Südtirol verwickelt.[79] Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) kritisiert das Festhalten am volkstumbezogenen Vaterlandsbegriff als „völkischen Nationalismus“.[80]

Von Sozialwissenschaftlern, politischen Gruppen und Parteien wird der DB häufig eine Nähe zum Rechtsextremismus und zur sogenannten Neuen Rechten vorgeworfen.[81] Die antisemitischen Beschlüsse des Burschentages 1920 sind ein weiterer Punkt, auf den sich die Kritik an der DB auch heute noch stützt.[82]

Kritik an der politischen Ausrichtung der DB wird nicht zuletzt auch von anderen Studentenverbindungen erhoben. 1998 kam es beim Festakt der Korporationen in der Frankfurter Paulskirche zu einem Eklat: Die Alten Herren der Kösener und Weinheimer Corps lehnten eine offizielle Teilnahme ab, da die DB einen zu großen Einfluss auf die Veranstaltung genommen habe. Es gebe in ihr Burschenschaften, „in denen nachweisbar rechtsextremistisches und nationalistisches Gedankengut vertreten wird und in denen frauenfeindliche und rassistische Ideen fröhliche Urständ feiern“. Dies wolle man nicht durch eine Teilnahme unterstützen.[83] Die Corpsverbände traten daraufhin 1999 sowohl aus dem Convent Deutscher Akademikerverbände (CDA) als auch dem Convent Deutscher Korporationsverbände (CDK) aus.

2001 geriet die DB in die Schlagzeilen, nachdem der Münchner Burschenschaft Danubia vorgeworfen wurde, einen rechtsextremen Gewalttäter versteckt zu haben.[84] Von Seiten der Burschenschaft wird die Anwesenheit des Täters nicht bestritten, wohl aber, dass man von der vorangegangenen Schlägerei gewusst habe.[85] Günther Beckstein, selbst Alter Herr einer musischen Studentenverbindung und zu der Zeit bayerischer Innenminister, kritisierte, Rechtsextremisten versuchten, in akademischen Burschenschaften und über diese an den Hochschulen Einfluss zu gewinnen. Bayern sehe daher nicht weg, wenn Rechtsextremisten Kontakte mit Burschenschaften pflegten oder gar versuchten, akademische Verbindungen zu unterwandern.[86] Einzelne Burschenschaften der DB wurden daraufhin einige Jahre vom bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz überwacht,[81] die Münchner Burschenschaft Danubia bis einschließlich 2006.[87] Eine Beobachtung der gesamten DB lehnt das Bundesamt für Verfassungsschutz ab. In der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linken hieß es im Januar 2007 dazu: „Die ganz überwiegende Zahl der Mitgliedsburschenschaften unterhält keine Kontakte zu Rechtsextremisten“ und „auch zum jetzigen Zeitpunkt liegen hinreichende Anhaltspunkte für Bestrebungen, die gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung gerichtet sind, nicht vor“.[76] Diese Aussage wurde von der Bundesregierung im Juli 2011 erneuert. [88]

Darüber hinaus sehen sich die Burschenschaften der DB derselben Kritik ausgesetzt wie alle Studentenverbindungen in Deutschland und Österreich.

Siehe auch

 Portal:Studentenverbindung – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Studentenverbindung

Literatur

Allgemeines:

  • Helmut Asmus (Hg.): Studentische Burschenschaften und bürgerliche Umwälzung. Zum 175. Jahrestag des Wartburgfestes. Berlin 1992
  • Hans-Georg Balder: Geschichte der Deutschen Burschenschaft, WJK-Verlag, 2005, ISBN 3-933892-25-2
  • Deutsche Burschenschaft (Hg.): Handbuch der Deutschen Burschenschaft, Verlag BurschenDruck, 2005, ISBN 3-00-016245-3
  • Dietrich Heither, Michael Gehler, Alexandra Kurth: Blut und Paukboden. Fischer (Tb.), Frankfurt, 2001, ISBN 3596133785
  • Sonja Kuhn: Die Deutsche Burschenschaft. Eine Gruppierung im Spannungsfeld zwischen Traditionsformalismus und Traditionsstiftung. Eine Analyse für den Zeitraum von 1950 bis 1999, Diplomarbeit Bamberg 1999 (gedruckt 2002)
  • Kurt Stephenson, Alexander Scharff (Hg.): Leben und Leistung. Burschenschaftliche Doppelbiographien, Bd. 2, Heidelberg 1967

Zur Geschichte der Deutschen Burschenschaft:

  • Paul Wentzke: Geschichte der Deutschen Burschenschaft. I. Band: Vor- und Frühzeit bis zu den Karlsbader Beschlüssen, Heidelberg, 1965, ISBN 3825313387
  • Georg Heer: Geschichte der Deutschen Burschenschaft. II. Band: Die Demagogenzeit. Von den Karlsbader Beschlüssen bis zum Frankfurter Wachensturm. (1820-1833), Heidelberg, 1965, ISBN 3825313425
  • Georg Heer: Geschichte der Deutschen Burschenschaft. III. Band: Die Zeit des Progresses. Von 1833 bis 1859, Heidelberg, 1965, ISBN 3825313433
  • Georg Heer: Geschichte der Deutschen Burschenschaft. IV. Band: Die Burschenschaft in der Zeit der Vorbereitung des zweiten Reiches, im zweiten Reich und im Weltkrieg. Von 1859 bis 1919, Heidelberg, 1977, ISBN 3533013480
  • Helma Brunck: Die Deutsche Burschenschaft in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus, München, 2000, ISBN 3800413809

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Übersicht der Mitgliedsbünde der Deutschen Burschenschaft
  2. net-tribune.de: Studentenverbindungen haben wieder Zulauf, 30. Dezember 2008
  3. Stationen der burschenschaftlichen Geschichte
  4. Peter Kaupp: Burschenschaft und Antisemitismus S. 10 ff.
  5. Heike Ströle-Bühler: Der Studentische Antisemitismus in der Weimarer Republik. Eine Analyse der Burschenschaftlichen Blätter 1891 bis 1933, Frankfurt/M. et alt. 1991, S. 37.
  6. Heike Ströle-Bühler: Der Studentische Antisemitismus in der Weimarer Republik. Eine Analyse der Burschenschaftlichen Blätter 1891 bis 1933, Frankfurt/M. et alt. 1991, S. 39.
  7.  ???
  8.  ???
  9.  ???
  10. Anselm Faust, Der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund. Studenten und Nationalsozialismus in der Weimerarer Republik, Bd. 1, Düsseldorf 1973, S. 122.
  11. Heike Ströle-Bühler: Der Studentische Antisemitismus in der Weimarer Republik. Eine Analyse der Burschenschaftlichen Blätter 1891 bis 1933, Frankfurt/M. et alt. 1991, S. 39.
  12. Falk Grünebaum, Deutsche Farben - Die Entwicklung von Schwarz-Rot-Gold unter besonderer Berücksichtigung der Burschenschaft, Essen, 2005, S. 23f., siehe auch: http://www.burschenschaftsgeschichte.de/studentenhistorische_publikationen.htm.
  13. Falk Grünebaum, Deutsche Farben - Die Entwicklung von Schwarz-Rot-Gold unter besonderer Berücksichtigung der Burschenschaft, Essen, 2005, S. 23f., siehe auch: http://www.burschenschaftsgeschichte.de/studentenhistorische_publikationen.htm.
  14. Heike Ströle-Bühler: Der Studentische Antisemitismus in der Weimarer Republik. Eine Analyse der Burschenschaftlichen Blätter 1891 bis 1933, Frankfurt/M. et alt. 1991, S. 41.
  15. Hans Peter Bleuel/Ernst Klinnert, Deutsche Studenten auf dem Weg ins Dritte Reich. Ideologien – Programme – Aktionen. 1918-1935, Gütersloh 1967, S. 148.
  16. Peter Kaupp: Burschenschaft und Antisemitismus S. 2.
  17. Hans Peter Bleuel/Ernst Klinnert, Deutsche Studenten auf dem Weg ins Dritte Reich. Ideologien – Programme – Aktionen. 1918-1935, Gütersloh 1967, S. 139.
  18. Heike Ströle-Bühler, Studentische Antisemitismus in der Weimarer Republik. Eine Analyse der Burschenschaftlichen Blätter 18918 bis 1933, Frankfurt/M. et alt. 1991, S. 80.
  19. Heike Ströle-Bühler, Studentische Antisemitismus in der Weimarer Republik. Eine Analyse der Burschenschaftlichen Blätter 18918 bis 1933, Frankfurt/M. et alt. 1991, S. 53.
  20. [1] Peter Kaupp: Burschenschaft und Antisemitismus] S. 3.
  21. Helma Brunck: Die Deutsche Burschenschaft in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus, München, 2000, ISBN 3800413809. S. 418.
  22. Nikolai Wehrs:„Demokratie durch Diktatur? Meinecke als Vernunftrepublikaner in der Weimarer Republik.“ In: Gisela Bock, Daniel Schönpflug: Friedrich Meinecke in seiner Zeit. Franz Steiner Verlag 2006. ISBN 3515089624. S. 111
  23. Heike Ströle-Bühler, Studentische Antisemitismus in der Weimarer Republik. Eine Analyse der Burschenschaftlichen Blätter 18918 bis 1933, Frankfurt/M. et alt. 1991, S. 53.
  24. Ingo Haar, „Revisionistische“ Historiker und Jugendbewegung. Das Königsberger Beispiel, in: Peter Schöttler (Hrsg.), Geschichtsschreibung als Legitimationswissenschaft 1918-1945, Frankfurt a. M. 1997, S. 52-103, hier: S. 56.
  25. Thomas Müller, Imaginierter Westen. Das Konzept des »deutschen Westraums« im völkischen Diskurs zwischen politischer Romantik und Nationalsozialismus, Histoire, Band 8, Bielefeld 2009, S. 257.
  26. Gerhard Fließ/Jürgen John, Deutscher Hochschulring (DHR), in: Lexikon zur Parteiengeschichte. Die bürgerlichen und kleinbürgerlichen Parteien und Verbände in Deutschland (1789–1945). Hrsg. von Dieter Fricke (u.a.), Bd. 2, Köln 1984, S. 116–127, hier: S. 121.
  27. Harald Lönnecker, "...Boden für die Idee Adolf Hitlers auf kulturellem Felde gewinnen". Der "Kampfbund für deutsche Kultur" und die deutsche Akademikerschaft von Frankfurt a. M. 2003.
  28. Heike Ströle-Bühler: Der Studentische Antisemitismus in der Weimarer Republik. Eine Analyse der Burschenschaftlichen Blätter 1891 bis 1933, Frankfurt/M. et alt. 1991, S. 136f.
  29. Ingo Haar, „Revisionistische“ Historiker und Jugendbewegung. Das Königsberger Beispiel, in: Peter Schöttler (Hrsg.), Geschichtsschreibung als Legitimationswissenschaft 1918-1945, Frankfurt a. M. 1997, S. 52-103, hier: S. 59.
  30. Ingo Haar, „Revisionistische“ Historiker und Jugendbewegung. Das Königsberger Beispiel, in: Peter Schöttler (Hrsg.), Geschichtsschreibung als Legitimationswissenschaft 1918-1945, Frankfurt a. M. 1997, S. 52-103, hier: S. 60.
  31. Anselm Faust, Der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund. Studenten und Nationalsozialismus in der Weimerarer Republik, Bd. 1, Düsseldorf 1973, S. 138.
  32. Gerhard Fließ/Jürgen John, Deutscher Hochschulring (DHR), in: Lexikon zur Parteiengeschichte. Die bürgerlichen und kleinbürgerlichen Parteien und Verbände in Deutschland (1789–1945). Hrsg. von Dieter Fricke (u.a.), Bd. 2, Köln 1984, S. 116-127, hier: S. 122.
  33. Hans-Christian Brandenburg, Die Geschichte der HJ: Wege und Irrwege einer Generation, Köln 1968, S. 105.
  34. Anselm Faust, Der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund. Studenten und Nationalsozialismus in der Weimarer Republik, Bd. 1, Düsseldorf 1973, S. 141f.
  35. Anselm Faust, Der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund. Studenten und Nationalsozialismus in der Weimarer Republik, Bd. 1, Düsseldorf 1973, S. 141f.
  36. Heike Ströle-Bühler: Der Studentische Antisemitismus in der Weimarer Republik. Eine Analyse der Burschenschaftlichen Blätter 1891 bis 1933, Frankfurt/M. et alt. 1991, S. 142.
  37. Michael Grüttner: Studenten im Dritten Reich, München 1995, S. 34
  38. Hans Peter Bleuel/Ernst Klinnert, Deutsche Studenten auf dem Weg ins Dritte Reich. Ideologien – Programme – Aktionen. 1918-1935, Gütersloh 1967, S. 251.
  39. Konrad H. Jarausch, Deutsche Studenten 1800–1970, Frankfurt a.M. 1984. S.157.
  40. Hans-Georg Balder: Frankonia-Bonn 1845–1995. Die Geschichte einer deutschen Burschenschaft. WJK-Verlag, Hilden 2006, ISBN 3-933-892-26-0 S. 599
  41. Harald Lönneker, „Vorbild ... für das kommende Reich“. Die Deutsche Studentenschaft (DSt) 1918-1933, Koblenz 2005, S. 13, siehe: [2].
  42. Helmut Blazek: Männerbünde. Eine Geschichte von Faszination und Macht. Berlin 1999, S. 148
  43. Burschenschaftliche Blätter, 6/1933, S. 130.
  44. Harald Lönnecker, Die Versammlung der „besseren Nationalsozialisten“? Der Völkischen Waffenring (VWR) zwischen Antisemitismus und korporativem Elitarismus, Frankfurt am Main 2003, S. 18, als PDF.
  45. Holger Zinn: Die studentische Selbstverwaltung in Deutschland bis 1945., Wiesbaden, 2005. S. 26f.
  46. a b c Sonja Kuhn: Die Deutsche Burschenschaft – eine Gruppierung im Spannungsfeld zwischen Traditionsformalismus und Traditionsstiftung – eine Analyse für den Zeitraum 1950 bis 1999. Diplomarbeit im Studiengang Pädagogik, Philosophie, Psychologie der Universität Bamberg. Hrsg. vom Altherrenverband der Burschenschaft Hilaritas Stuttgart. Stuttgart 2002, ISBN 3-00-009710-4, S. 65.
  47. Michael Grüttner: Studenten im Dritten Reich. Schöningh, Paderborn 1995, ISBN 3-506-77492-1, S. 301.
  48. a b Harald Lönnecker: Die Versammlung der „besseren Nationalsozialisten“? − Der Völkische Waffenring (VWR) zwischen Antisemitismus und korporativem Elitarismus. Frankfurt am Main, 2003. S. 23.
  49. The Feickert Plan, in: R. G. S. Weber: The German Student Corps in the Third Reich. Hampshire/London 1986, S. 120-123.
  50. Harald Lönnecker: Die Versammlung der „besseren Nationalsozialisten“? Der Völkische Waffenring (VWR) zwischen Antisemitismus und korporativem Elitarismus. Frankfurt am Main 2003, S. 7, 18ff.
  51. Bernhard Grün: „Die Würzburger Studentenschaft zwischen den Kriegen“, in: Bernhard Grün u.a. (Hrsg.): Zwischen Korporation und Konfrontation, S. 141–207, SH-Verlag Köln 1999, ISBN 3-89498-070-2. S. 175
  52. Peter Kaupp: Burschenschaft und Antisemitismus S. 13.
  53. Die Wiedergründung nach dem Zweiten Weltkrieg
  54. Deutsche Burschenschaft (Hg.): Handbuch der Deutschen Burschenschaft, Verlag BurschenDruck, 2005, ISBN 3-00-016245-3 S. 202.
  55. Der Spiegel: Pauken oder Politik. In: Der Spiegel. Nr. 31, 1970, S. 50 (27. Juli 1970, online).
  56. Sonja Kuhn: Die Deutsche Burschenschaft – eine Gruppierung im Spannungsfeld zwischen Traditionsformalismus und Traditionsstiftung – eine Analyse für den Zeitraum 1950 bis 1999. Diplomarbeit im Studiengang Pädagogik, Philosophie, Psychologie der Universität Bamberg. Hrsg. vom Altherrenverband der Burschenschaft Hilaritas Stuttgart. Stuttgart 2002. ISBN 3-00-009710-4. S. 127.
  57. Ernst Wilhelm Wreden: „Ein Gebot der Vernunft“. In: Burschenschaftliche Blätter, Heft 7/1971. S. 143.
  58. a b c Sonja Kuhn: Die Deutsche Burschenschaft – eine Gruppierung im Spannungsfeld zwischen Traditionsformalismus und Traditionsstiftung – eine Analyse für den Zeitraum 1950 bis 1999. Diplomarbeit im Studiengang Pädagogik, Philosophie, Psychologie der Universität Bamberg. Hrsg. vom Altherrenverband der Burschenschaft Hilaritas Stuttgart. Stuttgart 2002. ISBN 3-00-009710-4. S. 128.
  59. Georg Kössler: Dunkle Vergangenheit, dunkle Zukunft? Ein Blick auf die deutschen Burschenschaften. GRIN Verlag, 2008. ISBN 3638852024. S. 18.
  60. Sonja Kuhn: Die Deutsche Burschenschaft. Eine Gruppierung im Spannungsfeld zwischen Traditionsformalismus und Traditionsstiftung – eine Analyse für den Zeitraum von 1950 bis 1999. Burschenschaft Hilaritas, Stuttgart 2002, S. 177
  61. Der Spiegel: Rechte Ausfälle bei Burschenschaftern. Nr. 20/2010, S. 16.
  62. Die Farben Schwarz-Rot-Gold der Deutschen Burschenschaft
  63. Der Wahlspruch Ehre, Freiheit, Vaterland
  64. Artikel 4 der Verfassung der DB
  65. Artikel 5 der Verfassung der DB
  66. Artikel 9 der Verfassung der DB
  67. Harald Lönnecker: Das Burschenschafterlied, Frankfurt am Main, 2003.
  68. Friedrich Vohl, Bernhard Schroeter: „Der Verband der Vereinigungen Alter Burschenschafter. Entwicklung und Aufbau“. In: Deutsche Burschenschaft (Hg.): Handbuch der Deutschen Burschenschaft, Verlag BurschenDruck, 2005, ISBN 3-00-016245-3. S. 178f.
  69. Deutsche Burschenschaft (Hg.): Handbuch der Deutschen Burschenschaft, Verlag BurschenDruck, 2005, ISBN 3-00-016245-3. S. 186ff.
  70. Politische Arbeit der Deutschen Burschenschaft
  71. Helfried Arnetzl, Hans Werner Bracht: „Die Deutsche Burschenschaft und die Wiedervereinigungspolitik bis 1989“. In: Deutsche Burschenschaft (Hg.): Handbuch der Deutschen Burschenschaft, Verlag BurschenDruck, 2005, ISBN 3-00-016245-3. S. 254ff.
  72. a b Kurzportrait der Deutschen Burschenschaft
  73. Pressemitteilung vom 4. Februar 2005: Protest gegen soziale Auslese. Deutsche Burschenschaft gegen Studiengebühren
  74. Der Spiegel: Entweder Sozialdemokrat oder Burschenschafter (28. März 2006)
  75. Akademische Freiheit: Parteiausschluß von Sascha Jung (11. Juni 2007)
  76. a b Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Fraktion Die Linke. Rechtsextreme Verbindungen der Deutschen Burschenschaft. Drucksache 16/4142 des Deutschen Bundestages vom 30. Januar 2007
  77. Deutsche Burschenschaft, Rechtsausschuß (Hrsg.): Entscheidungen und Rechtsgutachten des Rechtsausschusses der Deutschen Burschenschaft (Leitsätze). Bad Nauheim 1972, S. 52
  78. Siehe: Gutachten des Rechtsausschusses der DB vom 25. Januar 1964, vom 18. Dezember 1965 und vom 10. Dezember 1966.
  79. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes: Burschenschafter im Ministerium (Januar 2002)
  80. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes: Zum deutschnationalen Korporationswesen in Österreich
  81. a b Gabriele Nandlinger, Bundeszentrale für politische Bildung, 23. April 2007: „Ehre, Freiheit, Vaterland!“ Burschenschaften als Refugium für intellektuelle Rechtsextremisten
  82. Peter Kaupp: Burschenschaft und Antisemitismus S. 2
  83. Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte: Paulskirche: Corps scheren aus
  84. Rechtsextreme unterwandern Burschenschaften in Die Welt
  85. Interview der Jungen Freiheit mit dem damaligen Sprecher der Danubia Michael Schumm
  86. Netz gegen Nazis: Burschenschaften
  87. Verfassungsschutzbericht 2003, S. 89
  88. Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Fraktion Die Linke. Rassismus und rechtsextreme Tendenzen der Deutschen Burschenschaft. Drucksache 17/6690 des Deutschen Bundestages vom 27. Juli 2011.

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