Dorndorf

Dorndorf
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dorndorf
Dorndorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dorndorf hervorgehoben
50.83611111111110.086388888889250
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Wartburgkreis
Höhe: 250 m ü. NN
Fläche: 12,12 km²
Einwohner:

2.611 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 215 Einwohner je km²
Postleitzahl: 36460
Vorwahl: 036963
Kfz-Kennzeichen: WAK
Gemeindeschlüssel: 16 0 63 018
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 11
36460 Dorndorf
Webpräsenz: www.dorndorf.de
Bürgermeister: Ingo Jendrusiak
Lage der Gemeinde Dorndorf im Wartburgkreis
Andenhausen Bad Liebenstein Bad Salzungen Barchfeld Berka/Werra Berka vor dem Hainich Bischofroda Brunnhartshausen Buttlar Creuzburg Dankmarshausen Dermbach Diedorf Dippach Dorndorf Ebenshausen Empfertshausen Ettenhausen an der Suhl Fischbach Frankenroda Frauensee Geisa Gerstengrund Gerstungen Großensee Hallungen Hörselberg-Hainich Ifta Immelborn Kaltenlengsfeld Kaltennordheim Klings Krauthausen Lauterbach Leimbach Marksuhl Martinroda Merkers-Kieselbach Mihla Moorgrund Nazza Neidhartshausen Oechsen Ruhla Schleid Schweina Seebach Stadtlengsfeld Steinbach Tiefenort Treffurt Unterbreizbach Urnshausen Vacha Völkershausen Weilar Wiesenthal Wölferbütt Wolfsburg-Unkeroda Wutha-Farnroda Zella ThüringenKarte
Über dieses Bild

Die Gemeinde Dorndorf liegt in Thüringen am Nordrand der Rhön. Zusammen mit den Ortsteilen Dietlas und Kirstingshof hat Dorndorf ca. 2780 Einwohner.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Dorndorf wird als ein „Tor zur Rhön“ bezeichnet. Am Stadtrand mündet die Felda in die Werra. Die gegenüberliegende Auwiese wird häufig vom Hochwasser überflutet, dahinter erhebt sich der im Süden steil aufragende Mäuseberg am Südrand des Frauenseer Forstes.

Geschichte

Dorndorf ist eine alte fränkische Siedlung und hieß einstmals „Villa (Königsgut) Thoranthorpf an der Unisoara“. Dieses Thoranthorpf wurde am 31. August 786 von Karl dem Großen dem Kloster Hersfeld geschenkt. Das jetzt eingemeindete Dorf Dietlas wurde am 10. August 1330 urkundlich erstmalig erwähnt.[2]

An der Stelle des heutigen Schlosses Feldeck in Dietlas stand am linken Ufer der Felda eine Wasserburg. Sie gehörte den Herren von Frankenstein. 1330 wurde sie zum Lehen den Grafen von Henneberg und wurde später den Ernstinern übergeben.[3]

In den Jahren 1878 bis 1880 wurde die alte Feldabahn als Schmalspurbahn errichtet. In den Jahren 1899 bis 1905 wurden in Dietlas Kalischächte abgeteuft und in Dorndorf eine chemische Industrie zur Kaligewinnung aufgebaut. Die Kaliindustrie bildete den treibenden Faktor für den weiteren Ausbau und die Umstellung der Feldabahn auf normale Spurweite. Ab 1928 wurde in völlig neuer Trassenführung die neue Feldabahn begonnen. Die Eröffnung erfolgte am 7. Oktober 1934.

Im Ersten und Zweiten Weltkrieg verloren fast 200 Dorndorfer ihr Leben. Auch auf Dorndorf fielen im 2. Weltkrieg Bomben und es wurden Menschen getötet. In der Grube Springen entstand ein Nebenlager des KZ Buchenwald. Während des Zweiten Weltkriegs mussten mehr als 115 Frauen und Männer aus den von Deutschland besetzten Ländern Zwangsarbeit verrichten: im „Schacht Heiligenroda“, im „Schacht I Springen“, bei der Bahnmeisterei und in der Landwirtschaft.

Nach dem Krieg erfolgt der weitere Ausbau des Kalireviers an der Werra. Das Kulturhaus wurde 1951 eröffnet.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl :

  • 1994: 3092
  • 1995: 3117
  • 1996: 3048
  • 1997: 3081
  • 1998: 3067
  • 1999: 3062
  • 2000: 3055
  • 2001: 3053
  • 2002: 3060
  • 2003: 3030
  • 2004: 3001
  • 2005: 2911
  • 2006: 2812
  • 2007: 2774
  • 2008: 2687
  • 2009: 2657
  • 2010: 2611
Datenquelle: ab 1994 Thüringer Landesamt für Statistik - Werte vom 31. Dezember

Politik

Die evangelische Kirche
Blick über die Bahnanlagen zum Ortszentrum

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Dorndorf setzt sich aus 14 Gemeinderatsmitgliedern zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)[4]

Bürgermeister

Der ehrenamtliche Bürgermeister Ingo Jendrusiak wurde am 6. Juni 2010 wiedergewählt.[5]

Wappen

Das Wappen wurde vom Heraldiker Uwe Reipert gestaltet.

Sehenswürdigkeiten

Aus der Zeit um 1150 stammt das älteste Baudenkmal des Ortes, die im romanischen Stil erbaute heutige evangelische Kirche. Sie war vom Friedhof und einer 4 Meter hohen Mauer umgeben.

Im historischen Ortskern finden sich Bauernhäuser aus den Jahren 1600 und 1615.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Dorndorf sind unter anderem die „Gerichtseiche“ und die „Henkereiche“. Das Gericht trat früher unter der Gerichtseiche zusammen, fällte das Urteil, welches an der Henkereiche vollstreckt wurde. Die 1986 als Naturdenkmal ausgewiesene Henkereiche trägt heute noch einen waagerechten Starkast, der den Galgen ersetzen konnte.

Im Ortsteil Dietlas befinden sich eine ehemalige Wasserburg der Herren von Buttlar, das Schloss Feldeck, sowie eine repräsentative Dorfschule.

Wirtschaft und Infrastruktur

Gewerbegebiete

Das Gewerbegebiet „An der Hardtstraße“ befindet sich am östlichen Ortsrand von Dorndorf. Es verfügt über eine Gesamtfläche von 15 ha (Stand 2009).[6]

Verkehr

Durch Dorndorf verlaufen die Bundesstraßen 62 und 84, über die die Städte Bad Salzungen, Eisenach, Fulda und Bad Hersfeld zu erreichen sind. Anschluss an die Bundesautobahn 4 besteht über die B 62 in Friedewald und über die B 84 in Eisenach. Bis 2005 war Dorndorf Ausgangspunkt der Bundesstraße 285, die durch Umwidmung nach Bad Salzungen verlegt wurde.

Dorndorf liegt an der Bahnstrecke Bad Salzungen–Vacha, auf der allerdings seit 2003 kein Verkehr mehr stattfindet, und war Ausgangspunkt der inzwischen weitgehend zurückgebauten Feldabahn.

Sonstiges

  • Der Dorndorfer Kindergarten ist einer der ältesten Thüringens. Das Haus wurde am 2. Juni 1907 eingeweiht.

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung nach Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften (Hilfe dazu)
  2. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer Verlag Rockstuhl Bad-Langensalza 2010 5. verb. Auflage ISBN 978-3-86777-202-0 S.54
  3. Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag, 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 100.
  4. Kommunalwahlen in Thüringen am 7. Juni 2009. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 6. Februar 2010.
  5. Kommunalwahlen in Thüringen am 6. Juni 2010. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 6. Juni 2010.
  6. Gewerbegebiete in der Wartburgregion. In: Wartburgkreis-Online. Abgerufen am 18. Februar 2010.

Weblinks

 Commons: Dorndorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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