Pobershau

Pobershau
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Pobershau
Pobershau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Pobershau hervorgehoben
50.63333333333313.216666666667550
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Erzgebirgskreis
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Marienberg
Höhe: 550 m ü. NN
Fläche: 5,41 km²
Einwohner:

2.014 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 372 Einwohner je km²
Postleitzahl: 09496
Vorwahl: 03735
Kfz-Kennzeichen: ERZ
Gemeindeschlüssel: 14 5 21 480
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ratsseite - Rathausstr. 6
09496 Pobershau
Webpräsenz: www.pobershau.de
Bürgermeister: Michael Ost
Lage der Gemeinde Pobershau im Erzgebirgskreis
Sachsen Amtsberg Annaberg-Buchholz Aue Auerbach (Erzgebirge) Bad Schlema Bärenstein (Erzgebirge) Bernsbach Bockau Börnichen/Erzgeb. Borstendorf Breitenbrunn/Erzgeb. Burkhardtsdorf Crottendorf Deutschneudorf Drebach Ehrenfriedersdorf Eibenstock Elterlein Erlbach-Kirchberg Gelenau/Erzgeb. Geyer Gornau/Erzgeb. Gornsdorf Großolbersdorf Großrückerswalde Grünhain-Beierfeld Grünhainichen Heidersdorf Hohndorf Hormersdorf Jahnsdorf/Erzgeb. Johanngeorgenstadt Jöhstadt Königswalde Lauter/Sa. Lengefeld Lößnitz (Erzgebirge) Lugau/Erzgeb. Marienberg Mildenau Neukirchen/Erzgeb. Niederdorf (Sachsen) Niederwürschnitz Oberwiesenthal Oelsnitz/Erzgeb. Olbernhau Pfaffroda Pobershau Pockau Raschau-Markersbach Scheibenberg Schlettau Schneeberg (Erzgebirge) Schönheide Schwarzenberg/Erzgeb. Sehmatal Seiffen/Erzgeb. Stollberg/Erzgeb. Stützengrün Tannenberg Thalheim/Erzgeb. Thermalbad Wiesenbad Thum Wolkenstein (Erzgebirge) Zöblitz Zschopau Zschorlau ZwönitzKarte
Über dieses Bild

Pobershau ist eine Gemeinde im Erzgebirgskreis in Sachsen (Deutschland). Sie liegt an der Silberstraße und gehört der Verwaltungsgemeinschaft Marienberg an. Zum 1. Januar 2012 wird Pobershau seine Eigenständigkeit aufgeben und nach Marienberg eingemeindet werden.[2]

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Pobershau liegt im Tal der Roten Pockau, eines Nebenflusses der Schwarzen Pockau. Der Ortsteil Rittersberg liegt nördlich der Hauptgemeinde am linken Hang der Roten Pockau. Der Ortsteil Hinterer Grund liegt östlich der Hauptgemeinde etwas abgelegen im Tal der Schwarzen Pockau. Der höchste Punkt Pobershaus liegt auf 700,5 m ü. NHN in der Nähe des Katzensteines. Der niedrigste Punkt liegt bei 500 m ü. NHN in der Kniebreche, dem Gebiet um die Einmündung der Roten in die Schwarze Pockau.

Gliederung

Die Gemeinde gliedert sich in die Ortsteile

Geschichte

Pobershau mit Hinterem Grund

Kommunalwahl 2009
Wahlbeteiligung: 56,8 %
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
60,1%
25,8%
14,2%
VfP Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel
Gewinne und Verluste
Im Vergleich zu 2004
 %p
 18
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
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  -6
  -8
-10
-12
-14
-16
-18
-20
+17,5%
-18,6%
+1,1%
VfP Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel
Kirche Pobershau
Die Amtsseite
Die Dorfmitte mit Blick Richtung Süden

Das Gebiet um den Wildsberg (zwischen Roter und Schwarzer Pockau) gehörte zur Herrschaft Lauterstein. Für 1516 wird in diesem Gebiet Zinnbergbau erwähnt. Mit der Gründung der Stadt Marienberg 1521 wurde die Rote Pockau zur Grenze zwischen den Besitzungen der Stadt und der Herrschaft Lauterstein. Ab 1544 entstand auf der Marienberger Seite das Ratsdorf, später Ratsseite genannt. 1555 gehörte die Ratsseite zur Parochie Marienberg, die herrschaftliche Seite zur Parochie Zöblitz. 1559 wurde die Ansiedlung erstmals als „ufn Bobershau“ urkundlich erwähnt. 1663 wurde der erste Lehrer erwähnt. In den Jahren von 1678 bis 1680 wurde der Grüne Graben angelegt, um 16 Pochwerke mit Aufschlagwasser zu versorgen. 1839 entstanden die Ratsseite und die Amtsseite als selbständige Gemeinden. Die eine unterstand der Stadt Marienberg und die andere dem Amt Lauterstein. 1856 vereinigten sich die Orte zu einer Schulgemeinde.

Am 10. März 1857 wurden die beiden Orte zu einer politischen Gemeinde zusammengeschlossen. 1869 stellte die letzte Zeche den Bergbau ein. Die Freiwillige Feuerwehr wurde 1872 gegründet. Durch den Bau der Flöhatalbahn erhielt die Gemeinde 1875 Bahnanschluss. Ein neues Schulgebäude wurde 1883 erbaut. Am 1. Juli 1904 wurde mit der Einweihung der Kirche Pobershau eine eigenständige Parochie. 1912 erfolgte der Anschluss ans Elektrizitätsnetz, dadurch erhöhte sich auch die Zahl der Holzdrehwerke auf 32 (1914). In den Jahren 1920 bis 1922 wurde eine Hochdruckwasserleitung verlegt. Das Rathaus wurde 1925 eingeweiht. 1928 wurde der Bergbau in der Grube „Zinnerne Flasche“ wieder aufgenommen. Ab 1934 wurde der Molchner Stolln zum Schaubergwerk ausgebaut und ein Jahr später eingeweiht. Für die Schule wurde 1940 eine Turnhalle errichtet. Auf dem Bahnhof Zöblitz-Pobershau wurden am 16. April 1945 bei einem Tieffliegerangriff auf einen einfahrenden Personenzug 8 Menschen getötet und 72 verletzt.

Einwohnerentwicklung

Folgende Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres mit Gebietsstand Januar 2007:

1982 bis 1988

  • 1982 − 2099
  • 1983 − 2086
  • 1984 − 2097
  • 1985 − 2077
  • 1986 − 2059
  • 1987 − 2052
  • 1988 − 2032

1989 bis 1995

  • 1989 − 1998
  • 1990 − 1962
  • 1991 − 1922
  • 1992 − 1886
  • 1993 − 1892
  • 1994 − 1951
  • 1995 − 1993

1996 bis 2002

  • 1996 − 2059
  • 1997 − 2078
  • 1998 − 2083
  • 1999 − 2087
  • 2000 − 2080
  • 2001 − 2055
  • 2002 − 2075

2003 bis 2009

  • 2003 − 2053
  • 2004 − 2079
  • 2005 − 2078
  • 2006 − 2072
  • 2007 − 2062
  • 2008 − 2054
  • 2009 − 2048

ab 2010

  • 2010 − 2036
  • 2011 − 2014
Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen
Besucherbergwerk „Molchner Stolln“ in Pobershau (übertägige Anlagen)
Grüner Graben

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Schaubergwerk „Molchner Stolln
  • „Skulpturen wider das Vergessen“ Holzskulpturen in der Galerie „Die Hütte“
  • „Kreativzentrum Böttcherfabrik“ mit Puppenmuseum und Steingalerie
  • Neobarocke Kirche, 1903/1904 nach Entwürfen von Woldemar Kandler errichtet, mit Jehmlich-Orgel von 1904 und einem Altarbild von Ludwig Otto („Christi Himmelfahrt“)
  • Aussichtsfelsen Katzenstein mit Naturlehrpfad und Kneippbecken am Grünen Graben
  • Grüner Graben
  • Naturschutzgebiet „Schwarzwassertal“ (zum Teil zu Olbernhau und Marienberg OT Kühnhaide) mit Naturschutzstation im Hinteren Grund
  • Feriendorf mit Lama-Ranch und Minigolfanlage

Vereine - Kultur, Tourismus und Sport

  • TSV 1872 Pobershau
  • Pobershauer Karnevalsverein
  • „De Pobershauer Silbermäd“
  • Pobershauer Männerchor
  • Pobershauer Bergbrüderschaft
  • Schießverein Pobershau
  • Kneippverein Pobershau
  • Erzgebirgszweigverein Pobershau
  • Kunstverein Max Christoph und Gottfried Reichel
  • Schießhäus'l
  • Rittersberger Jugendclub

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Walter Kaaden (1919–1996), Ingenieur und Motorenkonstrukteur
  • Emil Meinhold (1878−1955), Radrennfahrer und Schrittmacher
  • Gottfried Reichel: Schnitzer „Skulpturen wider das Vergessen“
  • Johann Gottfried Schreiber: Markscheider, Bergdirektor, Präsident
  • Elfriede Spiegelhauer, geb. Uhlig: Olympionikin Skilanglauf 1956, 1960, 1964

Persönlichkeiten, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen

Literatur

Weblinks

 Commons: Pobershau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
  2. Stadtrat hat Beitritt von Pobershau beschlossen – Jetzt ist es offiziell: Ab 2012 gehört die Gemeinde samt Ortsteil zu Marienberg

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