- Langenhorn (Nordfriesland)
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Wappen Deutschlandkarte 54.6666666666678.916666666666712Koordinaten: 54° 40′ N, 8° 55′ OBasisdaten Bundesland: Schleswig-Holstein Kreis: Nordfriesland Amt: Mittleres Nordfriesland Höhe: 12 m ü. NN Fläche: 47,4 km² Einwohner: 3.091 (31. Dez. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 65 Einwohner je km² Postleitzahl: 25842 Vorwahl: 04672 Kfz-Kennzeichen: NF Gemeindeschlüssel: 01 0 54 075 Adresse der Amtsverwaltung: Theodor-Storm-Str. 2
25821 BredstedtWebpräsenz: Bürgermeister: Horst Petersen (AWG) Lage der Gemeinde Langenhorn im Kreis Nordfriesland Langenhorn (dänisch: Langhorn, friesisch: Hoorne) ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein. Sie erstreckt sich als typisches Straßendorf in einer Länge von 6,5 km auf der Grenze zwischen Marsch und Geest. Die Gemeinde ist seit 2005 ein Erholungsort.
Inhaltsverzeichnis
Geografie und Verkehr
Langenhorn liegt etwa 20 km südöstlich von Niebüll in einer Wald- und Heidelandschaft und hat einen Bahnhof an der Strecke Hamburg - Westerland. Östlich verläuft die Bundesstraße 5 von Niebüll nach Husum.
Geschichte
Langenhorn wird erstmals 1352 urkundlich erwähnt. Seine Zentralität wird besonders unterstrichen durch die Erteilung des Marktrechtes. Seit 1681 durfte Langenhorn dreimal im Jahr einen Vieh-, Pferde oder Krammarkt abhalten.
Die St.-Laurentius-Kirche wurde um 1240 errichtet. 1684 begann man mit der Erneuerung des Innenraumes. Aus den folgenden Jahren stammen Altar, Kanzel und Taufbecken. 1721/22 wurde der gotische Kern durch einen quadratischen Anbau im Süden erweitert, der Ostteil 1759 verlängert und 1838 neu verblendet. 1761 stiftete der als Sönke Ingwersen in Langenhorn geborene und in Ostindien zu Vermögen gekommene Seneca Inggersen der Kirche eine Orgel. Kassettendecke, Holzpaneele und das Gestühl vervollständigen die Kirche seit dem Jahr 1898.
Nach der Annexion Schleswig-Holsteins durch Preußen wurde aus dem Gebiet des Kirchspiels Langenhorn, eine Kirchspielslandgemeinde gebildet. Sie umfasste die vier Dorfschaften Loheide, Mönkebüll, Oster-Langenhorn und Wester-Langenhorn.
1934 wurden die Kirchspielslandgemeinden aufgelöst und aus den Dorfschaften der Kirchspielslandgemeinde Langenhorn wurden Landgemeinden gebildet, die jedoch noch im selben Jahr wieder zur Gemeinde Langenhorn zusammengefasst wurden.
2009 kam es zur bisher größten politischen Auseinandersetzung in der jüngeren Geschichte des Dorfes. Es wurde die Bürgerinitiative "Lebenswertes Langenhorn" gegründet mit dem Ziel, die Aufstellung von 8 Windkraftwerken unmittelbar vor West-Langenhorn zu verhindern. Vier Anlagen befinden sich mittlerweile im Bau, um weitere vier hält die Auseinandersetzung an.
Politik
Bürgermeister
- 1945-1946: Christian Giencke
- ?-heute: Horst Petersen (AWG)
Gemeindevertretung
Von den 17 Sitzen in der Gemeindevertretung haben die Wählergemeinschaft AWG und die CDU seit der Kommunalwahl 2008 je sechs Sitze, die SPD drei und die FDP und der SSW haben je einen Sitz.
Wappen
Blasonierung: „Gespalten von Gold und Blau, überdeckt mit zwei grindlos miteinander verbundenen Hörnern, von denen das vordere rot, das hintere golden tingiert ist.“[2]
Das Gemeindewappen zeigt als einzige Figur zwei mit den Spitzen nach oben weisende, unten ineinander übergehende und somit figürlich eine Einheit bildende Hörner. Das Wappen nimmt auf diese Weise Bezug auf den Namen der Gemeinde, genauer: auf dessen zweiten Bestandteil, das Horn. Durch die Verbindung der Elemente der Wappenfigur (Hörner) und die daraus sich ergebende Streckung derselben entsteht bei dem Betrachter des Wappens darüber hinaus der Bildeindruck eines "langen Hornes", so dass auch der erste Bestandteil des Ortsnamens bildlich repräsentiert ist. Durch die ausschließliche Anknüpfung an den Ortsnamen weist sich das Wappen Langenhorns in erster Linie als "redendes" oder "sprechendes" Wappen aus. Vielleicht bezieht sich dieser auf die Form der ältesten, im 13. Jahrhundert zerstörten Deichlinie, wahrscheinlicher wohl auf die langgestreckte Form des Ortes am Geestrand, auf den sich die Bewohner Langenhorns nach Aufgabe des alten Kooges zurückziehen mussten. Die Tingierung des Wappens in den Farben Rot, Blau und Gold (sog. Friesenfarben) macht kenntlich, daß die wappenführende Gemeinde in der Landschaft Nordfriesland gelegen ist.[2]
Wirtschaft
In der Gemeinde ist eine große Zahl von Dienstleistungsbetrieben angesiedelt. Daneben tragen eine vergleichsweise große Zahl von Handwerksbetrieben Ihren Beitrag für die wirtschaftliche Entwicklung des Dorfes.
Sehenswürdigkeiten
In der Liste der Kulturdenkmale in Langenhorn (Nordfriesland) stehen die in der Denkmalliste des Landes Schlewig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Statistikamt Nord: Bevölkerung in Schleswig-Holstein am 31. Dezember 2010 nach Kreisen, Ämtern, amtsfreien Gemeinden und Städten (PDF-Datei; 500 kB) (Hilfe dazu)
- ↑ a b Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
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