Dolgen am See

Dolgen am See
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Dolgen am See führt kein Wappen
Dolgen am See
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dolgen am See hervorgehoben
53.9512.26666666666732
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rostock
Amt: Laage
Höhe: 32 m ü. NN
Fläche: 33,02 km²
Einwohner:

692 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner je km²
Postleitzahl: 18299
Vorwahlen: 038454, 038459
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 13 0 72 027
Adresse der Amtsverwaltung: Am Markt 7
18299 Laage
Webpräsenz: www.amt-laage.de
Bürgermeister: Eckhard Borrmann
Lage der Gemeinde Dolgen am See im Landkreis Rostock
Rostock Schwerin Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Ludwigslust-Parchim Admannshagen-Bargeshagen Bartenshagen-Parkentin Börgerende-Rethwisch Hohenfelde (Mecklenburg) Nienhagen (Landkreis Rostock) Reddelich Retschow Steffenshagen Wittenbeck Baumgarten (Warnow) Bernitt Bützow Dreetz (Mecklenburg) Jürgenshagen Klein Belitz Penzin Rühn Steinhagen (Mecklenburg) Tarnow (Mecklenburg) Warnow (bei Bützow) Zepelin Broderstorf Klein Kussewitz Mandelshagen Poppendorf (Mecklenburg) Roggentin (bei Rostock) Steinfeld (Mecklenburg) Thulendorf Altkalen Behren-Lübchin Boddin Finkenthal Gnoien Lühburg Walkendorf Behren-Lübchin Glasewitz Groß Schwiesow Gülzow-Prüzen Gutow Klein Upahl Kuhs Lohmen (Mecklenburg) Lüssow (Mecklenburg) Mistorf Mühl Rosin Plaaz Reimershagen Sarmstorf Diekhof Dolgen am See Hohen Sprenz Laage Wardow Dobbin-Linstow Hoppenrade Krakow am See Kuchelmiß Lalendorf Langhagen Alt Sührkow Dahmen Dalkendorf Groß Roge Groß Wokern Groß Wüstenfelde Hohen Demzin Jördenstorf Lelkendorf Prebberede Schorssow Schwasdorf Sukow-Levitzow Thürkow Warnkenhagen Alt Bukow Am Salzhaff Bastorf Bastorf Biendorf (Mecklenburg) Carinerland Kirch Mulsow Rerik Bentwisch Blankenhagen Gelbensande Mönchhagen Rövershagen Benitz Bröbberow Kassow Rukieten Schwaan Vorbeck Wiendorf (Mecklenburg) Cammin (bei Rostock) Gnewitz Grammow Nustrow Selpin Stubbendorf (bei Tessin) Tessin (bei Rostock) Thelkow Zarnewanz Elmenhorst/Lichtenhagen Kritzmow Lambrechtshagen Papendorf (Warnow) Pölchow Stäbelow Ziesendorf Bad Doberan Dummerstorf Graal-Müritz Güstrow Kröpelin Kühlungsborn Neubukow Sanitz Satow TeterowKarte
Über dieses Bild

Dolgen am See ist eine Gemeinde im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wurde am 31. Dezember 1999 aus den vormals selbstständigen Gemeinden Sabel und Striesdorf gebildet[2] und wird vom Amt Laage mit Sitz in der gleichnamigen Stadt verwaltet.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Gemeinde Dolgen am See liegt zwischen den Städten Laage und Schwaan und ist rund 20 Kilometer von Rostock entfernt. Die Ortsteile der Gemeinde gruppieren sich um den drei Kilometer langen und 300 Meter breiten Dolgener See. Im Süden grenzt die Gemeinde bei Ortsteil Friedrichshof an den Hohensprenzer See. Das Gelände ist hügelig und erreicht mit dem Dolger Berg eine Höhe von 71 m ü. NN. Im Norden grenzt das Gemeindegebiet an die Gemeinde Dummerstorf, im Osten an die Stadt Laage und im Süden an Hohen Sprenz und den Regionalflughafen Rostock-Laage.

Das vornehmlich landwirtschaftlich geprägte Gebiet wird von Naturfreunden wegen der weitgehend intakten Natur (Landschaftsschutzgebiet) und der Wasserqualität der Seen sehr geschätzt.

Zu Dolgen am See gehören die Ortsteile Dolgen, Friedrichshof, Groß Lantow, Kankel, Sabel und Striesdorf.

Geschichte

Gutshaus um 1890

Die früheste Gründung und Besiedlung des Ortes erfolgte vermutlich durch Slawen. Auf einer Halbinsel am Südostufer des Dolgener Sees liegt ein Burgwall aus der mittleren Slawenzeit (10. Jahrhundert).[3] Überreste eines weiteren mittelalterlichen Burgwalls, der „Alten Burg“, befinden sich im Wald östlich der Straße zwischen den Ortsteilen Dolgen und Striesdorf.[4]

Im Jahre 1285 verlieh der Herr zu Werle Nikolaus II. das Dorf einem Rostocker Bürger und der Ort Dolgen wurde so erstmalig urkundlich registriert.[5] Wenige Jahre später gelangte es in den Besitz des Klosters zum Heiligen Kreuz. Die uradelige Mecklenburger Familie von Drieberg, schon 1172 urkundlich registriert, richtete zu Beginn des 16. Jahrhunderts in Dolgen einen Gutshof ein. Vom Ende des 18. Jahrhunderts bis 1945 gehörte das ritterschaftliche Gut der Familie von Plessen. Bis zu seinem Tode im Jahre 1837 lebte Leopold von Plessen mit seiner Frau Sophie und den gemeinsamen Kindern im Herrenhaus Dolgen, der Mecklenburg auf dem Wiener Kongress vertrat und die Eigenständigkeit Mecklenburgs als Kleinstaat bewahren helfen konnte.[6][7] Im Jahr 1837 hatte der Ortsteil Dolgen 93 Einwohner und eine eigene Schule.[8] Im Jahre 1928 wurde die Größe des Rittergutes Dolgen mit 468,1 Hektar ausgewiesen.[9]

Verkehrsanbindung

Durch die Nähe zur Stadt Laage profitiert auch Dolgen am See von der günstigen Infrastruktur (Nähe zu Rostock, Güstrow und der B 103, Autobahnanschluss Laage an der A 19 sowie unmittelbare Nähe zum Regionalflughafen Rostock-Laage). Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Laage (Haltepunkt Kronskamp) sowie im Dummerstorfer Ortsteil Scharstorf an der Lloydbahn.

Persönlichkeiten

Mit der Gemeinde verbundene Personen

Sehenswürdigkeiten

  • Herrenhaus Dolgen mit Neorenaissance-Fassade aus dem späten 19. Jahrhundert
  • Erdholländerwindmühle aus dem Jahr 1882 im Ortsteil Groß Lantow
  • Striesdorfer Gutshaus (nach 1990 verfallen)
  • ehemaliges Friedrichshofer Herrenhaus, heute ein Hotel mit Gaststätte
  • Naturdenkmal Dolgener Eiche
  • rohrgedeckte Kleinbauernhäuser aus dem späten 18. Jahrhundert


Weblinks

 Commons: Dolgen am See – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Mecklenburg-Vorpommern Statistisches Amt – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2010 (PDF; 522 KB) (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
  3. Burgwall am Dolgener See im KLEKs – KulturLandschaftsElementeKataster
  4. Alte Burg im KLEKs – KulturLandschaftsElementeKataster
  5. August Rudloff: Zur Topographie der Länder Schwaan und Laage. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 58 (1893), S. 4
  6. Orte in MV: Dolgen
  7. Leopold von Plessen und die Verfassungspolitik der deutschen Kleinstaaten auf dem Wiener Kongress 1814/15 von Fritz Apian-Bennewitz.
  8. Gustav Hempel: Geographisch-statistisch-historisches Handbuch des Mecklenburger Landes, Verlag von Edmund Frege, Güstrow 1837, S. 270, 5. Abs.
  9. Niekammer's Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher. Band IV. Mecklenburg. Leipzig 1928, S. 24.
  10. A. Bartsch "Jahresbericht des Vereins für meklenburgische Geschichte und Alterthumskunde", Schwerin 1836, Seite 59

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