Kreis Germersheim

Kreis Germersheim
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Germersheim Deutschlandkarte, Position des Landkreises Germersheim hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Verwaltungssitz: Germersheim
Fläche: 463,26 km²
Einwohner: 125.822 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 272 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: GER
Kreisschlüssel: 07 3 34
Kreisgliederung: 31 Gemeinden
Adresse der Kreisverwaltung: Luitpoldplatz 1
76725 Germersheim
Webpräsenz:
Landrat: Fritz Brechtel (CDU)
Lage des Landkreises Germersheim in Rheinland-Pfalz
Karte

Der Landkreis Germersheim ist ein Landkreis im Südosten von Rheinland-Pfalz, Deutschland. Benachbarte Kreise sind (im Uhrzeigersinn): Landkreis Südliche Weinstraße, Rhein-Pfalz-Kreis, Landkreis Karlsruhe und die kreisfreie Stadt Karlsruhe, Landkreis Rastatt sowie das französische Département Bas-Rhin mit dem Arrondissement Wissembourg.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Der Rhein bildet bis auf kleine Ausnahmen die östliche Kreisgrenze und gleichzeitig die Landesgrenze zu Baden-Württemberg. Die Lauter ist größtenteils die südliche Grenze, welche gleichzeitig auch die Staatsgrenze zu Frankreich ist. Der Landkreis liegt vollständig im Rheingraben und gehört zur grenzüberschreitenden Region Pamina.

Geschichte

Der Landkreis Germersheim geht auf das am 1. April 1818 vom bayerischen König Maximilian I. gebildete Landkommissariat zurück, das später zum Bezirksamt und 1939 in den Landkreis Germersheim überführt wurde. Der Verwaltungsbezirk wurde im Laufe seiner Geschichte kaum verändert. Einzige Grenzkorrektur bei der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform um 1970 war die Eingemeindung von Hayna nach Herxheim, das dadurch den Landkreis verließ. In der Folgezeit verringerte sich im Zuge von Eingemeindungen die Gemeindeanzahl geringfügig: Sondernheim wurde nach Germersheim eingemeindet, Ober- und Niederlustadt zur Gemeinde Lustadt zusammengelegt und 1979 schlossen sich Büchelberg, Maximiliansau und Schaidt auf freiwilliger Basis der Stadt Wörth am Rhein an.

Politik

Kreistag

Der Kreistag des Landkreises Germersheim setzt sich seit der Kommunalwahl im Juni 2004 wie folgt zusammen:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2004
Sitze
2004
%
1999
Sitze
1999
CDU 44,4 19 46,1 19
SPD 25,3 11 32,3 14
FWG 11,8 5 7,3 3
GRÜNE 7,1 3 5,9 2
REP 5,7 2 4,8 2
FDP 5,6 2 3,6 2
gesamt 100,0 42 100,0 42
Wahlbeteiligung in % 60,6 67,3

Landräte

  • 1969–1976: Walter Hoffmann
  • 1976–1991: Joachim Stöckle (CDU)
  • 1991–2001: Gottfried Nisslmüller (SPD)
  • seit 2001: Dr. Fritz Brechtel (CDU)

Wappen

Beschreibung:

Von Schwarz und Blau durch einen silbernen Wellenbalken geteilt; oben ein wachsender, rot gekrönter und bewehrter goldener Löwe, unten ein durchgehendes silbernes Kreuz; im blauen Herzschild ein rot bezungter und bewehrter goldener Adler. (Wappen-Genehmigung 16. Februar 1976)

Bedeutung:

Der Löwe steht für die Pfalz und das Kreuz für das Hochstift Speyer. Beide Herrschaften hatten Anteil am heutigen Kreisgebiet. Der Herzschild ist das Wappen der Stadt Germersheim, die früher einmal reichsunmittelbar war und daher den Reichsadler führt.

Liste der Wappen im Landkreis Germersheim

Verkehr

Hier eröffnete die Pfälzische Maximiliansbahn im Jahre 1855 die Strecke von Neustadt über Landau–Winden bis ins elsässische Weißenburg. Von ihr zweigt in Winden seit 1864/65 die Linie nach Wörth–Karlsruhe ab, die von Maximiliansau durch die Stadt Karlsruhe erbaut worden war.

Die Kreisstadt Germersheim erhielt 1864 ihre erste Bahnverbindung durch die Pfälzische Ludwigsbahn von Schifferstadt über Speyer her. Sie wurde erst 1876 bis Wörth weitergeführt und zwar durch die Pfälzische Maximiliansbahn, die auch die weiteren Bahnen im Kreis errichtete:

  • 1870 von Winden nach Bad Bergzabern
  • 1872 von Germersheim nach Landau
  • 1876 von Wörth nach Lauterburg im Elsaß
  • 1877 von Germersheim über den Rhein nach Bruchsal (Bruhrainbahn) und
  • 1905 von Speyer nach Neustadt

Damit hatte das Schienennetz eine Ausdehnung von 92 km erreicht. Davon wurden für den Personenverkehr dauerhaft nur die folgenden Strecken stillgelegt:

  • 1956: Speyer Lb – Schwegenheim – Neustadt Lb 8 km (Meterspur)
  • 1984: Landau – Zeiskam – Germersheim 11 km

Zeitweise waren allerdings noch drei weitere Linien (19 km) betroffen, die jedoch inzwischen wieder reaktiviert worden sind.

1997 eröffnete die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft die Stadtbahnlinie S 5 von Karlsruhe nach Wörth Rathaus, die 2003 bis zum Badepark weitergeführt worden ist.

Durch das südliche Kreisgebiet führt die Bundesautobahn 65 Karlsruhe-Ludwigshafen. Mehrere Bundesstraßen und Kreisstraßen durchziehen das Kreisgebiet, darunter die mehrspurig ausgebaute Bundesstraße 9 Karlsruhe-Speyer und die Bundesstraße 272.

Städte und Gemeinden

(Einwohner am 31. Dezember 2007[1])

Lage im Rhein-Neckar-Dreieck

Verbandsfreie Städte:

  1. Germersheim, Stadt (21.042)
  2. Wörth am Rhein, Stadt (17.450)

Verbandsgemeinden mit ihren Mitgliedsgemeinden (Sitz der Verbandsgemeinde *):

  1. Bellheim * (8548)
  2. Knittelsheim (998)
  3. Ottersheim bei Landau (1835)
  4. Zeiskam (2275)
  1. Berg (Pfalz) (2144)
  2. Hagenbach, Stadt * (5406)
  3. Neuburg am Rhein (2532)
  4. Scheibenhardt (696)
  1. Hatzenbühl (2802)
  2. Jockgrim * (6998)
  3. Neupotz (1847)
  4. Rheinzabern (4862)
  1. Erlenbach bei Kandel (723)
  2. Freckenfeld (1635)
  3. Kandel, Stadt * (8440)
  4. Minfeld (1579)
  5. Steinweiler (1875)
  6. Vollmersweiler (215)
  7. Winden (1054)
  1. Freisbach (1046)
  2. Lingenfeld * (5431)
  3. Lustadt (3241)
  4. Schwegenheim (2882)
  5. Weingarten (Pfalz) (1701)
  6. Westheim (Pfalz) (1772)
  1. Hördt (2418)
  2. Kuhardt (1929)
  3. Leimersheim (2642)
  4. Rülzheim * (7804)

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz - Bevölkerung der Gemeinden

Weblinks


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