Ottobrunn

Ottobrunn
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ottobrunn
Ottobrunn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ottobrunn hervorgehoben
48.06666666666711.666666666667557
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Landkreis München
Höhe: 557 m ü. NN
Fläche: 5,23 km²
Einwohner:

20.105 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 3844 Einwohner je km²
Postleitzahl: 85521
Vorwahl: 089
Kfz-Kennzeichen: M
Gemeindeschlüssel: 09 1 84 136
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
85521 Ottobrunn
Webpräsenz: www.ottobrunn.de
Bürgermeister: Thomas Loderer (CSU)
Lage der Gemeinde Ottobrunn im Landkreis München
Karte

Ottobrunn ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis München südöstlich der Landeshauptstadt München.

Erst 1955 durch Abtrennung von der Nachbargemeinde Unterhaching entstanden, entwickelte sich Ottobrunn binnen weniger Jahrzehnte zu einer der am dichtesten besiedelten Gemeinden Deutschlands. Keimzellen der Entwicklung waren die Luftfahrt-Forschungsanstalt-München (LFM) (seit 1940) sowie die Bölkow Entwicklungen KG (seit 1958), aus welcher der weltbekannte Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB) (heute EADS) hervorging. Letzterer trug maßgeblich dazu bei, dass Ottobrunn über Jahrzehnte als einer der führenden High-Tech-Standorte Deutschlands galt. Obwohl seit Mitte der 1990er-Jahre zahlreiche Arbeitsplätze abgebaut und teilweise an andere Standorte verlagert wurden, überschritt Ottobrunn im Jahr 2010 die Marke von 20.000 Einwohnern.

Die Bevölkerung Ottobrunns zeichnet sich durch eine der höchsten Akademikerquoten Bayerns sowie durch eine überdurchschnittlich hohe Kaufkraft aus. Das Gemeindesteueraufkommen speist sich überwiegend aus der Einkommensteuer.

Ottobrunn verfügt über mehrere Einrichtungen, deren Einzugsgebiete über die Gemeindegrenzen hinaus reichen: das Kultur- und Veranstaltungszentrum Wolf-Ferrari-Haus, das Einkaufszentrum Isar Center, das Phönix-Bad und das Eislaufstadion.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Lage

Die Gemeinde liegt im südöstlichen Umland von München, in der Luftlinie zehneinhalb Kilometer von dessen Stadtzentrum entfernt. Die Entfernung zu den Nachbargemeinden beträgt von Ortsmitte zu Ortsmitte 2,4 (Neubiberg) bis 5,4 (Taufkirchen) Straßenkilometer.

Die nächstgelegenen Wälder – der Höhenkirchener Forst, der Perlacher Forst, der Hofoldinger Forst und der Grünwalder Forst – befinden sich allesamt in einem Umkreis von höchstens zehn Kilometern. Der Starnberger See und der Tegernsee sind keine 40, der Schliersee knapp 45 und das Skigebiet am Brauneck bei Lenggries nicht ganz 55 Straßenkilometer von Ottobrunn entfernt.

Die Entfernung zur nächsten Kreisstadt Ebersberg beträgt annähernd 30 Straßenkilometer. Es folgen Starnberg und Wolfratshausen mit jeweils 36, Miesbach mit 38, Erding mit 43 und Bad Tölz mit 44 Straßenkilometern.

Bis zum Münchner Hauptbahnhof sind es auf der Straße knapp 15, zum Flughafen 56 Kilometer.

Gemeindegebiet

Die Gemeinde erstreckt sich über eine Fläche von 5,23 km² (Stand 2008).[2] Das ist das kleinste Gemeindegebiet im Landkreis München.[3] Die größte Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd rund 2,8 Kilometer und von Ost nach West rund 3,9 Kilometer.[4]

Der nördlichste Punkt des Gemeindegebiets liegt rund 30 Meter westlich der Staatsstraße 2078 (westliche Ortsumgehung) und rund 60 Meter vor der Unterführung des Landschaftsparks Hachinger Tal. Der östlichste Punkt liegt rund 320 Meter östlich des Notinger Wegs und rund zehn Meter südlich der Ottostraße. Der südlichste Punkt befindet sich an der Einsteinstraße, rund 30 Meter südlich des Liebigwegs. Der westlichste Punkt liegt rund 30 Meter südlich des Ziegelwegs (Unterhaching) und rund 30 Meter östlich der Bundesautobahn 8.

Ende 2010 waren 86,3 Prozent des Gemeindegebiets Siedlungs- oder Verkehrsfläche (1980: 75,3 Prozent). Das ist der mit Abstand höchste Wert unter den 29 Städten und Gemeinden des Landkreises (Durchschnitt: 19,4 Prozent).[2] Davon entfielen auf Wohnflächen 45,3 Prozent (Landkreis: 5,9 Prozent), auf Verkehrsflächen 15,9 Prozent (Landkreis: 5,7 Prozent), auf Gewerbe- oder Industrieflächen 8,4 Prozent (Landkreis: 1,3 Prozent) und auf den Friedhof 1,9 Prozent (Landkreis: 0,1 Prozent). [5]

Mit 3844 Einwohnern pro Quadratkilometer liegt Ottobrunn an dritter Stelle der am dichtesten besiedelten Gemeinden Deutschlands. In Anbetracht der nahezu vollständigen Bebauung sieht sich die Gemeindeverwaltung nicht mehr in der Lage, neue Baugebiete auszuweisen.[6]

Enge Nachbarschaft

Nachbargemeinden

Ottobrunn grenzt im Norden an die Gemeinde Neubiberg, im Osten an den Ortsteil Waldkolonie der Gemeinde Putzbrunn, im Südosten an den Ortsteil Riemerling der Gemeinde Hohenbrunn, im Südwesten an die Gemeinde Taufkirchen und im Westen an die Gemeinde Unterhaching.

Bis auf die westliche Gemeindegrenze verläuft die Grenze Ottobrunns zu seinen Nachbargemeinden durch überwiegend dichte Siedlungen. So ist die Zugehörigkeit mancher Anwesen zu ihrer Gemeinde nicht immer klar erkennbar. Auch die Postleitzahl 85521 teilt Ottobrunn mit Riemerling.

Topographie

Blick von der Münchner Schotterebene auf den Südosten der Gemeinde

Die amtliche Meereshöhe Ottobrunns beträgt 555 m ü. NHN, gemessen am Turm der Kirche St. Otto (Friedenstraße 17).[7]

Bedingt durch die Lage der Gemeinde auf der Münchner Schotterebene sowie das Fehlen von Flüssen und Bächen weist die natürliche Bodenoberfläche Ottobrunns keine nennenswerten natürlichen Erhebungen oder Vertiefungen auf. Entsprechend dem Gefälle der Schotterebene liegt der äußerste Süden des Gemeindegebiets 18 Meter höher als der äußerste Norden.[Anm. 1] Der äußerste Westen des Gemeindegebiets liegt dagegen nur knapp sechs Meter höher als der äußerste Osten.

Der niedrigste Punkt Ottobrunns mit 546 m befindet sich im Nordwesten des Gemeindegebiets auf der Staatsstraße 2078 (westliche Ortsumgehung) an der Grenze zu Neubiberg (kurz vor der Unterführung des Landschaftsparks Hachinger Tal). Im Westen des Ortes, wo die Staatsstraße 2078 die Grenze zu Unterhaching quert (nahe der Einmündung der Daimlerstraße), beträgt die Normalhöhe 554,1 m. Im Osten, wo die Ottostraße die Grenze zu Putzbrunn quert, ist das Gelände 560 m hoch. Im Süden, wo die Rosenheimer Landstraße die Grenze zu Taufkirchen quert, beträgt die Normalhöhe knapp 564 m. Der höchste Punkt Ottobrunns mit 565 m ist der Gipfel des im Jahr 1971[8] künstlich aufgeschütteten Rodelhügels (sog. Bölkowberg) unmittelbar südlich des Schwimmbads am Haidgraben.

Zeugnis einer ehemaligen Kiesgrube:
Der Spielplatz in der Mulde (Am Bogen)

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die natürliche Bodenoberfläche Ottobrunns an mehreren Stellen durch Kiesgruben künstlich verändert. Man förderte in ihnen den in der Schotterebene reichlich vorhanden Kies für den Straßen- und Gebäudebau. Die größte Grube lag südlich der Robert-Koch-Straße und westlich der Einsteinstraße (heutiges IABG-Gelände). Sie war Anfang der 1940er Jahre für den Bau der Luftfahrtforschungsanstalt München (LFM) angelegt worden[9] und maß über 100 mal 400 Meter.[10] Heute sind die Gruben verfüllt und großenteils überbaut. Dazu zählen die Gruben an der Unterhachinger Straße/Ecke Haidgraben, an der Putzbrunner Straße/Ecke Rathausstraße und am Ranhazweg gegenüber dem Starenweg. Nur die Gruben auf dem IABG-Gelände, südlich des Graswegs und südlich der Straße „Am Bogen“ (Spielplatz in der Mulde) lassen sich noch heute an dem mehrere Meter unter dem Niveau der Umgebung liegenden Boden erkennen.[11]

Geologie

Blick auf die Schotterschicht unterhalb Ottobrunns (Uhlandstraße)

Ottobrunn liegt im Südteil der Münchner Schotterebene. Dort ist die Kiesschicht sehr mächtig und porös, weshalb das Grundwasser erst in einer Tiefe von etwa 15 Metern unter Gelände anzutreffen ist[12] und das Gemeindegebiet keine natürlichen Oberflächengewässer besitzt. Da die Gemeinde Ottobrunn zudem keine Grundwasserförderung betreibt, wird das Ortsgebiet östlich der S-Bahn von den Stadtwerken München, westlich davon von der Wasserversorgung Hohenbrunn mit Wasser beliefert.[13]

Der Standort Ottobrunn besitzt hervorragende natürliche Voraussetzungen für eine Wärmegewinnung und Stromerzeugung aus tiefer Geothermie. Der Grund dafür sind ergiebige Heißwasservorkommen von 130 °C in drei Kilometern Tiefe unter Normalnull.[14] Ende der 1990er Jahre gab es seitens der Ottobrunner Gemeindeverwaltung großes Interesse an der Nutzung dieser hydrothermalen Energievorräte. Allerdings konnten diese Planungen nicht verwirklicht werden. Mittlerweile hat das Bergamt Südbayern alle für Bohrungen infrage kommenden Grundstücke vergeben, so dass in Ottobrunn keine Bohrmöglichkeiten mehr bestehen.[15]

Klima

Allgemeines

Das Klima in Ottobrunn[16] entspricht den Verhältnissen im Landkreis München insgesamt. Diese werden vorwiegend durch maritimen Einfluss bestimmt, der eine wechselhafte Witterung mit Niederschlägen bedingt. Bei Hochdruckwetterlagen gibt es auch kontinentalen Einfluss. Dieser macht sich im Sommer meist durch Wärme, im Winter durch Kälte und allgemein durch Trockenheit bemerkbar.

Durch die Nähe der Alpen als Wetterbarriere ist das Niederschlags-Aufkommen für deutsche Verhältnisse relativ hoch. Es wird teils durch Stau feuchter Luft, teils durch ziemlich häufige Gewitter verursacht. Andererseits ist die Sonnenscheindauer im Vergleich zu vielen Gebieten Bayerns relativ hoch, da sich Hochnebel- und Nebellagen meistens auf die Flusstäler und Beckenlagen des nördlichen Oberbayern und Niederbayern beschränken. Aufgrund der Höhenlage ist die Temperatur für deutsche Verhältnisse insgesamt relativ niedrig.

Der Föhn bringt an der Vorderseite mancher Tiefdruckgebiete schönes Wetter. Damit verbunden ist eine gute Fernsicht, bei der auch die Bayerischen Alpen sehr deutlich zu sehen sind. Die in den Föhntälern Südbayerns wirksame trockene und warme Luft kommt allerdings nur ganz selten bis nach Ottobrunn.

Wetterwerte

Angaben über langfristige, durchschnittliche Wetterwerte sind nur als Anhaltspunkte zu verstehen, da der Deutsche Wetterdienst in Ottobrunn zu keinem Zeitpunkt eine Messstation betrieben hat. Derzeit befindet sich die nächstgelegene Station in Oberhaching-Laufzorn,[Anm. 2] zehn Kilometer südwestlich von Ottobrunn.[17] Während der Normalperiode von 1961–1990, für die langfristige Jahres- und Monatsmittelwerte ermittelt wurden, befanden sich die nächstgelegenen Messstationen in Hohenbrunn[Anm. 3] (Niederschlagsmenge), dreieinhalb Kilometer südöstlich von Ottobrunn, und am Flughafen München-Riem[Anm. 4] (Lufttemperatur, Sonnenscheindauer), acht Kilometer nordöstlich von Ottobrunn.

Demnach liegt die Lufttemperatur im Jahresmittel bei 7,8 °C.[18]. Die mittlere Höchsttemperatur herrscht im Monat Juli mit 23 °C, die mittlere Tiefsttemperatur im Monat Januar mit −5 °C.[19]

Die mittlere Sonnenscheindauer beträgt 1709,1 Stunden pro Jahr.[20] Die Zahl der täglichen Sonnenstunden schwankt zwischen durchschnittlich zwei (November bis Januar) und acht Stunden (Juli).[21]

Die mittlere Niederschlagsmenge beträgt 1052,5 mm pro Jahr.[22] Die meisten Regentage gibt es mit jeweils 16 im Januar, Juni und Juli, die wenigsten im Oktober, wo an 12 Tagen Niederschlag fällt.[23]

Geschichte

Als politische Gemeinde existiert Ottobrunn seit 1955. Die Besiedlung des Gemeindegebiets begann 1902. Die Vorgeschichte Ottobrunns ist allerdings ein Jahrhundert älter.

19. Jahrhundert

Die Landshauptstadt München ist im Süden und Osten von einem mächtigen Waldgürtel umgeben. Er besteht aus acht Forsten (u. a. dem Höhenkirchener Forst) und wird von drei Fluss- bzw. Bachtälern (u. a. dem Hachinger Tal) durchquert. Ende des 18. Jahrhunderts gab es im Nordwesten des Höhenkirchener Forstes ein knapp fünf Quadratkilometer großes Areal, dessen Lage, Form und Größe dadurch zustande kamen, dass es zu keiner der umgebenden Gemarkungen Unterbiberg, Putzbrunn, Hohenbrunn, Taufkirchen und Unterhaching gehörte.[24] Das Gebiet war somit gemeindefrei („ausmärkisch“) und auch unbewohnt. Sein nördlicher, östlicher und südlicher Grenzverlauf hat sich nahezu unverändert in der heutigen Ottobrunner Gemeindegrenze erhalten. Die Westgrenze, die das Ende des Höhenkirchener Forstes und den Übergang ins Hachinger Tal markierte, bildete ein Feldweg namens Haidgraben, der heute eine asphaltierte Straße im Westen Ottobrunns ist. Um 1800 schlug der bayerische Staat besagtes Territorium den Bauern von Unterhaching im Tausch für Besitzungen im Perlacher Forst zu. Dadurch verschob sich die östliche Gemeindegrenze Unterhachings vom Haidgraben um bis zu drei Kilometer nach Osten.[25]

Ottosäule

Von Nordwesten nach Süden durchzog nur die mit Kies und Sand befestigte Staatsstraße München – Rosenheim das heutige Gemeindegebiet.[26] Die Rosenheimer Landstraße hatte 1158 nach der Gründung Münchens durch Herzog Heinrich XII. den Löwen erhebliche Bedeutung als Handelsweg (v. a. Salz, Post) von München nach Salzburg beziehungsweise Innsbruck und Italien erlangt.[26] Gequert wurde die Landstraße von Waldwegen aus Unterhaching, Taufkirchen (Winning), Putzbrunn und Hohenbrunn. Deren Verlauf ist großenteils noch heute im Straßenbild Ottobrunns und des benachbarten Hohenbrunner Ortsteils Riemerling zu erkennen.[Anm. 5][24]

Auf der Rosenheimer Landstraße reiste am 6. Dezember 1832 der spätere Namenspatron Ottobrunns, Prinz Otto von Wittelsbach. in sein künftiges Königreich Griechenland. Drei Jahre zuvor hatten sich die Signatarmächte des Krieges der Griechen gegen die osmanische Fremdherrschaft – England, Frankreich und Russland – im Friedensvertrag von Adrianopel, auf den zweiten Sohn König Ludwigs I. von Bayern als neuen König von Griechenland geeinigt. Beim Straßenwärterhäuschen am Kilometerstein 12 nahm der erst 17-jährige Prinz von seinem Vater Abschied und begab sich mit seinem Gefolge auf die Reise nach Nauplia, der damaligen Hauptstadt Griechenlands.[27] Am 13. Februar 1834 wurde am Schauplatz des Geschehens eine vom Münchner Steinmetzmeister Anton Ripfel geschaffene und gestiftete dorische Steinsäule enthüllt, auf deren Kapitell eine Büste Ottos thront. Die Ottosäule ist heute das Wahrzeichen Ottobrunns und steht im Mittelpunkt des Gemeindewappens.[28]

In den nächsten fünf Jahrzehnten gab es nach heutigem Wissen keine nennenswerten Ereignisse auf Ottobrunner Flur. Erst 1890 entstand am nördlichen Eintritt der Rosenheimer Landstraße in den Höhenkirchener Forst (heute Alte Landstraße/Ecke Haidgraben) ein Milchviehhof („Schwaige“, 1976 abgerissen), der auch eine Gaststätte für Fuhrleute, Boten, Wanderer und Pilzsammler beherbergte.[29] Das Anwesen gehörte von 1893 bis Anfang der 1930er Jahre zum landwirtschaftlichen Mustergut der Finck-Stengelschen Gutsverwaltung in Unterbiberg.[30] Es blieb aber alleinstehend und löste keine Besiedlung der Gegend aus.

Frühes 20. Jahrhundert (bis 1933)

Mansardenhaus aus der Frühzeit Ottobrunns (Bahnhofstraße)

Erst Anfang des 20. Jahrhunderts begannen naturliebende und stadtmüde Münchner unter dem Eindruck der Lebensreform-Bewegung, im Nordwesten des Höhenkirchener Forstes Parzellen zu erwerben, um darauf Wochenend-, Block- oder Landhäuser zu errichten.[31] Aus diesen versprengten Siedlungskernen bildeten sich mit der Zeit Waldkolonien, die ihrerseits zusammenwuchsen und schließlich vom Bayerischen Staatsministerium des Innern in den Rang von Ortsteilen bestehender Gemeinden erhoben wurden. Beispiele sind Waldperlach (Gemeinde Perlach),[32] Neubiberg (Unterbiberg),[33] Waldkolonie (Putzbrunn),[34] Riemerling (Hohenbrunn)[35] und Ottobrunn (Gemeinde Unterhaching). Weil das Wachstum einiger Kolonien an den Gemeindegrenzen nicht Halt machte, ordneten Ortsfremde (z. B. Ansichtskartenhersteller) manche Anwesen öfters der falschen Gemeinde zu.[36]

Waldschlößchen

Auf dem heutigen Ottobrunner Gemeindegebiet setzte die Besiedlung im Jahr 1902 ein. Der Münchner Baumeister Clemens Schöps baute an der Rosenheimer Landstraße rund 800 Meter südlich der „Schwaige“ (heute Ecke Prinz-Otto-Straße) ein repräsentatives Ausflugslokal namens Waldschlößchen (früher auch Waldschlößl) sowie drei Villen. Das „Waldschlößchen“ ist als einziges bis heute erhalten geblieben und somit das älteste existierende Gebäude Ottobrunns.[37]

Zwischen 1902 und 1904 wurde die Eisenbahnlinie München-Ost – München-Giesing durch den Höhenkirchener Forst nach Aying verlängert. Ihr Fahrgastaufkommen erhöhte sich zügig von 110.000 (1905) auf 475.000 (1916).[38] Dadurch kamen viele Wochenend- und Feiertagsausflügler in den Wald vor den Toren Münchens, dessen Reize sie kennen und schätzen lernten. Von der Ottosäule aus lag der nächste Eisenbahn-Haltepunkt in Neubiberg. In der Folgezeit ließen sich immer mehr „Kolonisten“ aus München in ihren Wochenendhäuschen im Grünen nieder, anfangs noch ohne Elektrizität, fließend Wasser, ärztliche Versorgung, Einkaufsmöglichkeiten und kommunale Infrastruktur.[39] Wer in die Schule, die Kirche oder den Turn- und Sportverein, zur Post, Sparkasse oder Gemeindekanzlei wollte, musste sich in das drei Kilometer entfernte Unterhaching begeben.[Anm. 6] Auch den seinerzeit berühmten Komponisten Ermanno Wolf-Ferrari, nach dem 70 Jahre später das Ottobrunner Kulturzentrum benannt wurde,[40] zog es 1915 in die Ruhe des Waldes, die ihm ein freies und ungestörtes Arbeiten ermöglichte.[41][Anm. 7]

Auf diese Weise entstanden bis 1916 im Osten der Gemarkung Unterhaching mehrere Waldkolonien, deren Lage sich meist anhand des kerzengeraden Verlaufs der zugehörigen Straßen noch heute erkennen lässt: die Kolonie Waldschlößl (zwischen Bozaunweg und Prinz-Otto-Straße), die Kolonie Waldlust (zwischen Rosegger- und Ludwig-Thoma-Straße), die Park-Kolonie Neubiberg (Hirtenstraße, Promenadestraße), die Otto-Kolonie (zwischen Dianastraße und Nimrodstraße), die Waldkolonie Putzbrunn (Spitzwegstraße) sowie eine Kolonie am Ranhazweg und an der Mozartstraße.[Anm. 8][42][26] Die Schwaige lag abseits im Norden, desgleichen die Ottosäule im Süden.

Seit 1910 rangen die inzwischen entstandenen Siedlervereinigungen mit den staatlichen Organen um eine Anerkennung ihrer Namenvorschläge für die heranwachsende Siedlung. Die Kolonisten beantragten Waldlust (1910), doch der Gemeindeausschuss Unterhaching verlangte Neuhaching (1912). Die Siedler, fast durchweg Münchner Herkunft und ohne innere Bindung zu Unterhaching, wollten dies aber nur als Zusatz vor ihren eigenen Kolonienamen akzeptieren. Dies wiederum lehnte das königliche Bezirksamt München ab (1913). Am 8. September 1913 schlug die königliche Regierungsfinanzkammer dem Bezirksamt den Namen Ottobrunn vor. Er verwies auf die in der Nähe des Siedlungsgebiets befindliche Säule zur Erinnerung an König Otto von Griechenland. Die Endung „-brunn“ wählte man in Analogie zu den historischen Namen der unmittelbar benachbarten Gemeinden Putzbrunn und Hohenbrunn. Am 31. Januar 1921 genehmigte das Staatsministerium des Innern diesen Namen.[43]

1914 wurde eine etwa 25 Mann starke Freiwillige Kolonistenfeuerwehr gegründet, nachdem einige Monate zuvor die Kegelbahn des „Waldschlößchens“ gebrannt hatte. Sorgen bereiteten die oft hölzerne und behelfsmäßige Bauweise der mitten im Wald gelegenen Häuser, die großen Entfernungen und schlechten Wege.[44] Im selben Jahr erhielt Ottobrunn auch sein erstes Wasserwerk (Prinz-Otto-Straße; heute Nr. 19–27). Es war auf Initiative von 135 Siedlern entstanden, die sich zwei Jahre zuvor zu einer Genossenschaft zusammengeschlossen hatten.[45]

1918 wurde im Wirtsgarten der „Schwaige“ eine Gartenlaube, das sogenannte Salettl, als katholische Notkirche ausgestattet.[46] 1920 errichtete man auf dem Gelände der heutigen Schule an der Friedenstraße eine sogenannte Waldschule. Der zunächst einzige Klassenraum hatte eine Fläche von 60 Quadratmetern.[47] 1922 wurde an der Eisenbahnlinie auf Höhe der heutigen Ottostraße der Haltepunkt Waldlust eingerichtet.[48]

„Drittes Reich“ vor dem Zweiten Weltkrieg (1933–1939)

Anfang der 1930er Jahre war der weitaus größte Teil des heutigen Ottobrunner Gemeindegebiets noch immer unbewohnter Wald. Im Südwesten bildete der Ranhazweg die südliche Siedlungsgrenze.[49]

1933 wurde nordwestlich von Ottobrunn mit dem Bau des Flugplatzes München-Süd (ab 1935: Fliegerhorst Neubiberg) begonnen. Schon drei Jahre später zählte die Einrichtung 1816 zivile Mitarbeiter und rund 2400 Soldaten. Um die Wohnungsnot der Beschäftigten und ihrer Familien zu lindern, wurde unter anderem in Ottobrunn (zwischen Feldstraße und Prinz-Otto-Straße) eine Wohnanlage für Offiziere gebaut.[26]

Zwischen 1933 und 1935 entstand zwei Kilometer westlich des Haidgrabens der erste Abschnitt der Reichsautobahn 26 (München – Salzburg).[50] Allerdings war auf den ersten 15 Kilometern und damit auch bei Ottobrunn keine Zu- und Abfahrtsmöglichkeit vorgesehen. Für den Bau der Trasse hatte man ab 1931 am Haidgraben auf der Höhe des heutigen Sportparks eine mehrere hundert Meter lange Kiesgrube ausgehoben, die fast bis zum Erlenweg und zur Schwalbenstraße reichte.[51]

1936 wurde am Ranhazweg (heute Nr. 31) das zweite Wasserwerk Ottobrunns gebaut (1963 modernisiert). Damit war auch der Ottobrunner Süden mit Trinkwasser versorgt.[52] 1936–1937 entstand an der Friedenstraße (heute Nr. 17) die Pfarrkirche St. Otto.[53] 1937 wurde neben der Waldschule, die inzwischen 189 Schüler hatte, ein Schulgebäude mit vier Klassenräumen gebaut. Es bildete den Kern der heutigen Volksschule an der Friedenstraße (Schule I).[54]

Zweiter Weltkrieg (1939–1945)

Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges steigerte sich der Zuzug von München nach Ottobrunn erheblich. Wer dort ein Block- oder Sommerhaus besaß, versuchte die Großstadt zu meiden. Noch stärker wurde der Druck auf die Siedlung nach den ersten Luftangriffen auf München in den Jahren 1941 und 1942. Die Wehrmacht stellte damals Baracken als Ausweichlager auf.[55]

Denkmal (2001) zur Erinnerung an das KZ-Außenlager Ottobrunn

1940 begann die Firma Messerschmitt (Augsburg) im Auftrag des Reichsluftfahrtministeriums mit dem Bau einer militärisch motivierten Großforschungseinrichtung, der Luftfahrtforschungsanstalt München (LFM). Das bis dahin unbewohnte Gelände erstreckte sich vom Südwesten des heutigen Ottobrunner Gemeindegebiets (zwischen Haidgraben, Ranhazweg und Drosselstraße) bis in den Norden der Gemeinde Brunnthal. Es lag strategisch günstig in der Nähe der Autobahn München – Salzburg und des Neubiberger Flugplatzes. Zudem war die Gefahr von Bombardierungen wegen der Waldlage geringer als in München. Die LFM sollte neue Versuchsapparaturen für die Forschung erproben und betreiben. Im Norden des Geländes, auf heutiger Ottobrunner Flur, befand sich das Aerodynamische Institut. Es verfügte über große Windkanäle mit für damalige Verhältnisse sehr exakten Messeinrichtungen.[Anm. 9] Die Projekt- und Grundlagenforschung hätte damit eine neue Qualität bekommen. Doch obwohl die LFM einen Großteil der Forschungsgelder des Reichsluftfahrtministeriums verschlang, war das Projekt kriegsbedingt von Material- und Personalengpässen, Terminverzögerungen und Provisorien geprägt.[56][57]

Um dem Personalmangel beim Bau der LFM abzuhelfen, wurde Anfang 1944 ein Außenlager des Konzentrationslagers Dachau eingerichtet und im Mai 1944 eröffnet. Es lag an der heutigen Zeisigstraße zwischen Dunant- und Zaunkönigstraße. 350 bis 600, zeitweise sogar bis zu 900 Gefangene mussten unter unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten. Dennoch blieb das Forschungsprojekt bis zum Kriegsende unvollendet. Das KZ-Außenlager wurde vermutlich am 1. Mai 1945 geräumt.[58]

Nachkriegszeit (1945–1990)

Im Jahr 1947 suchte das Kreisflüchtlingsamt in Verbindung mit dem Regierungsbeauftragten für das Flüchtlingswesen nach einem Standort für ein Hilfskrankenhaus im Raum München. Es sollte Kranke aus Regierungsflüchtlingslägern (z. B. in München-Allach) behandeln, die in den ausgelasteten Münchner Krankenhäusern keine Aufnahme mehr fanden. Fündig wurde man im verwaisten Bauleitgebäude der ehemaligen Luftfahrtforschungsanstalt. Es stand an der Stelle der heutigen Grundschule an der Albert-Schweitzer-Straße (Schule III). Das von der Inneren Mission geleitete Krankenhaus spezialisierte sich in den folgenden Jahren auf Innere Medizin und wurde 1968 abgerissen.[59][60]

1949/1950 verlängerte die US-amerikanische Luftwaffe (USAFE) die Start- und Landebahn des Militärflugplatzes Neubiberg über die Staatsstraße 2078 (Rosenheimer Landstraße) hinweg nach Nordosten.[61] Deshalb musste die Staatsstraße in einem Bogen, bestehend aus dem heutigen Amalienweg und der Neubiberger Äußeren Hauptstraße, um den Flugplatz herumgeführt werden. Aus dieser Zeit stammt der Straßenname Alte Landstraße, der an den ursprünglichen Verlauf der Staatsstraße erinnerte. Erst 2002 wurde der Umweg nach einer Untertunnelung der Start- und Landebahn zurückgebaut.

Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl Ottobrunns durch den Zuzug von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen sprunghaft an.[Anm. 10][62] Doch zum Leidwesen der Siedler war die Siedlung noch immer ein Ortsteil von Unterhaching. Die Ottobrunner fühlten sich von ihrer Muttergemeinde benachteiligt und glaubten, dass ihre Wünsche von der damals noch steuerschwachen Gemeinde Unterhaching nicht rasch genug erfüllt würden. Zudem lagen Ottobrunn und Unterhaching drei Kilometer voneinander entfernt, waren durch die Autobahn getrennt und wurden von unterschiedlichen Eisenbahnlinien bedient.[63]

Villa von Ermanno Wolf-Ferrari und ehemaliges Rathaus

Am 22. März 1947 fasste der Gemeinderat Unterhaching einstimmig den Beschluss, Ottobrunn auszugemeinden. Nach Einrichtung einer provisorischen Ottobrunner Gemeindeverwaltung[Anm. 11][64] stellte der Unterhachinger Gemeinderat am 12. März 1953 einstimmig den Antrag auf Einleitung des Ausgemeindungsverfahrens.[65] Am 8. Oktober 1953 wurde die endgültige Selbständigmachung beschlossen.[64] Eine Einigung über den Verlauf der gemeinsamen Gemeindegrenze erzielte man am 16. Oktober 1953. Das Ottobrunner Gemeindegebiet bestand im Wesentlichen aus dem ursprünglich gemeindefreien Areal im Höhenkirchener Forst, das der bayerische Staat um 1800 der Unterhachinger Bauernschaft zugeschlagen hatte, sowie einem knapp 200 bis 600 Meter breiten Streifen westlich des Haidgrabens, der schon vor 1800 zur Gemarkung Unterhaching gehört hatte.[66] Anderthalb Jahre später, am 1. April 1955, wurde Ottobrunn schließlich selbständig.[67] Zuletzt hatte Ottobrunn mit 5795 Einwohnern die Kerngemeinde Unterhaching mit 4975 Einwohnern zahlenmäßig überholt[68][Anm. 12] Außerdem hatte Ottobrunn mit neun zu sieben Vertretern die Mehrheit im Unterhachinger Gemeinderat gestellt. Als Rathaus diente bis 1983 die ehemalige Villa von Ermanno Wolf-Ferrari (Mozartstraße 68).

Ehemalige Zentrale von
Messerschnitt-Bölkow-Blohm (MBB)

1958 verlagerte der Luftfahrtpionier Ludwig Bölkow sein Unternehmen Bölkow-Entwicklungen KG mit 223 Mitarbeitern vom Flughafen Stuttgart auf das Gelände der ehemaligen LFM. In den Gebäuden des einstigen, auf Brunnthaler Flur gelegenen Instituts für Triebwerksforschung wurden die in Stuttgart begonnenen Raketenversuche fortgesetzt.[69] In den folgenden Jahrzehnten wurde das fast 80 Hektar große LFM-Gelände[70] zu einem Zentrum der Luft-, Raumfahrt- und Rüstungsindustrie ausgebaut, das im internationalen Vergleich nur wenig seinesgleichen hatte.[71] Eigentumsverhältnisse und Unternehmensbezeichnungen wechselten häufig: Bölkow GmbH (ab 1965), Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB; ab 1969), Dasa (ab 1992) und schließlich EADS (seit 2000).[72] Das Gelände gehört noch heute weitgehend zur Gemarkung Taufkirchen, der Sitz der Geschäftsführung war jedoch stets in Ottobrunn.[73][Anm. 13][74] Der Unternehmensstandort wurde daher – pars pro toto – mit Ottobrunn bezeichnet[Anm. 14][75] und wurde unter diesem Namen auch weltweit bekannt.[76] Als Ludwig Bölkow 1977 aus der MBB-Geschäftsführung ausschied,[77] war MBB das größte Luft- und Raumfahrtunternehmen der Bundesrepublik.[70] Allein am Standort Ottobrunn arbeiteten rund 6.500,[70] Ende der 1980er Jahre sogar rund 10.000 Mitarbeiter.[78]

1961 entstand in unmittelbarer Nachbarschaft zur Bölkow-Entwicklungen KG die Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft (IABG). Auch am Zustandekommen dieses technisch-wissenschaftlicher Dienstleistungsunternehmens war Ludwig Bölkow wesentlich beteiligt. In Spitzenzeiten arbeiteten von den fast 1800 Mitarbeitern fast 1600 in Ottobrunn.[79]

Hochhaus (Rubensstraße)

Das rapide Wachstum dieser Unternehmen übte auf Ottobrunn einen enormen Siedlungsdruck aus. Vor allem unter dem Ersten Bürgermeister Anton Wild, der 1956 gewählt wurde, änderte sich das Erscheinungsbild Ottobrunns grundlegend. Es entstanden Neubausiedlungen, Gewerbegebiete und Hochhäuser. Vor diesem Hintergrund wurde 1962 die Bürgervereinigung Ottobrunn e. V. (BVO) ins Leben gerufen, eine Bürgerinitiative, die sich seither für den Erhalt des noch verbliebenen „Gartenstadt“charakters einsetzt.[80] Die Pläne des Bürgermeisters zur Umgestaltung des Ortsbildes sahen unter anderem den Bau von Straßen durch bisher private Grundstücke mit zum Teil erst kurz zuvor gebauten Häusern sowie den Bau eines 14-stöckigen Hochhauses an der Rosenheimer Landstraße vor. Als Wild die anfängliche Unterstützung des Gemeinderates verlor, trat er zurück.[81]

Da Ottobrunn keinen gewachsenen Ortsmittelpunkt hatte, wurde dieser von Grund auf geplant und in einem 80.000 Quadratmeter großen Areal realisiert. In kurzer Folge entstanden ein neues Rathaus (1983), eine Fußgängerzone mit Ladenzeilen (1984) und das Kultur- und Veranstaltungszentrum Wolf-Ferrari-Haus (1986).

Seit 1990

Nach dem Ende des Kalten Krieges büßte Ottobrunn durch die Streichung staatlicher Rüstungsaufträge und die Konzentration von Luftfahrt-Entwicklungsprojekten an anderen Standorten viel von seiner Stellung als herausragender europäischer Hochtechnologie-Standort ein:

Partie im ehemaligen MBB-Werksgelände: Gebäude-Leerstand und veraltete Infrastruktur

Ab 1995 baute die Dasa im Zuge ihres konzernweiten Sparprogramms DoLoRes allein in Ottobrunn mehrere hundert Arbeitsplätze ab.[82] 1997 strich sie in ihrer Ottobrunner Hubschrauberentwicklung 200 Arbeitsplätze und verlagerte 650 nach Donauwörth.[83] Dieser Verlust wurde auch nicht durch die 250 Ingenieure wettgemacht, die die EADS in Ottobrunn für Navigationssatelliten und Antriebe einstellte.[84] Ab 2007 verlegte die EADS ihre Entwicklungsabteilung mit rund 2200 Mitarbeitern von Ottobrunn nach Manching.[85] In Verbindung mit der Weltwirtschaftskrise 2009 sank in Ottobrunn die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im produzierenden Gewerbe zwischen Mitte 2008 und Mitte 2009 um 34,8 Prozent (Landkreis: minus 7,6 Prozent).[86][87] 2010 verlagerte die Bosch Sicherheitssysteme GmbH ihre Zentrale mit 670 Arbeitsplätzen von Ottobrunn nach Grasbrunn.[88] Bis 2012 wird die EADS ihren Geschäftsbereich Eurocopter in Donauwörth konzentrieren. Dadurch wird der Standort Ottobrunn (Hubschrauber-Entwicklung) mit 630 Arbeitsplätzen komplett aufgelöst.[83] Als Folge dieser Entwicklung ist beispielsweise die Zahl der Gästeübernachtungen in Ottobrunn um über 30 Prozent gegenüber dem Höchststand im Jahr 2005 zurückgegangen.[89]

Eine nach wie vor führende Stellung hält Ottobrunn (gemeinsam mit der Nachbargemeinde Taufkirchen) bei Raumfahrt-Entwicklungsprojekten (z. B. Raumfahrt-Testzentrum der IABG[90]).

Seit Anfang der 1990er Jahre ist Ottobrunn im Bereich Energiesparen und Klimaschutz sehr aktiv. So wurde die Gemeinde für diese Bemühungen 2005 mit dem zweiten Platz im bundesweiten Wettbewerb Energiesparkommune bei den Gemeinden bis 20.000 Einwohner ausgezeichnet.[91][92] Beim Wettbewerb Bundeshauptstadt im Klimaschutz erzielte Ottobrunn 2006, ebenfalls in der Kategorie der Kommunen bis 20.000 Einwohner, den dritten Platz.[93][94] 2009 wurde im Wettbewerb Klimaschutzkommune 2009 bundesweit der vierte Platz erreicht, bayernweit sogar Platz eins.[95] 2010 konnte bei der Suche nach der Bundeshauptstadt im Klimaschutz 2010 noch Platz fünf der Gemeinden bis 20.000 Einwohner erreicht werden.[96]

Demographie

Bevölkerungsstruktur

Ottobrunn hat 20.105 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2010). Verglichen mit dem Durchschnitt des Landkreises München weist die Bevölkerung zwei strukturelle Besonderheiten auf: Der Anteil der weiblichen Einwohner (51,8 Prozent) ist um 1,1 Prozent, der Anteil der mindestens 65 Jahre alten Einwohner (23,2 Prozent) um 2,9 Prozent höher.[97]

Vor allem zeichnet sich die Ottobrunner Bevölkerung durch eine der höchsten Akademikerquoten Bayerns aus. Ihr Wert von 20,7 Prozent (Bayern: 8,45) im Jahr 2001[98][Anm. 15] ist im Zusammenhang mit einer Reihe großer ortansässiger und ortsnaher Arbeitgeber aus dem Hochtechnologie-Bereich zu sehen. Dazu zählen die Unternehmen EADS (Ottobrunn), IABG (Ottobrunn), Astrium (Taufkirchen) und Siemens (München-Neuperlach) sowie die Universität der Bundeswehr München (Neubiberg).

Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Ottobrunner Einwohnerzahlen war über Jahrzehnte von einem sich beschleunigenden Wachstum gekennzeichnet.[99] 1902 setzte die Besiedelung ein, 1912 zählte die Kolonie 96 Bewohner. Nur zwanzig Jahre später (1932) hatte sich deren Zahl auf über 1.100 erhöht. Weitere zwanzig Jahre später (1952) zählte Ottobrunn bereits über 5.000, 1965 erstmals über 10.000 Einwohner.

Allein im Jahr 1960 wuchs die Bevölkerung der Gemeinde erstmals um mehr als 1.000, 1969 sogar um über 1.800 Einwohner pro Jahr. 1971 bis 1973 schnellte die Einwohnerzahl Ottobrunns dreimal hintereinander um jährlich 1.100 bis 1.500 nach oben.

Die Jahre 1974 bis 1986 brachten eine spürbare Verlangsamung des Bevölkerungswachstums auf durchschnittlich nur noch 212 Einwohner pro Jahr. Dennoch wurde in dieser Zeit (1983) laut amtlicher Statistik erstmals die Marke von 20.000 Einwohnern durchbrochen.[Anm. 16][100] Ob dies tatsächlich der Fall war, ist zweifelhaft, da infolge der Volkszählung vom Mai 1987 die Einwohnerzahl gegenüber dem durch Fortschreibung der Statistik errechneten Vorjahres-Endstand (20.743) um 9,4 Prozent beziehungsweise 2.000 nach unten auf 18.784 korrigiert wurde.

In den folgenden zehn Jahren bis 1997 sank die Ottobrunner Bevölkerung auf 18.389 Einwohner, den bis heute niedrigsten Stand seit Mitte der 1970er Jahre. Seither stieg die Zahl der Einwohner wieder um durchschnittlich 132 pro Jahr. Zwischen 1999 und 2009 (Stichtag: 31. Dezember) wuchs die Bevölkerung um 7,5 Prozent (Landkreis: 10,3 Prozent). Mitte 2010 (Stichtag: 30. Juni) lag die Einwohnerzahl Ottobrunns über der Marke von 20.000.[101]

Nachfolgend sind die durchschnittlichen jährliche Änderungen der Ottobrunner Einwohnerzahl in den beschriebenen Entwicklungsphasen zusammengestellt:

Zeitraum Durchschnittliche Änderung der Einwohnerzahl pro Jahr
1903–1912 10
1913–1922 42
1923–1932 60
1933–1942 82
1943–1952 317
1953–1963 350
1964–1973 851
Zeitraum Durchschnittliche Änderung der Einwohnerzahl pro Jahr
1974–1986 212
1987 keine Angabe [1]
1988–1997 -38
1998–2010 132

1 wegen gravierender Korrektur der fortgeschriebenen Einwohnerzahl nach der Volkszählung vom Mai 1987

Politik und Verwaltung

Gemeinderat

Dem Gemeinderat gehören neben dem Bürgermeister als Vorsitzendem 24 Mitglieder an. Die derzeitige Legislaturperiode dauert von 2008–2014.

Die Gemeinderatswahl am 2. März 2008 hatte in Ottobrunn folgendes Ergebnis (in Klammern: Landkreis München):[102]

Partei Prozent Sitze Mitglieder des Gemeinderats[103]
CSU 41,3 (34,6) 10 Ludwig Bößner, Petra Kaiser, Matthias Klebel, Dr. Daniel Modrow, Monika Modrow-Lange (Zweite Bürgermeisterin), Melanie Plitz, Hans Pöschl, Boris Schätz (parteifrei), Susanne Vordermaier, Georg Weigert
SPD 23,5 (24,3) 6 Max-Benedikt Bauer, Konstantin Diederichs (parteifrei), Ruth Eder, Ruth Markwart-Kunas, Dietrich Wax, Ariane Wißmeier-Unverricht (Dritte Bürgermeisterin)
GRÜNE 10,5 (8,2) 2 Sebastian Lumpe, Doris Popp
BVO 12,2 3 Erika Aulenbach, Reinhard Pohl, Bernd Spötzl
FDP 8,2 (4,8) 2 Dr. Axel Keller, Thomas Mc Kie
ödp 4,3 (0,8) 1 Sörrine Winkler

BVO: Bürgervereinigung Ottobrunn e. V. (im Verband Freie Wähler Bayern e.V.)

Wahlbeteiligung: 48,2 (58,1) Prozent

Bürgermeister

Seit 2007

Rathaus

Erster Bürgermeister von Ottobrunn ist seit dem 21. März 2007 Thomas Loderer (CSU). In einer Stichwahl am 18. März 2007 (Wahlbeteiligung: 43,6 Prozent) setzte er sich gegen Karl Heinz Eisfeld (SPD) mit 56,4 Prozent der Stimmen durch.[104]

Der vorausgegangene erste Wahlgang am 2. März 2007 (Wahlbeteiligung: 47,7 Prozent) hatte zu folgendem Ergebnis geführt:[105]

Partei Bewerber Stimmen
in Prozent
CSU Thomas Loderer 39,9
SPD Karl Heinz Eisfeld 34,4
BVO Erika Aulenbach 14,3
FDP Dr. Axel Keller 11,4

BVO: Bürgervereinigung Ottobrunn e. V. (im Verband Freie Wähler Bayern e.V.)

Ehemalige Bürgermeister

Bis zur letzten Bürgermeisterwahl wurde Ottobrunn von folgenden Ersten Bürgermeistern regiert:[106]

Amtszeit Bürgermeister Partei
1955–1962 Anton Wild PWG
1962–1977 Ferdinand Leiß CSU
1977–1989 Dr. Horst Stähler-May CSU
1989–2007 Prof. Dr. Sabine Kudera SPD

PWG: Parteifreie Wählergemeinschaft

Lokale Besonderheiten der Politik

Wählergruppe

Die Bürgervereinigung Ottobrunn e. V. (BVO) im Verband Freie Wähler Bayern e. V. ist eine örtliche Ottobrunner Wählergruppe. Sie greift kommunalpolitische Themen auf und setzt sich seit 2008 für den Dialog der Generationen in Ottobrunn ein.[107] 1962 formierte sich die BVO als Reaktion auf Planungen des Gemeinderats, das Ottobrunner Ortsbild massiv umzugestalten. Vier Jahre später zog die Bürgerinitiative erstmals in den Ottobrunner Gemeinderat ein.[108] Dort ist sie auch heute mit drei (von insgesamt 24) Sitzen vertreten.[109] Bei der letzten Ottobrunner Bürgermeisterwahl (2008) erzielte die Kandidatin der BVO im ersten Wahlgang einen Stimmenanteil von 14,3 Prozent und belegte damit den dritten Platz hinter den Kandidaten der CSU und SPD.[105]

Wahlergebnisse

Bei der Landratswahl 2008 im Landkreis München erzielte die SPD-Kandidatin Johanna Rumschöttel in Ottobrunn einen um 10,1 Prozent höheren Stimmenanteil als im Durchschnitt des Landkreises.[110] Zuvor war der Amtsinhaber Heiner Janik (CSU) 12 Jahre lang Landrat, Rumschöttel acht Jahre lang Erste Bürgermeisterin der Ottobrunner Nachbargemeinde Neubiberg gewesen.

Die FDP erzielte in Ottobrunn bei fast allen Wahlen, an denen sie sich seit 2008 beteiligte, einen höheren Stimmenanteil als im Durchschnitt des Landkreises. Bei der Gemeinderats- und Landtagwahl machte der Überschuss mehr als drei Prozent aus. Die Freien Wähler (FW) konnten dagegen bei fast allen Wahlen, an denen sie seit 2008 teilnahmen, in Ottobrunn keinen so hohen Stimmenanteil erreichen wie im Durchschnitt des Landkreises. Bei der Kreistags-, Landrats- und Bezirkswahl betrug das Defizit mehr als drei, bei der Landtagswahl (Erststimme) fast fünf Prozent.[111]

Steuern

2010 lag Ottobrunn bei der Steuerkraft (= Gemeindesteuereinnahmen pro Kopf der Bevölkerung) auf Platz 18 (2009: 21) unter den 29 Städten und Gemeinden des Landkreises. Der weitaus größte Teil der Einnahmen stammt aus der Einkommensteuer (51,5 Prozent), mit großem Abstand gefolgt von der Gewerbesteuer netto (36,4 Prozent)[112] (Landkreis: 28,0 und 66,6 Prozent).[113]

Wappen

Ottobrunner Wappen

Blasonierung: „In Blau die silberne Ottosäule, auf deren Sockel ein Löwe liegt, beiderseits je eine bewurzelte silberne Tanne.“

Das Wappen verweist auf die Lage und die Entstehung des Ortes: Die Ottosäule ist das charakteristische Denkmal der Gemeinde; sie erinnert daran, dass König Otto von Griechenland im Jahr 1832 auf Ottobrunner (damals Unterhachinger) Flur von seinem Vater, König Ludwig I. von Bayern, Abschied nahm. Der Löwe steht für das Haus Wittelsbach, dem Otto und Ludwig angehörten. Die Tannen verweisen auf die Entstehung Ottobrunns als Rodungssiedlung in einem Waldgebiet, und die Wappenfarben klingen an die bayerischen Landesfarben an.[114]

Am 29. November 1955, knapp acht Monate nach der Gründung der Gemeinde, legte der Ottobrunner Bürgermeister dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv etwa 25 Wappenentwürfe vor, die aus einem Wettbewerb von drei ortsansässigen Grafikern hervorgegangen waren. Die Entwürfe wurden am 9. Januar 1956 ausnahmslos abgelehnt, da sie gegen nahezu alle heraldischen Regeln verstießen. Der einzige grundsätzlich brauchbare Entwurf stammte von dem gebürtigen Ottobrunner Ernst-Ludwig Ibler (* 8. August 1927). Eine überarbeitete Fassung wurde dem Hauptstaatsarchiv am 3. Januar 1956 zugesandt. Sechs Tage später gab es einen positiven Bescheid. Am 30. April 1956 wurde der noch gültige Wappenentwurf auf Antrag der Gemeinde vom Bayerischen Staatsministerium des Innern genehmigt.[115]

Partnerschaftsschild

Städtepartnerschaften

Ottobrunn hat Partnerschaften mit der Südtiroler Gemeinde Margreid (seit 1972), der griechischen Gemeinde Nauplia (seit 1978) und der französischen Gemeinde Mandelieu-la-Napoule (seit 2000) vereinbart. Mit Leben erfüllt werden die Partnerschaften durch gegenseitige Besuche von Delegationen der Gemeinden, der Vereine und vieler Privatpersonen sowie durch regelmäßig wiederkehrende gemeinsame Weinfeste. Ferner organisiert der Freundeskreis der Partnergemeinden Ottobrunns gegenseitige Besuche. Ein reger Schüleraustausch des Gymnasiums mit Nauplia bietet schon den Jugendlichen die Möglichkeit, persönliche Kontakte zu knüpfen.[116]

Religionen

Die letzte amtliche Statistik über die Verteilung der Religionszugehörigkeiten auf kommunaler Ebene beruht auf dem Ergebnis der Volkszählung 1987.[Anm. 17] Damals gehörten in Ottobrunn 53,8 Prozent der Bevölkerung zur römisch-katholischen Kirche (Landkreis: 60,5 Prozent), 27,8 Prozent zur evangelischen Kirche (Landkreis: 23,0 Prozent), 0,1 Prozent zur jüdischen Religionsgesellschaft (Landkreis: 0,1 Prozent) und 3,0 Prozent zur einer sonstigen Konfession (Landkreis: 3,2 Prozent). 15,3 Prozent waren konfessionslos (Landkreis: 13,2 Prozent).[117] Aktualisierte Zahlen sind mit der Auswertung der Volkszählung 2011 zu erwarten.

Römisch-katholische Kirche

Kirche St. Otto

Ottobrunn besitzt drei römisch-katholische Pfarreien. St. Otto ist für den Norden, St. Magdalena für den Osten und Riemerling, St. Albertus Magnus für den Süden Ottobrunns zuständig. Zwischen St. Otto und St. Magdalena verläuft die Pfarrgrenze von Norden nach Süden entlang der Bahnlinie bis zum S-Bahn-Haltepunkt, durch die Ottostraße und die Rosenheimer Landstraße. Die Grenze von St. Otto zu St. Albertus Magnus wird von Nordwesten nach Süden durch die Gutenbergstraße, die Lindenstraße, die Edelweißstraße und die Rosenheimer Landstraße markiert.[118] St. Magdalena bildet seit dem 1. Oktober 1982 einen Pfarrverband mit der 1200 Jahre alten Pfarrei St. Stephanus in Hohenbrunn,[119] St. Albertus Magnus und St. Otto seit dem 1. September 2008 eine Pfarreiengemeinschaft.[118]

Bis in den Ersten Weltkrieg hinein hatten die Ottobrunner Katholiken noch in das drei Kilometer entfernte Unterhaching (St. Korbinian) gehen müssen, um an den Gottesdiensten teilzunehmen. 1918 stattete der Kirchenbauverein Neubiberg W (= West) im Wirtsgarten der „Schwaige“ eine 5 mal 10 Meter große Gartenlaube, das sogenannte Salettl, als katholische Notkirche aus. Den ersten Gottesdienst hielt am 1. Dezember 1918 der Dekan von Oberhaching, Anton Haubenthaler.[Anm. 18] Zwei Jahre lang nutzte man das oft kalte, zugige und beengte Provisorium.[118]

Am 23. Januar 1921 weihte der Erzbischof von München und Freising, Michael von Faulhaber, eine zweite Notkirche. Die sogenannte Waldkirche (auch Holzkirche) war größer und solider als das Salettl und lag an der späteren Friedenstraße/Ecke Beiserstraße. Im Ersten Weltkriegs hatte der Bau noch als Militärbaracke gedient. Der Baugrund war eine Stiftung des Unterhachinger Bürgermeisterehepaars Beiser. Den Namen der Kirche „Zur heiligen Familie“ übernahm man vom Salettl.[118]

1936 wurde die Notkirche nach 15-jähriger Nutzung abgebrochen. An ihrer Stelle entstand nach Plänen von Friedrich Haindl jun. die erste feste Kirche Ottobrunns, St. Otto. Sie wurde am 11. April 1937 von Kardinal von Faulhaber geweiht.[Anm. 19] Am 1. März 1945 wurde St. Otto zur Pfarrei erhoben.[118] Bei der Neugestaltung des Kirchenvorplatzes im Jahr 2007 wurde auch die Sichtachse zwischen Rathaus und Kirche hervorgehoben.[118]

Wegen des starken Bevölkerungswachstums, insbesondere durch den Bau der Siedlung an der Lenbachalle, wurde am 1. April 1959 eine eigene Seelsorgestelle für den Ottobrunner Osten und das benachbarte Riemerling eingerichtet. Ein Jahr später entstand nach Plänen von Albrecht Busch die Kirche St. Magdalena an der Ottostraße/Ecke Georg-Kerschensteiner-Straße. Sie wurde am 27. November 1960 vom Erzbischof von München und Freising, Kardinal Wendel geweiht. Am 1. Januar 1963 folgte die Erhebung von St. Magdalena zur Pfarrei.[120]

Zur Betreuung des neuen Wohngebiets An der Ottosäule im Süden Ottobrunns wurde am 1. Januar 1971 eine dritte katholische Seelsorgestelle geschaffen. Zunächst fanden die Gottesdienste in der Grundschule an der Albert-Schweitzer-Straße (Schule III) statt, danach fünf Jahre lang in einer Behelfskirche und anderen Provisorien.[121] Am 1. September 1977 wurde St. Albertus Magnus zur Pfarrei erhoben. Am 2. Oktober 1977 weihte der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Ratzinger (später Papst Benedikt XVI.), die nach Plänen von Hubert Caspari gebaute Kirche St. Albertus Magnus an der Albert-Schweitzer-Straße.[121]

Evangelisch-lutherische Kirche

Michaelskirche

Bis Anfang 1923 mussten sich die lutherischen Christen Ottobrunns zum Gottesdienst in das über vier Kilometer entfernte Perlach (St. Paulus) begeben. Erst als die katholische Gemeinde in die Waldkirche an der Friedenstraße übersiedelte, wurde das Salettl frei für die evangelisch-lutherische Gemeinde.[122]

Noch im selben Jahr fanden die Protestanten eine neue Bleibe in der Turnhalle des Turn- und Sportvereins an der späteren Gartenstraße. Ihre Gottesdienste feierten die Gläubigen zunächst im Umkleideraum, nach dem Auszug des Vereins (1923) in der Halle selbst. 1926 erwarb der Protestantische Kirchenbauverein Neubiberg die Halle samt Grundstück. Die Halle wandelte man in einen Kirchenbau mit 120, nach dem Bau einer Empore mit 200 Sitzplätzen um. Diese sogenannte evangelische Waldkirche wurde am 24. Juni 1928 eingeweiht und diente 36 Jahre lang als Gotteshaus.[122]

1949 erhielt die Gemeinde ihren ersten eigenen Seelsorger. Am 1. Februar 1956 löste sie sich von St. Paulus in Perlach und wurde zur Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Ottobrunn.[122] Am 15. März 1964 wurde die nach Plänen von Theodor Steinhauser aus Sichtmauerwerk und Beton erbaute Michaelskirche an der Eichendorffstraße/Ecke Ganghoferstraße eingeweiht.[123]

Weitere protestantische Glaubensgemeinschaften

Die Ottobrunner Gemeinde der Neuapostolischen Kirche (NAK) in Deutschland ist seit 1951 selbständig. Bevor im November 1975 die erste Kirche in der Eichendorffstraße eingeweiht werden konnte, wurden die Gottesdienste in wechselnden Räumlichkeiten abgehalten. Der heutige Kirchenbau entstand an gleicher Stelle und wurde am 29. Januar 2006 geweiht.[124]

Die Freie evangelische Gemeinde (FeG) München-Südost entstand 1986 als Freie evangelische Gemeinde Ottobrunn. Ihren ersten Gottesdienst feierte die Gemeinde am 2. März 1986 in angemieteten Räumen in der Alten Landstraße. Seit 1988 befindet sich das Gemeindezentrum in der Hubertusstraße.[125]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wolf-Ferrari-Haus

Kultur- und Veranstaltungsgebäude

Das Kultur- und Veranstaltungszentrum der Gemeinde Ottobrunn ist das Wolf-Ferrari-Haus. Es beherbergt neben zwei Sälen für Veranstaltungen unter anderem das Kino Filmstudio mit einem Saal (80 Sitzplätze), die Ottobrunner Gemeindebibliothek, Räume der Volkshochschule, zwei Restaurants, einen Schießstand und eine Discothek.

Die Ferdinand-Leiß-Halle (früher Mehrzweckhalle) im Sportpark ist nicht nur ein Austragungsort für Sportveranstaltungen. In ihr werden auch die Südtiroler Weinfeste der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn, Flohmärkte der Frauen Union Ottobrunn sowie Faschingsbälle abgehalten.

Das Kino Ottobrunn in der Ottostraße verfügt über zwei Säle (Smoky: 188 Sitzplätze, Movie: 76 Sitzplätze).[126]

Museum und Galerie

Otto König von Griechenland-Museum

Im Rathaus befindet sich das 1989 gegründete Otto-König-von-Griechenland-Museum. Der Schwerpunkt des Museums ist neben den Ursprüngen der Gemeinde vor allem das Wirken Ottos in Griechenland. Die Sammlung umfasst mehr als 200 Objekte zu den Themenbereichen Philhellenismus, Griechischer Freiheitskampf sowie Entwicklung des befreiten Griechenland unter Otto, des Weiteren Ansichten der Hauptstädte Nauplia und Athen sowie Kunst- und Gebrauchsgegenstände vom Hof Ottos I. (z. B. Silber und Porzellan von der königlichen Tafel in Athen sowie Uhren und Schmuck aus Ottos persönlichem Besitz). Besonders hervorzuheben ist die Bildergalerie des Museums mit Ölgemälden und Aquarellen, unter anderem von Hess, Heideck und Perlberg sowie repräsentative Grafik, unter anderem von Schinkel und Rottmann.[127]

Ebenfalls im Rathausgebäude unterhält der Kunstverein Ottobrunn e. V. eine Galerie mit dem Namen Treffpunkt Kunst. In drei Räumen, die sich über zwei Etagen erstrecken, wird alle drei Wochen eine neue Ausstellung eröffnet. Die Galerie zeigt thematisch und technisch unterschiedliche Arbeiten von Künstlern, die entweder die Räume selbst mieten oder vom Kunstverein eingeladen werden. Gleich nebenan, auf dem Denkmalsplatz an der südlichwestlichen Seite des Rathauses, befindet sich ein Skulpturengarten.[128]

Kulturkreis

Der Kulturkreis Ottobrunn ist ein unabhängiger, öffentlicher und gemeinnütziger Dienstleister für Kultur, Bildung und Erziehung mit Sitz in Ottobrunn. Seine Veranstaltungen stehen grundsätzlich allen Personen offen.[129] Gegründet wurde der eingetragene Verein am 9. April 1957 mit dem Zweck, Einzel- und Großveranstaltungen wie Opern, Konzerte, Theaterstücke und Dichterlesungen nach Ottobrunn zu holen. Vor der Fertigstellung der Ottobrunner Mehrzeckhalle (1978) – der heutigen Ferdinand-Leiß-Halle – und des Wolf-Ferrari-Hauses (1986) fanden die meisten Veranstaltungen in der Turnhalle der Schule an der Friedenstraße („Jahnhalle“) statt. Später organisierte der Kulturkreis auch Kulturfahrten, Fotowettbewerbe, Kunstausstellungen und den ersten Wettbewerb „Ottobrunn soll schöner werden“. Ab 1970 nahm der Kulturkreis Kurse über Malerei, Fotografie und Fremdsprachen in sein Programm auf. In den 1990er Jahren wandelte sich der Kulturkreis endgültig vom Kulturverein zum Bildungsdienstleister (siehe Abschnitt Schulen des Kulturkreises). Der Betrieb von Kindertageseinrichtungen dient im Wesentlichen dem wirtschaftlichen Betrieb der bezuschussungsintensiven Bildungseinrichtungen.[130][131]

Musik

Der 1985 aus der Chorgemeinschaft Neubiberg hervorgegangene Ars Musica Chor blickt auf ein umfangreiches Wirken zurück. Das Repertoire reicht von der Musik des 16. Jahrhunderts über die Romantik bis zur Moderne, von großen Oratorien und Passionen über Gospels und Spirituals bis zu Carl Orffs Carmina Burana. Der Verein besteht aus etwa 60 Mitgliedern aller Altersgruppierungen.[132]

Der Sängerkreis Ottobrunn e. V. wurde 1919 gegründet und steht seit 1983 unter der Leitung von Thomas Schmid. Zum umfangreichen Repertoire dieses Männerchors zählen Couplets, Volksmusik und Schlager. Neben zahlreichen Auftritten „in heimatlichen Gefilden“ wird der Sängerkreis Ottobrunn auch fernab seiner bayerischen Heimat zu vielen Gastauftritten geladen. Ferner unternimmt er regelmäßig Konzertreisen und tritt auch im Ausland auf.[133][134]

Sport

Sportstätten

Phönix-Bad: Turm und Riesen-Wasserrutschen

Mittelpunkt der sportlichen Aktivitäten ist der Sportpark am Haidgraben. Er besteht aus dem Phönix-Bad (Hallen- und Freibad mit Saunabereich), einem Fußball- und Leichtathletikstadion, der Ferdinand-Leiß-Halle (Dreifachturnhalle mit Zuschauertribüne) und einem unüberdachten Eislaufstadion, das vom Sportverein ERSC Ottobrunn betrieben wird.

Am Ranhazweg/Ecke Drosselstraße gibt es eine Minigolfanlage. Die Tennisplätze des TSV Neubiberg-Ottobrunn liegen an der Jahnstraße/Ecke Friedenstraße. Weitere Tennisplätze gibt es neben dem Sportpark am Haidgraben.

An der Einsteinstraße befindet sich neben der Jugendfreizeitstätte eine Skaterbahn für Einsteiger. Außerdem beteiligt sich die Gemeinde Ottobrunn, gemeinsam mit Unterhaching und Neubiberg, zu einem Drittel an den Investitions-, Unterhalts- und Instandhaltungskosten des Funparks (Skater- und BMX-Anlage) auf der Start- und Landebahn des Landschaftsparks Hachinger Tal.[135][136]

Vereine

Mit 15 Sportvereinen ist Ottobrunn Spitzenreiter der 29 Städte und Gemeinden des Landkreises.[137]

Der TSV Ottobrunn ist ein gemeinnütziger Sportverein mit zehn Abteilungen (Basketball, Fechten, Fußball, Handball, Karate, Leichtathletik, Ski- und Bergsport, Tischtennis, Triathlon und Turnen). Er bietet Breitensport für Angehörige aller Altersgruppen an und hat über 3100 Mitglieder.[138]

Der Skibob Club Ottobrunn (SBCO) ist einer der ältesten Skibob-Clubs in Deutschland und kann auf viele Erfolge bei Europa- und Weltmeisterschaften verweisen.[139]

Der TanzsportClub (TSC) Ottobrunn ist mit über 500 Mitgliedern einer der größten Tanzsportvereine in der Umgebung. Neben fünf Freizeitgruppen und einer Mütter-Gruppe trainieren dort vier Turniergruppen für die jährlichen Turniere, bei denen der TSC mehrmals den Titel des bayerischen, deutschen und Europameisters erringen konnte.[140]

Bauwerke und Denkmäler

Feldkreuz von 1927

Wegen der vergleichsweise kurzen Geschichte des Ottobrunner Siedlungsraumes befinden sich im Ortsbild nur wenige historische Bauwerke. Um so zahlreicher sind die Denkmäler.

An der Rosenheimer Landstraße 128 steht die Ottosäule, eine dorische Säule mit der Büste des Königs Otto von Griechenland, errichtet zur Erinnerung an dessen Verabschiedung von Bayern am 6. Dezember 1832, gestiftet und gestaltet von Anton Ripfel. Sie wurde am 13. Februar 1834 enthüllt und 1977 um neun Meter nach Südwesten versetzt.[141]

Die Gaststätte Waldschlösschen, ein zweigeschossiger Zweiflügel-Eckbau mit Turm und Wohnungen, wurde 1902 von Clemens Schöps erbaut und später nach Süden erweitert. Eine Pferdestallung und eine Kegelbahn in Holzbauweise kamen hinzu, die aber nicht mehr existieren. Das Waldschlösschen befindet sich an der Rosenheimer Landstraße/Ecke Prinz-Otto-Straße und ist das älteste erhaltene Gebäude in Ottobrunn. Seit vielen Jahren befindet sich in dem Haus ein italienisches Restaurant, das nochmals in südlicher Richtung durch einen Anbau erweitert wurde.

Das Feldkreuz aus Waschbeton wurde 1927 anlässlich der 25-Jahrfeier der von Clemens Schöps gegründeten Waldkolonie Ottobrunn gestiftet. Es steht an der Kreuzung Unterhachinger Straße/Rosenheimer Landstraße in einer Grünanlage.[142]

Das von Wolfgang Sandt geschaffene Denkmal zur Erinnerung an das KZ-Außenlager Ottobrunn steht an der Kreuzung Unterhachinger Straße/Rosenheimer Landstraße.[142]

Am Friedrich-Ebert-Platz steht das Friedrich-Ebert-Denkmal. Es ist bis heute der einzige Gedenkstein in Bayern, der an den ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik erinnert. Er wurde 1928 von der Ottobrunner SPD und dem Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold errichtet und war ursprünglich gemauert und mit einer Plakette versehen. Im Jahr 1933 wurde das Denkmal von Anhängern der Nationalsozialisten zerstört. Auf Initiative von Franz Thoma, dem damaligen Ortsvereinsvorsitzenden der SPD, wurde es 1954 wiedererrichtet. Der neue Entwurf wurde vom Bildhauer Hans Baumgartner aus München-Obermenzing gestaltet.[143][144]

Am ehemaligen Standort des ersten Ottobrunner Kirchleins (Alte Landstraße/Ecke Haidgraben) steht seit dem 1. Dezember 2002 der Gedenkstein zur Erinnerung an den ersten Gottesdienst in Ottobrunn am 1. Dezember 1918.

Das Denkmal des griechischen Freiheitskämpfers Dimitris „Koliópoulos“ Plapoutas (Inschrift: Dimitri Koliopulos Plaputas) steht im Skulpturengarten hinter dem Rathaus. Die Büste wurde 1988 der Gemeinde Ottobrunn von seinem Ur-Ur-Enkel geschenkt.[144]

Auf dem Gelände der Grundschule an der Friedenstraße steht der Gedenkstein für die Opfer des Zweiten Weltkriegs mit den Aufschriften „Gedenkt unserer Opfer und bewahrt den Frieden“ sowie „Euch alle, die ihr Unrecht erlitten habt, bitten wir, vergebt“.[144]

An der Kreuzung Friedenstraße/Jahnstraße wurde 1991 auf Initiative der CSU Ottobrunn auf einer kleinen Grünfläche ein Denkmal zur Erinnerung an die Deutsche Wiedervereinigung errichtet.[142]

Waldgebiete und öffentliche Grünflächen

Obwohl ursprünglich eine Ansammlung von Waldkolonien, besitzt Ottobrunn infolge der starken Bebauung nur noch wenige Waldgebiete. Ende 2010 betrug der Anteil der Waldflächen am Gemeindegebiet 6,8 Prozent. Das ist einer der niedrigsten Werte unter den 29 Städten und Gemeinden des Landkreises München (Durchschnitt: 44,4 Prozent). Unter den Gemeinden im Waldgürtel südlich und östlich von München wird Ottobrunn sogar nur von der Nachbargemeinde Neubiberg übertroffen.[5]

Das größte Waldgebiet ist der 23 Hektar große Bahnhofswald an der Bahnhofstraße, durch den der Amalienweg führt und der daher auch Amalienwald genannt wird. Der Bahnhofswald ist seit dem 20. Juli 1976 als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.[145] 1986 wurde der Bahnhofswald zu einem naturnahen Erholungsgebiet gestaltet. Unter anderem entstanden dort mehrere Biotope.[146]

Weitere Waldflächen auf Ottobrunner Flur sind der Hans-Kreß-Wald zwischen Rosenheimer Landstraße, Burgmaierstraße und Hans-Kreß-Straße, das Wäldchen an der Einsteinstraße (auf Höhe des Stieglitzwegs), die Wäldchen nördlich und südlich des Gymnasiums (zwischen Karl-Stieler-Straße und Adalbert-Stifter-Straße), das Wäldchen zwischen Adalbert-Stifter-Straße und Hermann-Löns-Straße sowie das Wäldchen an der Putzbrunner Straße (westlich und östlich der Buchenstraße).

Der Anteil der Grünanlagen am Gemeindegebiet beträgt 2,3 Prozent (Landkreis: 0,7 Prozent) (Stand: 31. Dezember 2010). Das hingegen ist einer der höchsten Werte unter den Städten und Gemeinden des Landkreises (Durchschnitt: 0,7 Prozent).[5] Die größte Parkanlage mit drei Hektar Fläche ist der Park am Ranhazweg/Ecke Drosselstraße.

Zu erwähnen sind auch die Maderwiese oder Festwiese in der Ortsmitte (Eduard-Klas-Weg), die Eichendorffwiese (Eichendorffstraße/Ecke Pestalozzistraße), die Hans-Watzlik-Wiese (Hans-Watzlik-Straße) sowie der Parkfriedhof (Haidgraben/Ecke Pfarrer-Krempl-Weg).

Vom 126 Hektar großen Landschaftspark Hachinger Tal auf dem ehemaligen Flugplatz Neubiberg besitzt Ottobrunn einen Anteil von 0,9 Hektar im Osten. Auf ihr pflanzten Kinder der Schule III an der Albert-Schweitzer-Straße und des Kindergartens Haus des Kindes aus Hohenbrunn im Jahr 2009 1600 Bäume im Rahmen der Schülerinitiative Plant-for-the-Planet.[147]

Regelmäßige Veranstaltungen

Seit Mitte der 1980er Jahre wird alljährlich im September (ursprünglich Juli) das Ottostraßenfest gefeiert. Auf 1200 Metern bietet es den Besuchern vielfältige Unterhaltung und den Geschäftsleuten entlang der Ottostraße sowie den Ottobrunner Vereinen eine Bühne zur Selbstdarstellung. Zeitgleich lädt die ebenfalls in der Ottostraße ansässige Freiwillige Feuerwehr Ottobrunn zu ihrem Tag der offenen Tür ein.[148] Später im September findet auf der Maderwiese das Volksfest Ottobrunner Wiesn statt.

Die Freiwillige Feuerwehr Ottobrunn organisiert jeden April das Südtiroler Weinfest. Es hat seine Wurzeln in der Partnerschaft Ottobrunns mit der Südtiroler Gemeinde Margreid und geht auf die späten 1970er Jahre zurück. Das Griechische Weinfest wird im Zwei-Jahres-Rhythmus anlässlich der Gemeindepartnerschaft mit dem griechischen Nauplia abgehalten.

Jeden zweiten Samstag im Juli findet auf dem Rathausplatz das Kultursommer-Fest unter Beteiligung lokaler und internationaler Künstler, Gruppen, Ensembles und Vereine statt. Ebenfalls im Juli wird auf der Maderwiese das vom Burschenverein Ottobrunn organisierte Sommerfeuer entzündet.

Das traditionelle Sommerfest der Siedler- und Eigenheimervereinigung Ottobrunn-Hohenbrunn (SEvOH) e. V. findet im Juli auf der Hans-Watzlik-Wiese (Hans-Watzlik-Straße) statt.[149]

Seit dem Jahr 2000 ist das Wolf-Ferrari-Haus in jedem November Schauplatz des Nachwuchswettbewerbs für Kabarettisten und Comedians.

Seit 1983 organisiert die Frauen Union Ottobrunn im März und November einen Flohmarkt mit 240 Stand- und 60 Tribünenplätzen in der Ferdinand-Leiß-Halle. Zu jeder Veranstaltung finden sich bis zu 5000 Besucher ein.[150]

Seit 1987 wird alljährlich vor Ostern und Weihnachten ein Kunsthandwerker-Markt im und am Wolf-Ferrari-Haus abgehalten.

Die drei katholischen und die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Ottobrunns feiern seit 1999 alljährlich einen ökumenischen Gottesdienst im Juni auf der Maderwiese.

Wirtschaft

„Büropark Ottobrunn“ im Gewerbegebiet Nord

Gewerbegebiete

An den westlichen Grenzen der Gemeinde liegen drei Gewerbegebiete: im Nordwesten das Gewerbegebiet Nord, im Westen das Gewerbegebiet Mitte und im Südwesten der IVG Businesspark vor München, dessen Fläche zum größten Teil auf Taufkirchener Flur liegt.

Größte Arbeitgeber

In Ottobrunn befinden sich die Hauptsitze folgender Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern:[151] Tyco Electronics Raychem GmbH (Elektronik), IABG (Luft- und Raumfahrt), EADS Deutschland (Luft- und Raumfahrt, Rüstung), Pöttinger Unternehmensgruppe (Bauen, Immobilien), BARTSCH International (Druckerzeugnisse), Sport Sperk (Sportartikel-Einzelhandel), Simon Gruber (Autohaus) und Zerzog (Verpackungen); des Weiteren (bis voraussichtlich 2012) ein Werk von Eurocopter (Hubschrauber-Entwicklung).

Einzelhandel und Dienstleister

Isar Center

Einen Schwerpunkt des Einzelhandels bildet seit 1971 das von der Edeka Handelsgesellschaft Südbayern betriebene Einkaufszentrum Isar Center am westlichen Ortsrand von Ottobrunn (Unterhachinger Straße). Mit 24 Fachgeschäften ist es die größte Einrichtung seiner Art im südlichen Landkreis München.[152]

Ein großes Ladenzentrum mit über 90 Geschäften und gastronomischen Einrichtungen befindet sich in der Ortsmitte (Unter den Lauben, Rosenheimer Landstraße, Rathausstraße, Am Bogen, Naupliaallee). Ein kleines Ladenzentrum mit zehn Geschäften, darunter dem ersten Bonus-Markt Bayerns, liegt im Südwesten der Gemeinde (Robert-Koch-Straße). Ergänzt werden die Ladenzentren durch Wochenmärkte.

Weitere Einzelhandelsgeschäfte befinden sich vorwiegend im Bereich der Rosenheimer Landstraße, der Ottostraße, der Putzbrunner Straße sowie im Gewerbegebiet Mitte (Siemensstraße, Daimlerstraße).

Wegen des hohen Verkehrsaufkommens, vor allem auf der Alten Landstraße, der Rosenheimer Landstraße und der Unterhachinger Straße,[153] entwickelte sich Ottobrunn in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem Schwerpunkt des Kfz-Gewerbes. Heute gibt es in der Gemeinde sieben Autohäuser und fünf Tankstellen. Hinzu kommen zahlreiche Gebrauchtwagenhändler und Kfz-Werkstätten sowie Händler für Kfz-Ersatzteile und -Zubehör, Autovermietungen und eine Kfz-Prüfstelle.

Ottobrunn verfügt über sechs Hotels mit 424 Betten (Ende 2010)[154], eine Pension und eine Ferienwohnung. Des Weiteren gibt es Filialen von sieben Banken.

Beschäftigung

2009 (Stand: 30. Juni) gab es in Ottobrunn 9.875 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (2008: 12.360).[86] Im Bereich „Produzierendes Gewerbe“ arbeiteten 45,7 Prozent (2008: 56,0; Landkreis: 24,2), im Bereich „Handel und Verkehr“ 15,8 Prozent (2008: 12,2; Landkreis: 25,9) und im Bereich „Dienstleistungen“ 38,5 Prozent (2008: 31,8; Landkreis: 49,7). Der Bereich „Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei“ ist in Ottobrunn seit 2008 nicht mehr vertreten.[86]

2009 (Stand: 30. Juni) waren in Ottobrunn 37,3 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Frauen (Landkreis: 40,6 Prozent).[113]

Während im Landkreis München die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zwischen 1999 und 2009 um 18,3 Prozent zugenommen hat, nahm sie in Ottobrunn unter allen Städten und Gemeinden des Landkreises am stärksten ab (minus 8,0 Prozent). Betroffen waren die Bereiche „Produzierendes Gewerbe“ (minus 30,0 Prozent), „Handel, Gastgewerbe und Verkehr“ (minus 15,8 Prozent) sowie „Übrige Dienstleistungen“ (minus 6,9 Prozent).[113]

2009 (Stand: 30. Juni) gab es in Ottobrunn 2809 mehr Einpendler als Auspendler.[86] 2009 waren 88,7 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Ottobrunn Einpendler; von diesen kam ein knappes Viertel aus dem übrigen Landkreis. 84,1 Prozent der in Ottobrunn wohnenden sozialversicherungspflichtig Beschäftigten waren Auspendler; von diesen arbeitete etwas mehr als die Hälfte in München.[113]

Kaufkraft und Verkaufsfläche

Ottobrunn verfügt über eine überdurchschnittlich hohe Kaufkraft:[155] 2007 war die allgemeine Kaufkraft pro Einwohner in Ottobrunn um durchschnittlich 52,7 Prozent (Landkreis: 40,8 Prozent), die einzelhandelsrelevante Kaufkraft um 28,4 Prozent (Landkreis: 18,8 Prozent) höher als im Durchschnitt Deutschlands. Damit belegte Ottobrunn den Rang 48, bei der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft den Rang 26 unter den kaufkräftigsten Gemeinden Deutschlands.[156]

Die Verkaufsfläche pro Einwohner betrug in Ottobrunn 1,29 Quadratmeter, zehn Prozent weniger als im Durchschnitt Deutschlands (1,44 Quadratmeter) und 31,7 Prozent weniger, als für Orte vergleichbarer Größe in Bayern typisch ist (1,89 Quadratmeter).[157] 20,2 Prozent der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft flossen in die Münchner Innenstadt, 11,4 Prozent in das Neuperlacher Einkaufszentrum PEP ab.[158]

Infrastruktur

Verkehr

Individualverkehr

Rosenheimer Landstraße

Der Straßenverkehr konzentriert sich vor allem auf die knapp drei Kilometer lange, fast schnurgerade von Nordwesten nach Süden durch das Gemeindegebiet verlaufende Alte Landstraße / Rosenheimer Landstraße. Wichtige Querstraßen sind die Unterhachinger Straße, die Putzbrunner Straße und die Ottostraße.

Im Dezember 2001 (erster Bauabschnitt) und November 2002 (zweiter Bauabschnitt) erhielt Ottobrunn im Nordwesten eine Ortsumfahrung, die sogenannte „Westumgehung“.[146] Gleichzeitig wurde die Alte Landstraße / Rosenheimer Landstraße von der Staatsstraße 2078 zur Kreisstraße M 12 abgestuft.

Ottobrunn ist über drei Autobahn-Anschlusstellen an den Straßen-Fernverkehr angeschlossen: an der A8 über die seit 2002 beziehungsweise 2001[159] existierenden Anschlussstellen Unterhaching-Ost (AS 93; Verbindung nach Ottobrunn-Mitte) und Taufkirchen-Ost (AS 94; Verbindung nach Ottobrunn-Süd) sowie an der A99 über die Anschlussstelle Ottobrunn (AS 20). An der Stelle der AS 94 hatte zuvor 30 Jahre lang[159] eine Behelfsanschlussstelle für die im Süden Ottobrunns ansässigen Unternehmen wie Messerschmitt-Bölkow-Blohm und IABG bestanden.

2009 kamen in Ottobrunn 730 Kraftfahrzeuge auf tausend Einwohner, davon 633 Personenkraftwagen. Dies waren 17,8 Prozent weniger Kraftfahrzeuge beziehungsweise 16,8 Prozent weniger Personenkraftwagen als im Durchschnitt des Landkreises.[113]

Bis gegen Ende der 1960er Jahre gab es für die mehrere tausend Beschäftigten von Bölkow, dem damals größten Arbeitgeber Ottobrunns, mit dem Haidgraben nur eine schmale und nicht asphaltierte Straße zum Mitarbeiterparkplatz. Jeden Werktag bildete sich morgens und abends in der Ortsdurchfahrt eine lange Schlange von Mitarbeiterfahrzeugen. Um die teilweise chaotischen Verkehrsverhältnisse zu entschärfen, führte das Unternehmen als eines der ersten in Deutschland am 1. September 1967 die gleitende Arbeitszeit ein.[160]

Öffentlicher Verkehr

S-Bahn-Haltepunkt Ottobrunn

Seit 1972 wird Ottobrunn von der S-Bahn München bedient und ist in den gleichzeitig gestarteten Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) integriert. Die Linie S7 verbindet die Gemeinde mit München und einigen Nachbarorten täglich im 20-Minuten-Takt. Auf dem Ostast der S7 mit der Endhaltestelle Kreuzstraße ist Ottobrunn der äußerste Haltepunkt der Tarifzone „Innenraum“. Laut Fahrplan sind der Münchner Ostbahnhof in 14, der Münchner Hauptbahnhof in 26, der Bahnhof München-Pasing in 40 und der Flughafen München in 68 Minuten zu erreichen.[161]

Als 1904 die Bahnstrecke München-Giesing–Kreuzstraße als Lokalbahn von München-Giesing nach Aying eröffnet wurde, befand sich der nächste Haltepunkt noch in Neubiberg. Daran erinnert in Ottobrunn der Name der Bahnhofstraße. 1912 wurde die Bahnstrecke bis Kreuzstraße im Landkreis Miesbach verlängert, wodurch ein Anschluss zur Mangfalltalbahn zustande kam. 1922 erhielt Ottobrunn erstmals einen eigenen Haltepunkt. Obwohl die Siedlung damals schon den Namen „Ottobrunn“ trug, bekam der Haltepunkt vorerst noch den Namen Waldlust. Er befindet sich bis heute auf Höhe der Ottostraße. 1925 stattete die Interessenvereinigung Ottobrunn den Haltepunkt aus eigenen Mitteln mit einem Unterstand aus. Dieser wurde 1927 durch eine Bahnhofsbaracke ersetzt, die 36 Jahre lang Bestand hatte.[162] 1963 erhielt der Haltepunkt Ottobrunn ein Empfangsgebäude sowie erstmals eine Schrankenanlage.[163]

Busnetz Ottobrunn 2011

Verschiedene MVV-Regionalbuslinien dienen dem innerörtlichen Verkehr und verbinden Ottobrunn mit den Nachbarorten und München:

  • 210: Taufkirchen / Riemerling – Ottobrunn – Neuperlach Süd
  • 212: Grasbrunn – Putzbrunn – Ottobrunn – Neubiberg – Neuperlach Süd
  • 213: München Ostbahnhof – Industriegebiet EADS
  • 216: Faistenhaar – Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Taufkirchen Ost
  • 221: Unterhaching – Ottobrunn – Riemerling – Putzbrunn
  • 222: Ottobrunn – Industriegebiet EADS – IKEA – Taufkirchen (seit 15. Dezember 2008)
  • 241: Haar – Ottobrunn – Riemerling – Industriegebiet EADS – Gewerbegebiet Brunnthal – Hohenbrunn

2008 nahm auf der Linie 210 Deutschlands erster Hybrid-Gelenkbus, der von einem Privatunternehmen eingesetzt wird, den Betrieb auf. Der Öffentlichkeit war das umweltschonende Fahrzeug anlässlich des Ottobrunner Ottostraßenfestes vorgestellt worden.[164]

In einer Machbarkeitsstudie für die Stadt-Umland-Bahn München wurde die Option einer entsprechenden Bahnstrecke von Neuperlach Süd über die Rosenheimer Landstraße durch Ottobrunn und weiter nach Taufkirchen untersucht.[165] Weitere Schritte zu einer Realisierung sind bislang nicht erfolgt.

Wohnsituation

2009 gab es in Ottobrunn 10.209 Wohnungen in 4122 Wohngebäuden. Das waren 10,3 Prozent mehr Wohngebäude und 11,2 Prozent mehr Wohnungen als 1999.[113] Die durchschnittliche Wohnfläche pro Einwohner betrug 45 m² (Landkreis: 41,9 m²), die durchschnittliche Wohnungsbelegung 1,95 Einwohner pro Wohnung (Landkreis: 2,2).[113]

Schulen

Regelschulen

Grundschulen

In Ottobrunn gibt es drei Grundschulen: die Volksschule an der Friedenstraße (Schule I), die Grundschule an der Lenbachallee (Schule II) und die Grundschule an der Albert-Schweitzer-Straße (Schule III). Insgesamt werden dort 750 Schüler (2009/2010)[89] unterrichtet, mehr als in jeder anderen Gemeinde des Landkreises.[166]

Volksschule an der Friedenstraße

Die Volksschule an der Friedenstraße nahe der Ottobrunner Ortsmitte wurde 1950 als Nachfolgerin der Waldschule von 1920 gegründet. In den Anfangsjahren wurden an der Friedenstraße auch Kinder aus dem benachbarten Riemerling unterrichtet. Schon 1951–1952 musste das erst 15 Jahre alte Hauptgebäude der Waldschule – es bildet den Ostteil des heutigen Schul-Hauptbaus – erweitert werden. Der Anbau trat an die Stelle des Fachwerkbaus und der Baracke, aus denen die Waldschule ursprünglich bestanden hatte.[167] 1955 erhielt die Schule an der Friedenstraße die erste Schulturnhalle Ottobrunns (Jahnhalle). 1998–2001 wurde die Schule generalsaniert und modernisiert.[168]

Die Grundschule (ursprünglich: Volksschule) an der Lenbachallee im Osten Ottobrunns wurde am 1. Dezember 1962 eingeweiht. Sie nahm vor allem Schüler aus der drei Jahre zuvor fertiggestellten Bundeswehr-Siedlung an der Lenbachallee auf. 1964 erhielt die Schule eine Turnhalle und das erste Lehrschwimmbecken im Landkreis München. Ein erster Umbau der Schule samt Renovierung wurde 1997 abgeschlossen.[169] 2010 erhielt die Schule einen Anbau; die Räume im Altbau wurden 2010/2011 renoviert und ausgebaut.[170]

Die Grundschule (ursprünglich: Volksschule) an der Albert-Schweitzer-Straße im Süden Ottobrunns nahm am 10. September 1970 ihren Betrieb auf. Sie war durch einen starken Zuzug von Mitarbeitern des Unternehmens Messerschmitt-Bölkow-Blohm und deren Angehörigen notwendig geworden. Im ersten Jahr ihres Bestehens beherbergte die Schule auch das neu gegründete Ottobrunner Gymnasium, das seinerzeit noch kein eigenes Schulhaus besaß. 1975 wurde die Schule an der Albert-Schweitzer-Straße um einen Trakt erweitert, der Kinder aus benachbarten Neubaugebieten (z. B. an der Ottosäule) aufnehmen sollte. Der erwartete Schülerandrang blieb jedoch aus. Daher nahm der Erweiterungsbau für etliche Jahre erneut Klassen des überbelegten Ottobrunner Gymnasiums sowie von Schulen aus Unterhaching, Höhenkirchen und Taufkirchen auf. Inzwischen haben dort unter anderem die Rosmarie-Theobald-Musikschule und die Volkshochschule eine feste Bleibe gefunden.[171][172]

1968 wurden die bayerischen Volksschulen in Grundschulen mit Teilhauptschulen umgewandelt. Die Schülerjahrgänge 7 bis 9 aus Ottobrunn kamen daraufhin nach Riemerling in den Hauptschul-Abschnitt der neu gebauten Carl-Steinmeier-Volksschule. Eine erneute Organisationsänderung im Jahr 1994 machte die Volksschulen Bayerns endgültig zu reinen Grundschulen. Die Schülerjahrgänge 5 und 6 aus Ottobrunn wurden der Riemerlinger Hauptschule zugewiesen.[168] Die Schule an der Friedenstraße führt als einzige noch die historische Bezeichnung „Volksschule“ im Namen.

Gymnasium
Gymnasium Ottobrunn

Das Gymnasium Ottobrunn (GO) ist mit 1541 Schülern (2009/2010)[89] das größte im Landkreis.[166] Es besteht aus einem naturwissenschaftlich-technologischen und einem sprachlichen Zweig.

Seit den frühen 2000er Jahren fördert das Gymnasium Ottobrunn die durchgängige Nutzung von Informationstechnologien im Unterricht („Digitales Lernen“). Im Schuljahr 2002/2003 entstand die erste Notebookklasse.[173] 2007 wurde das Gymnasium Ottobrunn als erste deutsche Schule in das „Innovative Schools Program“ der Firma Microsoft aufgenommen. Das Gymnasium wurde dadurch Mitglied eines Netzwerks aus damals erst 12 Pilotschulen weltweit, an denen neue Formen des Lernens mit Hilfe digitaler Informationstechnik praktiziert werden.[174]

Das Gymnasium Ottobrunn nahm 1969 seinen Betrieb auf, zuerst in der Schule II an der Lenbachallee, dann in der Schule III an der Albert-Schweitzer-Straße. Das Einzugsgebiet reichte anfangs von München-Waldperlach bis Großhelfendorf. Ein eigenes Gebäude (später Bauteil A genannt) konnte erst 1971 bezogen werden. Es war von Anfang an zu klein, um dem Andrang der geburtenstarken Jahrgänge gerecht zu werden. Auch der sogenannte „Neubau“ (Bauteil B, 1972–1973) und zahlreiche Umbauten schufen nur teilweise Abhilfe. Jahrelang mussten ganze Jahrgangsstufen in umliegende Schulen ausgelagert werden. Ein weiterer Anbau (Bauteil C) wurde im April 2002 bezugsfertig.[171][175] Ende der 2000er Jahre stellte man in den zentralen Bauteilen A und B schwerwiegende Bandschutzmängel fest. Da sich diese durch eine Sanierung nicht vollständig baurechtskonform beheben lassen, werden die betroffenen Bauteile ab dem Sommer/Herbst 2013 durch ein neues Schulhaus ersetzt. Bis zu dessen Fertigstellung wird der Schulbetrieb ins Gymnasium Höhenkirchen-Siegertsbrunn ausgelagert.[176]

Von ihrer Gründung am 1. Februar 1978 bis zum Umzug im Jahr 1986 an ihren heutigen Standort im Wolf-Ferrari-Haus befand sich im Gymnasium Ottobrunn die Gemeindebibliothek. Anfangs mit 5.000 Bänden bestückt, verfügt die Einrichtung inzwischen über 47.000 Medien.[171][177]

Schulen des Kulturkreises

Der Kulturkreis Ottobrunn betreibt in Ottobrunn die VHS SüdOst im Landkreis München, die Rosmarie-Theobald-Musikschule und die Ballettschule Ottobrunn.[178] Das Bildungsangebot der Musik- und der Ballettschule richtet sich an alle musikalisch interessierten Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen. Die zahlreichen Konzerte und Vorstellungen werden meist im Konzertraum der Schule III an der Albert-Schweitzer-Straße und im Festsaal des Wolf-Ferrari-Hauses aufgeführt.

Die VHS SüdOst im Landkreis München entstand am 22. April 2002 durch eine Verschmelzung der Volkshochschule in Neubiberg und der Volkshochschule in Ottobrunn. Diese hatten schon seit 1985 verstärkt zusammengearbeitet. Die Volkshochschule in Ottobrunn war ihrerseits am 19. Juli 1958 vom Kulturkreis Ottobrunn aus der Taufe gehoben worden.[131]

Die Rosmarie-Theobald-Musikschule Ottobrunn (RTM) hat als Aufgaben die musikalische Grundbildung und Breitenförderung, die Befähigung zum aktiven Musizieren, die Begabtenfindung und -förderung sowie gegebenenfalls die Vorbereitung auf ein Musikstudium. Benannt ist die 1970 gegründete Musikschule nach ihrer 1983 tödlich verunglückten Gründerin. Seit 1971 ist die RTM Mitglied im Verband deutscher Musikschulen und im Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen.[179][180] Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens im Jahr 1995 konnte die Musikschule erstmals eigene Räume in der Schule III an der Albert-Schweitzer-Straße beziehen.[146]

Die Ballettschule Ottobrunn unterrichtet nicht nur in den Räumen der Schule III an der Albert-Schweitzer-Straße, sondern seit dem Schuljahr 2001/2002 auch in Unterhaching. Gegründet wurde die Ballettschule 1969 von der ehemaligen Solotänzerin an der Bayerischen Staatsoper Edith Eder-Demharter.[181]

Kindertageseinrichtungen

Laut Statistischem Landesamt verfügt Ottobrunn über 20 Kindertageseinrichtungen.[89] Ihr Betreuungsangebot ist das größte aller Gemeinden im Landkreis München[182] und kommt 1065 Kindern (Stand: 1. März 2010) zugute.[89][Anm. 20]

Die höchste Dichte an Kindertageseinrichtungen herrscht an der Albert-Schweitzer-Straße und der Einsteinstraße (jeweils fünf). Beide Straßen liegen im Süden der Gemeinde unweit der Hochhaussiedlungen entlang der Robert-Koch-Straße. Sieben Kindertageseinrichtungen liegen im Osten der Gemeinde (Gustav-Freytag-Straße, Hermann-Löns-Straße, Putzbrunner Straße, Rembrandtstraße), wo sie schwerpunktmäßig Kinder aus der Siedlung an der Lenbachallee aufnehmen. Sechs Kindertageseinrichtungen (Friedenstraße, Gartenstraße) versorgen das Gebiet nördlich der Ortsmitte. Zwei Kindertageseinrichtungen haben sich am westlichen Ortsrand angesiedelt (Haidgraben). In den meisten Fällen ist die Nähe zu einer Grundschule für den Standort der Betreuungseinrichtungen ausschlaggebend. Oft sind sie direkt in Schulhäusern untergebracht.

Der größte Träger der Ottobrunner Kindertageseinrichtungen ist der Kulturkreis Ottobrunn e. V. Weitere Träger sind Organisationen (v. a. Stiftungen) der katholischen und der evangelischen Kirche sowie einige Elterninitiativen.

Kinder- und Jugendarbeit

Die Kinder- und Jugendfreizeitstätte Einstein an der Einsteinstraße existiert seit 1977. Sie ist eine Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinde Ottobrunn und wird vom Kreisjugendring München-Land betrieben.[184][185] 2008 kam die Einrichtung einer Stelle in der Mobilen Jugendarbeit (MoJa) hinzu, die inzwischen auch die Nachbargemeinden Neubiberg, Putzbrunn und Hohenbrunn betreut.[186] Seit 2009 wurden an allen Grundschulen und am Gymnasium Stellen in der „Jugendsozialarbeit an Schulen“ (JSA) eingerichtet.[187][188][189]

Den Pfadfinderstamm DPSG Ottobrunn gibt es seit 1971, zuerst in den Pfarrräumen von Sankt Magdalena, seit 1986 im eigenen Haus in der Ottostraße. Im Januar 2008 zogen die Pfadfinder in ein ehemaliges Wachgebäude der EADS in der Nähe des Haidgrabens um, da das Haus in der Ottostraße zur Erweiterung der benachbarten Feuerwache abgerissen wurde. Seit Oktober 2009 finden die Gruppenstunden im neu gebauten Pfadfinderhaus in der Buchenstraße statt. Derzeit hat der Stamm ca. 130 aktive Mitglieder, die sich wöchentlich zu Gruppenstunden und Aktionen treffen.[190]

Der Stamm Robin Hood (Ottobrunn) im Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) wurde ebenfalls 1971 gegründet und hat ca. 60 aktive Mitglieder. Zu Hause ist der Stamm im Pfadfinderheim „Waldhäusl“ im sogenannten Amalien- oder Bahnhofswald an der Bahnhofstraße. Es wird den Pfadfindern seit 1977 von der Gemeinde Ottobrunn zur Verfügung gestellt.[191][192]

Die Evangelische Jugend Ottobrunn (ejo) veranstaltet neben regelmäßigen Kinder- und Jugendtreffs auch Kinderzeltlager, Sommerfreizeiten und Winterwochenenden.[193]

Die Johanniter Jugend Ottobrunn-Riemerling ist der lokale Ableger der Johanniter-Jugend. Gemeinsam mit dem Ortsverband Ottobrunn-Riemerling der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) verlegte sie im Mai 2011 ihren Sitz von Ottobrunn nach Riemerling.

Senioren

KWA Hanns-Seidel-Haus

In Ottobrunn gibt es drei Seniorenheime: das KWA Hanns-Seidel-Haus, den KWA Stift Brunneck und die Beethoven Senioren-Residenz.

In der ehemaligen Wolf-Ferrari-Villa betreibt die Gemeinde Ottobrunn das Haus der Senioren, einen Senioren-Treffpunkt für Freizeit-, Informations- und Bildungsangebote.

Das Freiwilligen-Zentrum Ottobrunn/Landkreis München Südost der Caritas fördert bürgerschaftliches Engagement im Südosten des Landkreises München. Unter anderem vermittelt die Einrichtung Freiwillige ab 55 Jahren in Einsatzstellen verschiedenster Art (z. B. Soziales, Ökologie, Kultur, Kirche, Wirtschaft/Technik). Außerdem bietet sie Menschen aller Altersstufen die Möglichkeit, sich freiwillig in Einrichtungen und Projekten für Senioren zu engagieren.[194]

Die Caritas Sozialstation und die Diakoniestation des Evangelischen Diakonievereins Neubiberg-Ottobrunn-Höhenkirchen e. V. pflegen betreuungsbedürftige alte und kranke Menschen in deren eigener Wohnung. Im Pflegezentrum St. Michael des Diakonievereins erhalten hilfsbedürftige Menschen werktags Tagespflege.

Der Hospizkreis Ottobrunn e. V. existiert seit 2002 und hat 300 Mitglieder (Stand 2011)[195]. Die Hospizbegleiter des Vereins sind in verschiedenen Gemeinden des südöstlichen Landkreises München unterwegs, wo sie Schwerkranken und Sterbenden beziehungsweise deren Angehörigen kostenlos ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienste leisten.

Zweckverbände

Zweckverband München-Südost

Ottobrunn ist Sitz und Mitglied von zwei Zweckverbänden:

Der 1960 gegründete Zweckverband München-Südost ist zuständig für die Herstellung und den Betrieb einer zentralen Abwasserbeseitigung sowie für die Abfallwirtschaft der Gemeinden Aying, Brunnthal, Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Hohenbrunn, Neubiberg, Ottobrunn (nur Wertstoffhof-Mitbenutzung; Restmüll- und Wertstoffsammlung in Eigenregie)[196], Putzbrunn und Sauerlach (nur Abwasserbeseitigung).[197][198]

Der 1973 gegründete Zweckverband Staatliche weiterführende Schulen im Südosten des Landkreises München ist Sachaufwandsträger für die Gymnasien Ottobrunn, Neubiberg und Höhenkirchen-Siegertsbrunn (letzteres ab dem Schuljahr 2011/2012) sowie für die Realschule Neubiberg. Mitglieder des Zweckverbands sind der Landkreis München sowie die Gemeinden Aying, Brunnthal, Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Hohenbrunn, Neubiberg, Ottobrunn und Putzbrunn.[199]

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Ferdinand Leiß (1910–2002) von der Parteifreien Wählergemeinschaft (PWG) war von Mai 1960 bis Februar 1977 Mitglied des Ottobrunner Gemeinderats.[200] Vom 20. Mai 1962 bis 28. Februar 1977 bekleidete er 15 Jahre lang das Amt des Ersten Bürgermeisters.[106] Dafür wurde er 1980 zum Ehrenbürger ernannt.[201] Nach ihm ist die Ottobrunner Mehrzweckhalle benannt. Darüber hinaus war Ferdinand Leiß Mitglied des Kreistages München-Land von 1966 bis 1984, Vorsitzender des Zweckverbandes Staatliche weiterführende Schulen im Südosten des Landkreises München von 1968 bis 1977 und langjähriger Vorsitzender des Kulturkreises Ottobrunn e. V. Seiner Initiative ist die Gemeindepartnerschaft mit Margreid in Südtirol zu verdanken. Leiß war Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, des Goldenen Ehrenringes des Landkreises München und der Bayerischen Medaille für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung sowie zahlreicher weiterer Auszeichnungen.[202]
  • Karl Mager (1911–1986) gründete 1949 den TSV Ottobrunn.[203] Von April 1955 bis November 1977 vertrat er die SPD 25 Jahre lang im Ottobrunner Gemeinderat.[200] Vom 1. Mai 1960 bis 30. April 1966 war er Zweiter Bürgermeister von Ottobrunn.[106] Die Ernennung zum Ehrenbürger erfolgte 1981.[201] Nach Mager ist in Ottobrunn ein Weg benannt.
  • Josef Wudy (1917–1992) leitete von 1963 bis 1971 die Volksschule an der Lenbachallee.[204] 24 Jahre lang, von Mai 1966 bis April 1990, vertrat er die CSU im Ottobrunner Gemeinderat.[200] Vom 1. Mai 1972 bis 30. April 1990 war er Dritter Bürgermeister von Ottobrunn.[106] 1990 wurde er zum Ehrenbürger ernannt.[201]
  • Willi Proch (1915–1996) wurde 1959 zum Ersten Vorsitzenden der neu gegründeten CSU-Ortsgruppe Ottobrunn-Riemerling gewählt.[205] 35 Jahre lang, von April 1955 bis April 1990, gehörte er dem Ottobrunner Gemeinderat an.[200] Die Ehrenbürgerwürde wurde ihm 1990 verliehen.[201]
  • Rudolf Heydt (* 1936) gehörte dem Ottobrunner Gemeinderat als Vertreter der SPD von Februar 1967 bis April 2008 an.[200] Der Gemeinde Ottobrunn diente er 18 Jahre lang, vom 1. Mai 1990 bis 30. April 2008, als Zweiter Bürgermeister.[106] 2006 wurde er für seine „besonders großen Verdienste um die Gemeinde Ottobrunn“ zum Ehrenbürger ernannt.[201][206]
  • Anton Zawadke (* 1932) war 38 Jahre lang, von 1969 bis 2007, Pfarrer der Pfarrei St. Otto.[207] Die Ehrenbürgerwürde erhielt Zawadke im Jahr 2009 für seine „besonders großen Verdienste um die Gemeinde Ottobrunn“.[201]

Söhne und Töchter des Ortes

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

  • Ermanno Wolf-Ferrari (1876–1948) war zeitweise einer der fünf meistgespielten Opernkomponisten der Welt. Er lebte und komponierte von 1926 bis 1931 auf dem Gebiet des heutigen Ottobrunn. Dort vollendete er seine Oper Das Himmelskleid (Uraufführung 1927) und komponierte die Opern Sly (Uraufführung 1927) und Die schalkhafte Witwe (Uraufführung 1931). Nach Wolf-Ferrari sind in Ottobrunn das Kultur- und Veranstaltungszentrum sowie ein Weg benannt.[211]
Ludwig Bölkow
  • Der Ingenieur und Unternehmer Ludwig Bölkow (1912–2003) siedelte 1958 seine Bölkow-Entwicklungen KG mit 223 Mitarbeitern in Ottobrunn an.[69] Unter seiner Führung erwuchs daraus mit Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB) (später Dasa, EADS) der größte Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern der Bundesrepublik.[70] Bei Bölkows Ausscheiden aus der Geschäftsführung (1977) beschäftigte MBB allein am Standort Ottobrunn rund 6500 Mitarbeiter.[70] Ludwig Bölkow wurde mit zahlreichen wissenschaftlichen, technischen, staatlichen und akademischen Auszeichnungen geehrt.[212]
  • Kathi (eigentlich: Katharina) Weidner (1912–1999) übernahm am 4. September 1928 als 16-jähriges Mädchen von ihrem Vater den Mesnerdienst in der katholischen Gemeinde Ottobrunns. Sie versah diesen Dienst 67 Jahre lang, zunächst in der sogenannten Waldkirche, ab 1937 bis Ende 1995 in St. Otto. Außerdem erwarb sich Weidner Verdienste als Ministranten„mutter“, Betreuerin der Pfarrbücherei, Botengängerin in der Pfarrei und Mitglied der Kirchenverwaltung. 1978 erhielt sie anlässlich ihres 50-jährigen Dienstjubiläums die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Weidners Grab befindet sich auf dem Parkfriedhof Ottobrunn. Nach Kathi Weidner ist in Ottobrunn ein Weg benannt.[118]
  • Der Schriftsteller Horst Bienek (1930–1990) lebte und wirkte seit Mai 1972 in Ottobrunn. Unter anderem entstanden dort die Romane Die erste Polka (1975), Septemberlicht (1977), Zeit ohne Glocken (1979) und Erde und Feuer (1982). Sie wurden im Zyklus Gleiwitz. Eine oberschlesische Chronik in vier Romanen zusammengefasst und gelten als Bieneks Hauptwerk.[213] Bieneks Grab befindet sich auf dem Parkfriedhof Ottobrunn. Nach Bienek ist in Ottobrunn ein Weg benannt.[214]
  • Die Pfarrsekretärin von St. Otto (1970–2004) Mathilde „Thilde“ Schmitz (* 1941 in München) lebt von Geburt an in Ottobrunn. Von 1984 bis 2008 war sie Gemeinderätin, von 1993 bis 2008 die Partnerschaftsreferentin der Gemeinde. Durch ihr Engagement wurden die Gemeindepartnerschaften mit Margreid (Südtirol) und Nauplia (Griechenland) ausgebaut. Mitte der 1990er Jahre brachte Schmitz ein Schüleraustauschprogramm mit Nauplia auf den Weg, dessen Fahrten sie von 1996 bis 2007 persönlich begleitete. Es war das deutschlandweit erste seiner Art mit einer griechischen Gemeinde. Ab 1997 trug Schmitz entscheidend dazu bei, die neue Partnerschaft mit Mandelieu-La Napoule mit Leben zu erfüllen. Seit 1994 organisiert sie einen deutsch-griechischen Stammtisch. Schmitz pflegt auch den Kontakt zu den griechischen Vertretern in Konsulat und Metropolie. Für ihren ehrenamtlichen Einsatz für die Städtepartnerschaft zwischen Ottobrunn und Nauplia erhielt Mathilde Schmitz 2010 die Bezirksmedaille des Regierungsbezirks Oberbayern im Bereich Kultur. 2011 verlieh ihr die Gemeinde Ottobrunn die Bürgermedaille.[215][221][222]

Zitate

„(…) was ist dieser Ort eigentlich? Von der Optik her bietet er nichts anderes als zigtausend andere in diesem Land. Er hat keine Felsen im Hintergrund, die ihn schönen könnten, keinen einladenden See in der Nähe und auch keinen Fluss, der den Ort attraktiv machen könnte. In Ottobrunn schmeichelt nahezu nichts! Eine Stadtplanung zwischen Reißbrett und Wildwuchs – Malerisches, etwas, was zu einer Ästhetik des Ortes beiträgt, findet sich kaum. (…) Wir wollten ein Haus, wir wollten ein Stückchen Garten, und wir wollten vor allen Dingen Ruhe. (…) So lebt es sich hier gut und zufriedenstellend, lässt uns unsere eigene Lebensform geniessen. Und dass sich im Laufe der Jahre in Ottobrunn (…) das Wichtigste hinzugesellt hat, nämlich dass man Freunde hat, die nur einen Steinwurf entfernt sind, diese schöne Selbstverständlichkeit hat uns mehr und mehr an Ottobrunn gebunden.“

Imo Moszkowicz: In der Gemeinschaft leben[223]

Literatur

Allgemeines

  • Ohne Verfasserangabe: Ottobrunn, ein Münchner Vorort im waldreichen Osten. Festschrift zum 25jährigen Bestehen. Selbstverlag, München 1927.
  • Gemeinderat Unterhaching-Ottobrunn (Hrsg.): Festschrift 50 Jahre Ottobrunn. Selbstverlag, Unterhaching-Ottobrunn 1952, Schriftleitung: Johannes Zohns, Josef Sturm, Alfred Schuster.
  • Gemeinde Ottobrunn (Hrsg.): Ottobrunn. 10 Jahre selbstständige Gemeinde 1955–1965. Winkelhofer, Ottobrunn 1965.
  • Willi Meier (Hrsg.): 20 Jahre Aufbauarbeit. Festschrift zum 20jährigen Bestehen von Ottobrunn. Selbstverlag, Ottobrunn 1976.
  • Interessengemeinschaft 75 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn (Hrsg.): Ottobrunn. Siedlungsraum und Gemeinde (Festschrift). Selbstverlag, Ottobrunn 1977, Redaktion: Benno Anderl, Robert Hetz, Willi Meier, Jan-Diether Murken, Johannes Zohns.
  • Gemeinde Ottobrunn (Hrsg.): Ottobrunn. Von Otto bis zur Gegenwart. Selbstverlag, Ottobrunn, September 1986, Redaktion: Willi Meier, Jan Murken, Robert Hetz.
  • Rudolf Felzmann: Unterhaching. Ein Heimatbuch. 2., völlig überarbeitete und ergänzte Neuauflage; Selbstverlag der Gemeinde Unterhaching, Unterhaching 1988, S. 111–115.
  • Interessengemeinschaft 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn (Hrsg.): 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn (Festschrift). Selbstverlag, Ottobrunn 2002, Redaktion: Erika Aulenbach, Willi Meier, Jan Murken.

Bürgerinformationen

  • Gemeinde Ottobrunn (Hrsg.): Bürgerinformation. Gemeinde Ottobrunn. Aktuelles – Wissenswertes – Interessantes. REBA-Verlag, Allershausen, Juni 2005 (92 Seiten).
  • Gemeinde Ottobrunn (Hrsg.): Bürger-Information. Gemeinde Ottobrunn. Bürger + Gemeinde + Wirtschaft + Bildung + Kultur + Freizeit. REBA-Verlag, Freising, November 2010 (98 Seiten).

Sport

  • Ohne Verfasserangabe: 35 Jahre Turn- und Sportverein Neubiberg/Ottobrunn. Festschrift zum 35. Stiftungsfest und zum Sportfest 1955 am 27. und 28. August 1955. Heideck, Neubiberg bei München 1955.
  • Eva-Maria Stiebler: 30 Jahre Eis- und Rollsport-Club Ottobrunn e.V. 1972–2002. Selbstverlag, Ottobrunnn 2002.

Kirchen

  • Katholische Pfarrgemeinde St. Albertus Magnus (Hrsg.): St. Albertus Magnus, Ottobrunn. Selbstverlag, Ottobrunn 1979.
  • Katholische Pfarrgemeinde St. Albertus Magnus (Hrsg.): Gemeinde 10 Jahre unterwegs. Lexikon der ersten Jahre der Pfarrei St. Albertus Magnus in Ottobrunn. Selbstverlag, Ottobrunn 1979.
  • Kurt Schüßler: Erinnerungen eines Autodidakten an vier Jahrzehnte Kirchenmusik in München-Perlach und in Ottobrunn. Selbstverlag, München 1983.
  • Katholisches Pfarramt St. Otto (Hrsg.): 50 Jahre St. Otto. Selbstverlag, Ottobrunn 1987.
  • Siegfried Baselt (Hrsg.): 40 Jahre Pfarrei St. Magdalena, Ottobrunn. Selbstverlag, Ottobrunn 2000.
  • Katholische Pfarrei St. Albertus Magnus Ottobrunn (Hrsg.): St. Albertus Magnus Ottobrunn. Ein Kirchenführer. Selbstverlag, Ottobrunn 2002.
  • Claudia Fabian: Miteinander Gottes Volk. 50 Jahre St. Magdalena 1960–2010 (Festschrift). Selbstverlag, Ottobrunn 2010.

Wirtschaft

  • Gerhard Ritter: 10 Jahre IABG. Jubiläumsschrift zum 10jährigen Bestehen der Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft mbH Ottobrunn. Selbstverlag, Ottobrunn 1971.
  • Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH (Hrsg.): 25 Jahre MBB – Ottobrunn. Selbstverlag, München 1983, Redaktion: Manfred Vierheilig.
  • Kyrill von Gersdorff: Ludwig Bölkow und sein Werk. Ottobrunner Innovationen. 2., erweiterte Auflage, Bernard & Graefe, Bonn 2002, ISBN 3-7637-6124-1.

Senioren

  • Münchner Altenwohnstift e.V. (Hrsg.): Hanns-Seidel-Haus 1970–1980. Ein Streifzug durch 10 Jahre. Selbstverlag, München 1980.
  • Walter Hornstein (Hrsg.): Analyse der Lebenssituation der älteren Bürger in Ottobrunn. Ergebnisse und Folgerungen. Hochschule der Bundeswehr, Neubiberg/München 1982.
  • Münchner Altenwohnstift e.V. (Hrsg.): 10 Jahre Stift Brunneck. 1980–1990. Selbstverlag, Unterhaching 1990.

Sonstiges

  • Siedler- u. Eigenheimer-Vereinigung Ottobrunn-Riemerling e. V. (Hrsg.): 30 Jahre Siedler- und Eigenheimer-Vereinigung Ottobrunn-Riemerling e. V. 1936–1966. Selbstverlag, Ottobrunn 1966.
  • Gemeinde Ottobrunn (Hrsg.): Wolf-Ferrari-Haus. Kultur- und Veranstaltungszentrum. Selbstverlag, Ottobrunn 1986.
  • Evangelischer Diakonieverein e.V. Neubiberg, Ottobrunn, Höhenkirchen (Hrsg.): Festschrift 40 Jahre evangelischer Diakonieverein e.V. Neubiberg, Ottobrunn, Höhenkirchen. Selbstverlag, Neubiberg u. a., 1988.
  • Klaus Fischer: Fünfundsiebzig Jahre Freiwillige Feuerwehr Ottobrunn. 1914–1989. Selbstverlag, Ottobrunn 1989.
  • Jan Murken u.a.: König-Otto-von-Griechenland-Museum der Gemeinde Ottobrunn. Weltkunst-Verlag, München 1995, ISBN 3-921669-16-2.
  • Cornelia Oelwein, Jan Murken: Die Ottosäule in Ottobrunn und ihr Stifter Anton Ripfel. Otto-König-von-Griechenland-Museum, Ottobrunn 2009, ISBN 978-3-00-027536-4.

Weblinks

 Commons: Ottobrunn – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. a b Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München: Gemeindedaten Gemeinde Ottobrunn 2009, Landkreis München; November 2009.
  3. Internetpräsenz Landkreis München: "Daten und Fakten: Fläche des Kreisgebietes"
  4. Alle Angaben zur Ausdehnung gemäß Auskunft der Bayerischen Vermessungsverwaltung (siehe auch BayernViewer: Adresse: Ottobrunn.)
  5. a b c Internetpräsenz Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: GENESIS-Online Datenbank: Tabellen-Code 33111-001r (Fläche: Gemeinden, Fläche, Art der tatsächlichen Nutzung (6)/(10)/(17), Jahr).
  6. Nicole Graner: Wohnen um München: Ottobrunn. Ein bisschen Otto ist überall. (…); in: Süddeutsche Zeitung, 5. Mai 2008.
  7. Alle Angaben gemäß Auskunft der Bayerischen Vermessungsverwaltung (siehe auch BayernViewer: Adresse: Ottobrunn.)
  8. Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 235.
  9. Martin Wolf: Im Zwang für das Reich. Das Außenlager des KZ Dachau in Ottobrunn, S. 12
  10. Kyrill von Gersdorff: Ludwig Bölkow und sein Werk. Ottobrunner Innovationen. 2., erweiterte Auflage, Bernard & Graefe, Bonn 2002, S. 81
  11. Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 23
  12. Auskunft Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU), Abteilung 10-Geologischer Dienst, Referat 104-Hydrogeologie, oberflächennahe Geothermie
  13. Internetpräsenz Gemeinde Ottobrunn: Trinkwasser
  14. Bayerische Staatsregierung: Energie-Atlas Bayern > Geothermie > Tiefe Geothermie > Potenzial
  15. Martin Thorn: Eine Gemeinde wird aktiv: Das Beispiel Ottobrunn. Kommunales Energiemanagement. Januar 2009, S. 8
  16. Auskunft Deutscher Wetterdienst (DWD), Regionales Klimabüro München
  17. Internetpräsenz Deutscher Wetterdienst: Flächenpräsenz > Standorte / Messnetze > Messnetzkarten > Komplette Stationsliste, abgerufen am 6. August 2011
  18. Internetpräsenz Deutscher Wetterdienst: Klimadaten > Klimadaten - online – frei > Klimadaten Deutschland > Messstationen > Langjährige Mittelwerte > 1961-1990: Mittelwerte der Temperatur, abgerufen am 6. August 2011
  19. Internetpräsenz HolidayCheck.de: Klimainformationen für Ottobrunn: Durchschnittliche Höchst- und Tiefsttemperatur der Luft
  20. Internetpräsenz Deutscher Wetterdienst: Klimadaten > Klimadaten - online - frei > Klimadaten Deutschland > Messstationen > Langjährige Mittelwerte > 1961-1990: Mittelwerte der Sonnenscheindauer, abgerufen am 6. August 2011
  21. Internetpräsenz HolidayCheck.de: Klimainformationen für Ottobrunn: Durchschnittliche Anzahl von Sonnenstunden pro Tag, abgerufen am 6. August 2011
  22. Internetpräsenz Deutscher Wetterdienst: Klimadaten > Klimadaten - online - frei > Klimadaten Deutschland > Messstationen > Langjährige Mittelwerte > 1961-1990: Mittelwerte des Niederschlags, abgerufen am 6. August 2011
  23. Internetpräsenz HolidayCheck.de: Klimainformationen für Ottobrunn: Durchschnittliche Anzahl von Regentagen pro Monat, abgerufen am 6. August 2011
  24. a b Internetpräsenz Landesamt für Vermessung und Geoinformation: Positionsblatt 1 : 25 000, Blatt Nr. 715 (Hohenbrunn), Erstellungsjahr 1853.
  25. Felzmann: Unterhaching. Heimatbuch. 1983, S. 58, 111.
  26. a b c d Interessengemeinschaft: Ottobrunn. Siedlungsraum und Gemeinde. 1977, S. 23.
  27. Interessengemeinschaft: Ottobrunn. Siedlungsraum und Gemeinde. 1977, S. 15–17.
  28. Oelwein, Murken: Die Ottosäule in Ottobrunn und ihr Stifter Anton Ripfel. 2009, S. 58–64, 70–71, 83–86, 93–94.
  29. Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 143, 146.
  30. Katja Klee, Hermann Rumschöttel (Hrsg.): Neubiberg – Unterbiberg. Von den Anfängen am Hachinger Bach bis ins 21. Jahrhundert. Selbstverlag, Neubiberg 2010, S. 143.
  31. z. B. Gemeinde Hohenbrunn (Hrsg.): Hohenbrunner Heimatbuch. Selbstverlag, Hohenbrunn 1986, Verfasser: Heinrich Gröber, S. 338.
  32. Georg Mooseder, Adolf Hackenberg (Hrsg.): 1200 Jahre Perlach 790–1990. 1990, S. 699–706.
  33. Klee, Rumschöttel: Neubiberg – Unterbiberg. 2010, S. 150–159.
  34. Gemeinde Putzbrunn (Hrsg.): Putzbrunn. Chronik einer tausendjährigen Geschichte. Selbstverlag, Putzbrunn 1994, Verfasser: Klaus B. Schubert, S. 237–239.
  35. Gemeinde Hohenbrunn: Hohenbrunner Heimatbuch. 1986, S. 337 f.
  36. z. B. Jan Murken u.a.: König-Otto-von-Griechenland-Museum der Gemeinde Ottobrunn. 1995, S. 16 (Abb. 14 und 15).
  37. Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 146.
  38. Klee, Rumschöttel: Neubiberg – Unterbiberg. 2010, S. 147, 149.
  39. Interessengemeinschaft: Ottobrunn. Siedlungsraum und Gemeinde. 1977, S. 22 f.
  40. Gemeinde Ottobrunn: Wolf-Ferrari-Haus. Kultur- und Veranstaltungszentrum. 1986, S. 7.
  41. Gemeinde Ottobrunn: Ottobrunn. Von Otto bis zur Gegenwart. 1986, S. 69.
  42. Interessengemeinschaft: Ottobrunn. Siedlungsraum und Gemeinde. 1977, S. 24, 26 f.
  43. Interessengemeinschaft: Ottobrunn. Siedlungsraum und Gemeinde. 1977, S. 22–31.
  44. Freiwillige Feuerwehr Ottobrunn (FFO) e. V. (Hrsg.): Seit 91 Jahren – Schutz und Hilfe für die Bürger in und um Ottobrunn. Jahresmagazin der Feuerwehr Ottobrunn 2005, S. 10.
  45. Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 23.
  46. Interessengemeinschaft: Ottobrunn. Siedlungsraum und Gemeinde. 1977, S. 32.
  47. Interessengemeinschaft: Ottobrunn. Siedlungsraum und Gemeinde. 1977, S. 33 f.
  48. Interessengemeinschaft: Ottobrunn. Siedlungsraum und Gemeinde. 1977, S. 22.
  49. Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 25.
  50. Klee, Rumschöttel: Neubiberg – Unterbiberg. 2010, S. 174–175.
  51. Interessengemeinschaft: Ottobrunn. Siedlungsraum und Gemeinde. 1977, S. 24.
  52. Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 234.
  53. Katholisches Pfarramt St. Otto (Hrsg.): 50 Jahre St. Otto. 1987, S. 9.
  54. Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 92.
  55. Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 43.
  56. Martin Wolf: Im Zwang für das Reich. Das Außenlager des KZ Dachau in Ottobrunn, S. 3–5, 7, 9, 10–14 (Auszug aus: Stefan Plöchinger (Hrsg.), Jürgen Bauer, Martin Wolf, Birgit Schrötter: Verdrängt? Vergessen? Verarbeitet?, 3. Auflage 2001).
  57. von Gersdorff: Ludwig Bölkow und sein Werk. 2002, S. 44.
  58. Martin Wolf: Im Zwang für das Reich. Das Außenlager des KZ Dachau in Ottobrunn, S. 13, 14, 21–23, 37.
  59. Interessengemeinschaft: Ottobrunn. Siedlungsraum und Gemeinde. 1977, S. 34, 59.
  60. Martin Wolf: Im Zwang für das Reich. Das Außenlager des KZ Dachau in Ottobrunn, S. 12, 41.
  61. Günter Soltau: Der Fliegerhorst Neubiberg im Spiegel der deutschen Luftfahrtgeschichte. Aviatic Verlag, Oberhaching 2005, ISBN 3-925505-84-9, S. 37.
  62. a b c d e f g h Internetpräsenz Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: GENESIS-Online Datenbank: Tabellen-Code 12111-101z (Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinde, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell), Stichtage)
  63. Interessengemeinschaft: Ottobrunn. Siedlungsraum und Gemeinde. 1977, S. 35 und 39.
  64. a b Felzmann: Unterhaching. Heimatbuch. 1983, S. 114.
  65. Interessengemeinschaft: Ottobrunn. Siedlungsraum und Gemeinde. 1977, S. 35.
  66. Interessengemeinschaft: Ottobrunn. Siedlungsraum und Gemeinde. 1977, S. 36 f.
  67. Internetpräsenz Gemeinde Ottobrunn: Auszug aus dem Bayerischen Staatsanzeiger Nr. 10, 5. März 1955.
  68. Felzmann: Unterhaching. Heimatbuch. 1983, S. 115.
  69. a b von Gersdorff: Ludwig Bölkow und sein Werk. 2002, S. 43–47.
  70. a b c d e Gemeinde Ottobrunn: Ottobrunn. Von Otto bis zur Gegenwart. 1986, S. 61.
  71. von Gersdorff: Ludwig Bölkow und sein Werk. 2002, S. 343.
  72. von Gersdorff: Ludwig Bölkow und sein Werk. 2002, S. 409.
  73. von Gersdorff: Ludwig Bölkow und sein Werk. 2002, S. 66.
  74. von Gersdorff: Ludwig Bölkow und sein Werk. 2002, S. 382.
  75. von Gersdorff: Ludwig Bölkow und sein Werk. 2002, z. B. S. 405–408.
  76. Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 166.
  77. von Gersdorff: Ludwig Bölkow und sein Werk. 2002, S. 391.
  78. Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 156.
  79. von Gersdorff: Ludwig Bölkow und sein Werk. 2002, S. 364–366.
  80. Internetpräsenz Bürgervereinigung Ottobrunn e. V.
  81. Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 72.
  82. Druck vom Mentor; in: Spiegel Online, 23. Oktober 1995.
  83. a b T. Soyer; U. Steinbacher: Eurocopter gibt Münchner Standort auf; in: Süddeutsche Zeitung, 27. April 2010.
  84. ‘‘Export machen wir nicht mit Bratpfannen’‘; Interview von H.-J. Jakobs und J. Käppner mit EADS-Verwaltungsratchef Rüdiger Grube; in: Süddeutsche Zeitung, 23. März 2009.
  85. Michael Kröger: Wie Ingolstadt die Finanzkrise abschüttelt; in: Spiegel Online Wirtschaft, 26. September 2009.
  86. a b c d Internetpräsenz Standort-Informations-System Bayern (SISBY): Strukturdaten Ottobrunn.
  87. Internetpräsenz Standort-Informations-System Bayern (SISBY): Strukturdaten München (Landkreis).
  88. Bosch Sicherheitssysteme: Umzug mit 670 Mitarbeitern von Ottobrunn nach Grasbrunn; in: Münchner Merkur, 11. März 2010.
  89. a b c d e Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Statistik kommunal 2010. Eine Auswahl wichtiger statistischer Daten für die Gemeinde Ottobrunn, Januar 2011.
  90. Internetpräsenz DLR: Testzentrum IABG.
  91. Internetpräsenz Deutsche Umwelthilfe: Endstand des Wettbewerbs Energiesparkommune 2005.
  92. Internetpräsenz Deutsche Umwelthilfe: Ottobrunn – Zweiter Platz in der Teilnehmerklasse bis 20.000 Einwohner.
  93. Internetpräsenz Deutsche Umwelthilfe: Münster ist „Bundeshauptstadt im Klimaschutz“.
  94. Internetpräsenz Deutsche Umwelthilfe: Ottobrunn – Dritter Platz in der Teilnehmerklasse unter 20.000 Einwohner.
  95. Internetpräsenz Deutsche Umwelthilfe: Klimaschutzkommune 2009. Ergebnisse.
  96. Internetpräsenz Deutsche Umwelthilfe: Ergebnisse im Wettbewerb „Bundeshauptstadt im Klimaschutz 2010!“.
  97. Internetpräsenz Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: GENESIS-Online Datenbank: Tabellen-Code 12411-004r (Bevölkerung: Gemeinden, Altersgruppen (9)/Altersgruppen (17), Geschlecht, Stichtag)
  98. Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 60
  99. Sofern nicht anders angegeben, beruhen die Aussagen in diesem Abschnitt auf den im Abschnitt Einwohnerzahlen genannten Quellen.
  100. Gemeinde Ottobrunn: Ottobrunn. Von Otto bis zur Gegenwart. 1986, S. 60
  101. Internetpräsenz Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: GENESIS-Online Datenbank: Tabellen-Code 12411-009r (Bevölkerung: Gemeinden, Geschlecht, Quartale, Jahr)
  102. Internetpräsenz Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung > Kommunalwahlen in Bayern > Wahl der Stadträte, der Kreistage und der Gemeinderäte am 2. März 2008 > Wahl der Gemeinderäte in den kreisangehörigen Gemeinden am 2. März 2008 > Regierungsbezirk Oberbayern > 184 Landkreis München
  103. Internetpräsenz Gemeinde Ottobrunn: Sitzungsdienst > Personen, abgerufen am 21. August 2011
  104. Internetpräsenz Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung > Wahlen: Kommunalwahlen in Bayern seit 1946 > Erste Bürgermeister/Oberbürgermeister in den kreisangehörigen Gemeinden, abgerufen am 21. August 2011
  105. a b CSU und SPD gehen ins Stechen; in: merkur-online.de, 5. März 2007
  106. a b c d e Gemeinde Ottobrunn, Hauptamt Az: 0251/0252
  107. Internetpräsenz Bürgervereinigung Ottobrunn e. V. (BVO): Ziele, abgerufen am 21. August 2011
  108. Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 72.
  109. Internetpräsenz Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung > Kommunalwahlen in Bayern > Wahl der Stadträte, der Kreistage und der Gemeinderäte am 2. März 2008 > Wahl der Gemeinderäte in den kreisangehörigen Gemeinden am 2. März 2008 > Regierungsbezirk Oberbayern > 184 Landkreis München
  110. Internetpräsenz Landkreis München: Landratsamt > Verwaltung > Bürgerservice > Politik > Wahlen > Wahlen > Kommunalwahl 2008: Ergebnis Landratswahl 2. März 2008 (Kommunalwahl 2008)
  111. Siehe Einzelnachweise im Artikel Wahlergebnisse in Ottobrunn
  112. Internetpräsenz Gemeinde Ottobrunn: Haushalt 2010
  113. a b c d e f g Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München: Gemeindedaten Gemeinde Ottobrunn 2010, Landkreis München; November 2010.
  114. Stellungnahme des Bayerischen Hauptstaatsarchivs vom 9. Januar 1956
  115. Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 28–31.
  116. Internetpräsenz Gemeinde Ottobrunn: Partnerschaften der Gemeinde Ottobrunns
  117. Internetpräsenz Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: GENESIS-Online Datenbank: Tabellen-Code 12111-105r (Volkszählung(Bevölkerung): Gemeinden, Bevölkerung, Religionszugehörigkeit(5)/Schulausbildung(3)/Lebensunterhalt (9)/Staatsangehörigkeit(7), Stichtag).
  118. a b c d e f g Internetpräsenz St. Otto Ottobrunn: Ausführliche Beschreibung der Geschichte der Pfarrei St. Otto.
  119. Internetpräsenz St. Magdalena – Ottobrunn: Pfarreichronik St. Magdalena Ottobrunn: 1981–1994 Pfarrverband und konsolidierte Ära Siebenhärl.
  120. Internetpräsenz St. Magdalena – Ottobrunn: Pfarreichronik St. Magdalena Ottobrunn: 1958–1967 Die Anfänge.
  121. a b Internetpräsenz St. Albertus Magnus Ottobrunn: Geschichte der Pfarrei St. Albertus Magnus.
  122. a b c Internetpräsenz Evang.-Luth. Michaelskirche Ottobrunn + Hohenbrunn + Neubiberg: Kleine Gemeindechronik.
  123. Internetpräsenz Evang.-Luth. Michaelskirche Ottobrunn + Hohenbrunn + Neubiberg: Michaelskirche.
  124. Internetpräsenz Neuapostolische Kirche in Deutschland: Gemeinde Ottobrunn: Kurzchronik.
  125. Internetpräsenz Freie evangelische Gemeinde (FeG) München-Südost: Geschichte.
  126. Internetpräsenz Ottobrunner Kinos
  127. Internetpräsenz Gemeinde Ottobrunn: Otto König von Griechenland-Museum
  128. Internetpräsenz Kunstverein Ottobrunn e. V.
  129. Internetpräsenz Kulturkreis Ottobrunn e. V.: Satzung vom 22. April 2002, abgerufen am 14. August 2011
  130. Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 98 f
  131. a b Internetpräsenz Kulturkreis Ottobrunn e. V.: Historie
  132. Internetpräsenz Ars Musica Chor
  133. Internetpräsenz Thomas Schmid
  134. Internetpräsenz Sängerkreis Ottobrunn e. V.
  135. Funpark soll zum Jugendmagnet werden; in: merkur-online.de, 1. Juli 2010
  136. Noch mehr "Fun". Gemeinsam zum Wohl der Jugend agieren; in: Wochenanzeiger München: Südost-Kurier, 6. Juli 2010
  137. Internetpräsenz TSV Ottobrunn: Spitzenreiter Ottobrunn; nach: Süddeutsche Zeitung, 24. November 2003
  138. Internetpräsenz TSV Ottobrunn
  139. Internetpräsenz Skibob Club Ottobrunn
  140. Internetpräsenz TSC Ottobrunn
  141. Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 180.
  142. a b c Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 184.
  143. Übersicht zur Geschichte des Friedrich-Ebert-Denkmals in Ottobrunn
  144. a b c Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 181.
  145. Landkreis München (Hrsg.): Lebensraum Landkreis München. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage; München 1991, S. 187.
  146. a b c Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 236.
  147. Plant for the Planet erfolgreich; in: Wochenanzeiger München: Südost-Kurier, 29. April 2009
  148. Internetpräsenz Freiwillige Feuerwehr Ottobrunn: Tag der offenen Tür
  149. Internetpräsenz Siedler- und Eigenheimervereinigung Ottobrunn-Hohenbrunn: Aktivitäten
  150. Zu schade zum Wegwerfen. Ottobrunner Flohmarkt wird 25 Jahre alt; in: Mein Ottobrunn. Amtliches Journal der Gemeinde Ottobrunn; Ausgabe 6, November 2008, S. 8.
  151. Selbstauskünfte der genannten Unternehmen
  152. Internetpräsenz Isar Center
  153. Landratsamt München (Hrsg.): Landkreis München. Verkehrszahlen 1973–2005, Stand: März 2007, S. 36
  154. Internetpräsenz Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: GENESIS-Online Datenbank: Tabellen-Code 45511-001z (Tourismus (Betriebe m. 9 oder mehr Betten u. Campingplätze): Gemeinde, Betriebe, Betten, Auslastung, Übernachtungen, Ankünfte, Monate, Jahre (ab 2006))
  155. Landkreis München: "Gemeindeprofil Ottobrunn"
  156. CIMA GmbH: Strukturuntersuchung und Entwicklungskonzeption für die Gemeinde Ottobrunn. Teil I: Einzelhandelsuntersuchung und Entwicklungsoptionen Ortszentrum; 5. Dezember 2008, S. 2.
  157. CIMA GmbH: Strukturuntersuchung (…), S. 9.
  158. CIMA GmbH: Strukturuntersuchung (…), S. 8.
  159. a b Kleine Taufkirchen Chronik
  160. Ludwig Bölkow: Der Zukunft verpflichtet. Erinnerungen. Herbig, München 2000, 2. durchgesehene und erweiterte Neuauflage 2000, ISBN 3-7766-2145-1, S. 187, 322 f.
  161. Internetpräsenz der Münchner Verkehrsgesellschaft mbH (MVG): Fahrplanauskunft (EFA)
  162. Interessengemeinschaft: Ottobrunn. Siedlungsraum und Gemeinde. 1977, S. 22.
  163. Interessengemeinschaft: Ottobrunn. Siedlungsraum und Gemeinde. 1977, S. 59.
  164. Erster Hybrid-Gelenkbus im Regionalbusverkehr bedient die Linie 210. Pressemitteilung des Busbetriebs Josef Ettenhuber, 15. September 2008.
  165. Internetpräsenz Münchner Verkehrsverbund: Machbarkeitsstudie (Stadt-Umland-Bahn)
  166. a b Internetpräsenz Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: GENESIS-Online Datenbank: Tabellen-Code 21111-101r (Allgemein bildende Schulen: Gemeinden, Schulen, Lehrkräfte, Klassen, Schüler, Unterrichtswochenstunden, Art der allgemein bildenden Schule, Schuljahr (ab 2003/04))
  167. Interessengemeinschaft: Ottobrunn. Siedlungsraum und Gemeinde. 1977, S. 33
  168. a b Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 92
  169. Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 92 f
  170. Internetpräsenz Grundschule an der Lenbachallee: So fing alles an
  171. a b c Gemeinde Ottobrunn: Ottobrunn. Von Otto bis zur Gegenwart. 1986, S. 53
  172. Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 92 f
  173. Internetpräsenz Gymnasium Ottobrunn: Unsere Schule > Innovation > Digitales Lernen
  174. Internetpräsenz Gymnasium Ottobrunn: Unsere Schule > Auszeichnungen > Microsoft Innovative Schools Program
  175. Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 94
  176. Internetpräsenz Zweckverband Staatliche weiterführende Schulen im Südosten des Landkreises München: Häufige Fragen
  177. Internetpräsenz Gemeinde Ottobrunn: Gemeindebibliothek > Willkommen, abgerufen am 14. August 2011
  178. Internetpräsenz Kulturkreis Ottobrunn e. V.: Homepage, abgerufen am 14. August 2011
  179. Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 97
  180. Gerhard Sumper: Unermüdlicher Einsatz für die Jugend. Vor 25 Jahren starb Rosmarie Theobald; in: Mein Ottobrunn. Gemeinde-Journal; Ausgabe 6, November 2008, S. 114.
  181. Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 96
  182. Internetpräsenz Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: GENESIS-Online Datenbank: Tabellen-Code 22541-001 (Tageseinrichtungen für Kinder: Gemeinden, Plätze, Kinder, Stichtag)
  183. Gemeinde Ottobrunn (Hrsg.): OTTIS. Ein Wegweiser für Familien in Ottobrunn. 6. Auflage, Selbstverlag, Ottobrunn 2010, S. 1–33
  184. Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 88.
  185. Internetpräsenz Gemeinde Ottobrunn: Kinder- und Jugendfreizeitstätte „Einstein“ Ottobrunn
  186. Internetpräsenz Gemeinde Ottobrunn: Mobile Jugendarbeit (MoJa)
  187. Internetpräsenz Gymnasium Ottobrunn: Jugendsozialarbeit
  188. Internetpräsenz Volksschule Ottobrunn an der Friedenstraße: Jugendsozialarbeit an Schulen
  189. Internetpräsenz Grundschule an der Lenbachallee: Jugendsozialarbeit
  190. Internetpräsenz DPSG Ottobrunn
  191. Internetpräsenz Pfadfinderstamm Robin Hood (Ottobrunn): Über uns
  192. Internetpräsenz Freundeskreis Waldhäusl e.V.: Pfadfinderstämme
  193. Internetpräsenz Evangelische Jugend Ottobrunn (ejo)
  194. Internetpräsenz Freiwilligen-Zentrum Ottobrunn/Landkreis München Südost
  195. Internetpräsenz Hospizkreis Ottobrunn e. V.: Chronik
  196. Internetpräsenz Gemeinde Ottobrunn: Abfallwirtschaftssatzung, § 3 (1) und § 5
  197. Internetpräsenz Zweckverband München-Südost: Geschichte
  198. Eine Erfolgsgeschichte; in merkur-online.de, 23. November 2010
  199. Internetpräsenz des Zweckverbands Staatliche weiterführende Schulen im Südosten des Landkreises München
  200. a b c d e f Gemeinde Ottobrunn, Hauptamt Az: 0240
  201. a b c d e f Gemeinde Ottobrunn, Hauptamt Az: 0230
  202. Anzeigen der Familie Leiß und der Gemeinde Ottobrunn anlässlich des Todes von Ferdinand Leiß. In: Süddeutsche Zeitung, Nr. 292, Landkreisbeilage München Süd, 18. Dezember 2002, Seite R4.
  203. Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 195.
  204. Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 53 und 93.
  205. Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 68.
  206. Ruth Eder: Rudolf Heydt zum 75. Geburtstag. 41 Jahre im Dienst für Ottobrunn; in: Mein Ottobrunn. Gemeinde-Journal; Mai 2011, S. 6.
  207. Internetpräsenz St. Otto Ottobrunn: Ausführliche Beschreibung der Geschichte der Pfarrei St. Otto
  208. „Ah, der Doktor Engel!!. Ein Gespräch mit Wolfgang Fierek, der zur Zeit in Berchtesgaden dreht. In: Welt Online, 20. Juli 2001.
  209. Wolfgang Fierek: Eine Limo in New York. In: Abendzeitung, 8. Dezember 2010.
  210. Internetpräsenz Munzinger-Archiv: Wolfgang Fierek
  211. Gemeinde Ottobrunn: Wolf-Ferrari-Haus. 1986, S. 7.
  212. Ludwig Bölkow: Der Zukunft verpflichtet. Erinnerungen. Herbig, München 2000, 2. durchgesehene und erweiterte Neuauflage 2000, ISBN 3-7766-2145-1, S. 403 f.
  213. Albert von Schirnding: Beschreibung einer Provinz. Gedenkabend für Horst Bienek. 7. Dezember 2004.
  214. Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 104-107 und 197.
  215. a b Internetpräsenz Regierungsbezirk Oberbayern: Auszug aus der Laudatio von Bezirkstagspräsident Josef Mederer auf Mathilde Schmitz, 12. Oktober 2010.
  216. Herbert Speckner: Das König-Otto-Museum ist sein "Baby". Jan Murken feierte 75. Geburtstag. In: Mein Ottobrunn. Gemeinde-Journal; September 2009, S. 4.
  217. Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 208.
  218. JAN MURKEN Griechenlandfreund. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. März 2005, Nr. 59, S. 50.
  219. Urgestein des Ottobrunner Vereinssports. In: Mein Ottobrunn. Gemeinde-Journal; Juli/August 2010, S. 8.
  220. Internetpräsenz Bayerischer Tischtennis-Verband: Anton Pöttinger, der seit 50 Jahren den TSV Ottobrunn leitet, erhält das Ehrenschild in Silber.
  221. Verdiente Bürger ausgezeichnet. Ottobrunn dankt engagierten Bürgern für ihr Ehrenamt. In: Wochenanzeiger München: Südost-Kurier, 3. November 2011.
  222. Gratulation zum Geburtstag. Einsatz für die Gemeinde. In: Mein Ottobrunn. Gemeinde-Journal; Oktober 2011, S. 6.
  223. Interessengemeinschaft: 100 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn. 2002, S. 231 f

Anmerkungen

  1. Ein kleiner Anteil davon ist der künstlichen Tieferlegung des Geländes für die Untertunnelung des Landschaftsparks Hachinger Tal an der nördlichen Gemeindegrenze geschuldet.
  2. Koordinaten: 48° 01' N, 11° 55' O
  3. Koordinaten: 48° 03' N, 11° 40' O
  4. Koordinaten: 48° 08' N, 11° 42' O
  5. In Ottobrunn sind dies die Bahnhofstraße, die Unterhachinger Straße, die Putzbrunner Straße, der Ranhazweg und die Ottostraße; in Riemerling die Jagstraße und die Münchner Straße.
  6. Die Lutheraner mussten zum Gottesdienst in das über vier Kilometer entfernte Perlach gehen.
  7. Wolf-Ferrari lebte seit 1915 in einer Villa am Nornenweg 2 (Riemerling), von August 1926 bis 1931 in der Villa „Vita nova“ in der Mozartstraße 68 (damals: 6; Ottobrunn). Beide Adressen lagen nur einen Kilometer auseinander.
  8. Daneben waren auch die Namen Hirtenwiese und Waldhain in Verwendung. Die so bezeichneten Kolonien lassen sich jedoch nicht eindeutig lokalisieren und sind möglicherweise mit einigen oben genannten Kolonien identisch. – Die Kolonie Ottohain begann unweit der Ottosäule, gehörte aber zu Riemerling.
  9. Auf Brunnthaler Flur befand sich das Institut für Triebwerksforschung mit Prüfständen für Raketen- und Luftstrahltriebwerke. Gegenüber, bereits auf Taufkirchener Flur, stand ein Arbeiterlager, das sogenannte „Waldlager“.
  10. Bei der Volkszählung am 17. Mai 1939 lebten erst 1773, bei der Volkszählung am 13. September 1950 bereits 4628 Menschen in Ottobrunn.
  11. Die Gemeindeverwaltung wurde in der ehemaligen Villa Ermanno Wolf-Ferraris (Mozartstraße 68) untergebracht, die die Gemeinde Unterhaching 1951 erwarb.
  12. Bei der Volkszählung vom 17. Mai 1939 hatte Ottobrunn erst 1773 Bewohner, gegenüber 3461 in der Kerngemeinde Unterhaching.
  13. Die Geschäftsführung war im Gebäude 10.0 (Lise-Meitner-Straße) untergebracht. Handelsgerichtlicher Firmensitz war München (Theresienstraße).
  14. Die einzelnen Werksteile hießen Ottobrunn-Nord (Ottobrunn), Ottobrunn-West (Taufkirchen) und Ottobrunn-Süd (Brunnthal).
  15. Der genannte Wert beziffert denjenigen Anteil der Wohnbevölkerung zwischen 15 und 64 Jahren, der weder Schüler noch Student ist und seinen höchsten berufsbildenden Schulabschluss an einer Hochschule (einschließlich Lehrerausbildung) oder Fachhochschule (einschließlich Ingenieurschule oder höherer Fachschule) abgelegt hat (vgl. Internetpräsenz Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: GENESIS-Online Datenbank: Tabellen-Code 12111-106r (Bevölkerung: Volkszählung(Bevölkerung): Gemeinden, Bevölk.(15-65,einschl. Schül.u.Stud.)/Bevölk.(15-65,oh.Schül.u.Stud.),höchst. allg.Schulabschl.(3)/höchst.berufl.Schulabschl.(4),Stichtag).
  16. Bereits am 10. Oktober 1980 war die angeblich 20.000 Einwohnerin im Ottobrunner Rathaus begrüßt worden.
  17. Fortschreibungen auf der Grundlage des Mikrozensus werden wegen des geringen Stichprobenumfangs nicht auf kommunaler Ebene durchgeführt.
  18. Die Pfarrei Oberhaching war für die Filiale Unterhaching bis zu deren Pfarrerhebung im Jahr 1922 zuständig.
  19. In der Zwischenzeit besuchten die Gläubigen die Gottesdienste in Neubiberg (Maria Rosenkranzkönigin).
  20. Die zugrunde liegenden Daten erhebt das Statistische Landesamt direkt bei den einzelnen Kinderbetreuungsträgern. Dabei kann jeder Träger individuell entscheiden, ob seine Angaben veröffentlicht werden sollen. Im Fall Ottobrunns weist die amtliche Statistik daher nicht alle tatsächlich vorhandenen Kindertageseinrichtungen aus.
  21. Die amtliche Statistik weist mehrere Kindertageseinrichtungen, die ein Träger im selben Haus betreibt, teilweise als dieselbe Einrichtung aus.

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